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John 3:16
Morgan Reeves
Ophelia Kane
11.05.2020 Danville, Virginia
I survived because the fire inside me burned brighter than the fire around me.
Weg aus dem Irrenhaus, weg vom Geschwür - Morgan ist seit zwei Monaten auf der Flucht vor einer neureligiösen Bewegung. Vor ihrer Flucht hatte sie maßgeblich dazu beigetragen, dass die neureligiöse Bewegung in Dothan (Alabama) ihren Einfluss ausweitete. Morgans (Stief)Vater avancierte mit seiner eigenen Gemeinde zu einem Sektenanführer und wappnete sich für die kommende Endzeiten. Zu Beginn wurde Jonathan belächelt, später erklärte man den scheinbaren Irren für unsterblich. Inzwischen gilt Morgan als Ketzerin, eine Todfeindin, die es zu beseitigen gilt. Die Lehren lehnt sie strikt ab, selbst ihren Anspruch als ernannte Messias ignoriert die Dunkelhaarige (vorher blond) konsequent. Während ihrer Periode innerhalb der Gemeinde durchlebte Morgan physischen als auch psychischen Missbrauch, erstaunlicherweise hat es Morgan nicht per se gebrochen, sie hatte den Missbrauch erst viel später wahrgenommen und akzeptiert. Jonathan hatte für Morgan und einige weibliche Mitglieder einen vorgefertigten Plan kreiert, um den (menschlichen) Bestand zu sichern, so hätte Morgan einen engen Vertrauten von Jonathan heiraten sollen - selbst der Bürgermeister (ein guter Freund von Jonathan) hätte ein versprochenes Mitglied bekommen sollen. Als einst hohes Mitglied in der Gemeinde sammelte Morgan über ihren aktiven Zeitraum vereinzelte Sympathisanten, die sie später als Hilfe für ihre Flucht nutzte. Die interne Hilfe feilte mit Morgan einen sechsmonatigen Plan, letztendlich stellte man ihr ein Fahrzeug und Vorräte für die Nacht- und Nebelaktion bereit. Trotz der (bis dato) erfolgreichen Flucht wurden die Helfer wahrscheinlich enttarnt, deren Schicksal ungewiss. Mit Deborah, einem weiteren Mitglied welches Morgan seit zehn Jahren kannte und eigenständig in die Bewegung lotste, fuhr Morgan in eine unbekannte Richtung. Raus aus Alabama, weit weg von der Anlage der neureligiösen Bewegung, nur um letztendlich in Danville, Virginia zu landen. Bei der zweimonatigen Flucht verteidigte Morgan sich und Deborah bis aufs Blut, wirkliche Interaktionen mit anderen Menschen hatten sie bislang strikt umgangen.
Dank den wenigen Preppern innerhalb der Bewegung konnte Morgan noch die Basics aufgreifen, sie sprang mit ihrer Flucht nicht ins kalte Wasser. Fremden ist sie nicht feindlich eingestellt, dafür unterkühlt distanziert und würde jede Begegnung mit äußerster Vorsicht genießen. Über die vorherige Beteiligung wird nicht gesprochen, selbst, wenn Deborah sich weiterhin in dem Klammergriff (= Jonathans Glauben) befindet und Morgan sie zu befreien versucht. Nicht mit Gewalt, dafür mit Geduld und Aufmerksamkeit. Mit dem, was sie hat, kann sie arbeiten und im Falle des Falles erschreckend gut improvisieren. Die Brünette möchte um jeden Preis überleben, ist traumatisiert und versucht zu wachsen. Obschon die Welt grausam und verlassen erscheint, so wächst Morgan allmählich zu der Frau heran, die sie hätte werden sollen. Es ist nicht einfach, schließlich hat ihr Stiefvater ein Weltende prophezeit und die Angst, dass er mit seinem Glauben noch einige andere Übel ins Leben rufen könnte, nicht unbegründet. Wenn Gott zu existieren scheint, dann muss man sich letztendlich auch genauer fragen, was der Teufel in seinem Ärmel versteckt...
Offline
#1
my father was furious, he once said "Don't you know that I'm god?"
I looked him in the eyes and replied
Lord... you are in the wrong place tonight.


Gatewood Baptist Church in North Carolina. Drei Tage in Gotteshaus. Zweistöckig mit einem Keller, die wichtigsten Zugänge waren abgeriegelt und somit unzugänglich von außen. Man müsste gehörig viel Kraft aufbringen um all den Geröll wegzuschieben und sich dann durch den entsprechenden Spalt zu zwingen. Offensichtlich lebten Menschen einst in dem Hause Gottes, der teils angesammelter Haufen von Konserven und Wechselkleidung sprachen dafür. Den Gerüchen zufolge lebten die vorherigen Besitzer aber nicht mehr hier, Morgan ging mit ihrer Begleitung kein unnötiges Risiko beim Betreten ein. Nachdem sie sicher gegangen waren, dass hier keine Menschenseele mehr lebte, schon gar nicht die seelenlosen Dämonen, nutzten sie einen Raum im zweiten Stock. Anscheinend schliefen hier die damaligen Mitglieder der Gemeinde, Menschen, die sich fest dem Glauben verschrieben hatten und einst unter einem Dach lebten. Das weckte Erinnerungen. Morgan musste zusätzlich die automatisierte Glocke abstellen gehen, die sich tatsächlich in der Spitze befand, indem sie die Kabeln im Kasten durchtrennte. Sie wollte nicht jeden Sonntag eine Glocke hören, die anschließend ein Heer voller Untoten oder schlimmeres anlockte. Mit einem Zimmer im zweiten Stock waren sie gut bedient, sie könnten problemlos auf ein anderes Dach steigen und somit zu Boden springen, wenn es hart auf hart käme. Morgan rechnete vorerst nicht mit einer bösen Überraschung, das Kaff Providence erwies sich als totenstill. Sie war sich auch sicher, wenn Morgan einen Blick auf die Map warf, dass sie so ziemlich an der Grenze zu Virginia waren und Danville praktisch einen guten Wurf entfernt lag. Kleinere Notizen waren auf ihrer Map gekennzeichnet, natürlich in roter Farbe, damit sie nicht durcheinander kam. Von der Ruhe wollte sich Morgan nicht einlullen lassen, Stille konnte die Ruhe vor dem Sturm bedeuten.

Wenigstens konnten sie sich über den fehlenden Lesestoff nicht beschweren, die alten Lehren von einem gewissen König James in Bibelversion. Morgan wollte keines der Bücher aufschlagen, höchstens zuschlagen und ins Feuer werfen, wenn es nach ihr ginge. Sie hatte jedoch die Theorie, dass Deborah so etwas gebrauchen könnte. Ein Gotteshaus, die Nähe einer (von anderen erklärten) Lichtgestalt und entsprechende Gespräche. Die ersten Schritte, dass sie die Person, die sie einst in die Bewegung holte, aus dem Klammergriff zu befreien versuchte. Die Zeiten, wo sie als Retterin gehandelt wurde, lagen zurück. Man hatte ihr die Rolle der Messias aufgelastet, kein Geschenk. Morgan musste Deborah aus der Denkweise holen, selbst, wenn der Glaube sie vor einem Absturz rettete. Damals, als sie noch nichts zur Hand hatte. Sie fühlte sich für Deborah verantwortlich, aus dem Grund gab sie besonderen Acht auf ihre Begleitung. Zugegeben, Morgan hatte Angst. Angst und Zweifel, das komplette Gegenteil von ihrem Stiefvater.
Die Brünette hinterließ ihrer Begleitung den Schlüssel für das treue Gefährt. Möglichst unauffällig um das Eck geparkt, so konnte Deborah zusätzlich einen Blick aus dem Fenster werfen, um sicherzustellen, dass man ihnen nicht das Auto stibitzte. Sollte etwas schiefgehen, konnte Deborah das Auto anwerfen und die Flucht eigenständig antreten. Der Grund hierfür war einfach erklärt, Morgan wollte einen Solo-Rundgang unternehmen, nicht zu weit entfernt, so der eigentliche Plan, jedoch war die Brünette länger unterwegs als abgesprochen. Nicht unbedingt das, was abgezielt wurde. Die gut lesbaren Zahlen auf ihrer Digital Armbanduhr zeigten an, dass sie sich seit einer Stunde und dreißig Minuten bewegte. Der Frust trieb sie an, sie hatte in den wenigen Häusern am Rande nichts finden können. Dafür fiel ihr auf, dass sie sehr viele Kirchen sah, heilige Konstrukte, die in Providence standen. Eine sehr gläubige Gemeinde. Morgan brachte daher den Spruch 'Wo ist euer Gott jetzt?' verneinend. So viele Kirchen und keine Seele hatte anscheinend überlebt. Wenn der Teufel aber diesen Ort mied, waren beide wohl goldrichtig.

Stille Wut und Frust über Angst, derartige Gefühle ließen Angstgefühle und Zustände taub werden. Frust und Wut trugen sie weiter raus, tiefer in die Stadt namens Danville in Virginia. Fast zwei Stunden unterwegs. Nicht unbedingt in einem hohen Tempo, sie wollte nicht zu müde werden, schließlich konnte hinter jeder Ecke eine potenzielle Gefahr auf einen geschwächte Mahlzeit warten. Die vereinzelten Untoten waren nicht an ihr interessiert, Morgan bewegte sich beim Entdecken von Untoten in einer geduckten und vorsichtigen Haltung, nutzte aufmerksam die Seitengassen und Autos als entsprechende Deckung. In ihrem Rucksack nicht viel, auf dem Weg hatte sie ein wenig Nahrung verbraucht, Hauptsache die Brünette konnte sich flink auf ihren Beinen bewegen. Unnötiges Gewicht machte jeden langsamer, erschöpfter. Hin und wieder warf sie einen flüchtigen Blick auf ihre Map, ein paar weitere Kennzeichnungen folgten, nur damit Morgan von der offenen Straße fernblieb und sich überwiegend (möglichst gut) im Hintergrund aufhielt. Hohe Gebäude waren gefährlich, sie wollte keineswegs in das Visier von einem möglichen Scharfschützen spazieren und entsprechend sterben. Morgan hoffte, dass Deborah sich nicht allzu große Sorgen machte. Sterben gehörte jedoch nicht auf ihre Agenda, sie würde gesund und munter zurückkehren. Hoffentlich mit einem Rucksack voller brauchbarer Dinge.
Just in dem Moment, als sie gedankenverloren an ihre Begleitung dachte, riss ein Bellen sie aus ihrer Gedankenwelt. Morgan hielt reflexartig inne, großer Herzschlag! Kein allzu großes Bellen, der Hund wirkte wohl noch relativ jung. Das Bellen kam aus dem Nebengebäude, recht nahe, auch konnte Morgan den Hintereingang sehen und ein angesammelter Haufen von verwelkten, toten Blumen in der Nähe von einem Container. Ein Blumenladen? Der Hund bellte wiederholt, wirkte aufgeregt. Morgan zog den Hebel des kräftigen Revolvers sachte zurück, so leise wie es ging, nur um dann die Hintertür des Geschäftes ins Visier zu nehmen. Kalter Lauf in pechschwarzer Farbe, die Trommel des Revolvers hatte sich um einen Schritt verschoben und die durchschlagskräftige Kugel bereit für ihre Task. Konzentrierter Blick, regulierter Atem und die Hand dennoch leicht zittrig am Türknauf. Kein Bellen mehr, eine komplette Stille. Sollte sie es auf sich beruhen lassen? Morgan spielte mit dem Gedanken, dass sie einfach gehen könnte, aber vielleicht könnte sich Deborah um einen weiteren Begleiter freuen. Morgans Hand drehte den metallischen Türknauf zur Seite, in der Tür knackste das Schloss und signalisierte gerade, dass jemand die Tür öffnete. Seichtes Aufstoßen, Morgan blieb stehen und hielt den Revolver mit beiden Händen wieder fest.

Wäre der Hund neugierig genug, würde er wohl um die Ecke gerannt kommen. Noch kein weiteres Lebenszeichen, Morgan blickte einmal geschwind um sich und sah einen Papierkorb in der Nähe. Sie trat das Ding zur Seite, stemmte den Fuß dagegen und ließ das Ding einmal nach vorne rollen. Der Papierkorb rollte anschließend schief und stieß geräuschvoll gegen die Wand, so wollte Morgan eine weitere Reaktion provozieren. Auf ihrer Stirn lag ein kleiner Schweißfilm, der Moment der Wahrheit.



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