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water's running high
Wivika Haraldsdóttir
Francis Madden
15.05.2020 Flugzeugträger
"Knowledge is not power, it is only potential. Applying that knowledge is power. Understanding why and when to apply that knowledge is wisdom!"
Jóna Wivika Haraldsdóttir, welche eigentlich nur Wivi genannt wird, hatte eine äußerst rosige Zukunft vor sich. Die gebürtige Isländerin reiste als Journalistin um die Welt, um für einen isländischen Fernsehsender zu berichten. Ihre Fähigkeiten, Lügen enttarnen und mithilfe der richtigen Worte die Wahrheit aus den Leuten heraus kitzeln zu können, verschafften ihr eine steile Karriere in der Branche. Allerdings kamen der heute 32-jährigen die lebenden Toten dazwischen, kurz bevor sie einer Pressekonferenz des US-Präsidenten im Weißen Haus beiwohnen sollte. Sie wurde, wie so einige andere auch, evakuiert und schippert nun auf einem Flugzeugträger umher.
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#1
water's running high
[Bild: WFi6X1m.gif]
Sie hatten einige lange Monate hinter sich gebracht. Noch zu Beginn dieser verstörenden Sache hatte Wivika noch die Tage gezählt, irgendwann jedoch damit aufgehört. Wenn sie ihr Notizbuch nicht zu einer Art Mini-Tagebuch, dessen Seiten sie abends immer mit einigen Stichpunkten füllte, umfunktioniert hätte, wüsste sie vermutlich nicht einmal mehr, welcher Wochentag war. Eine Situation, die vermutlich so ziemlich jeder aus Kindheitstagen kannte, wenn man in den Ferien vollkommen die Zeit aus dem Auge verloren hatte.
Es war Freitag. Und Wivi fand, es wäre mal wieder Zeit für einen guten Drink, um das Wochenende einzuläuten. Schon lange hatte sie keinen Scotch mehr getrunken. Niemals hätte sie gedacht, dass sie dies einmal so vermissen würde, aber nun war dieser Tag gekommen. Zu ihrem Glück wusste sie, dass Francis Madden - seines Zeichens neuer Präsident und mittlerweile auch guter Freund der Journalistin - Whiskey gebunkert hatte. Sie wusste zwar nicht, ob es sich tatsächlich um Scotch handelte, aber irgendwo war Whiskey eben Whiskey. Vor der Apokalypse hätte sie sich zu großer Wahrscheinlichkeit nicht einmal gewagt, so etwas auch nur zu denken, allerdings waren die Zeiten nun eben andere.

Ihre Suche nach Frank sollte nicht all zu lange dauern, da entdeckte sie ihn an Deck des Flugzeugträgers. Wivi hatte nicht den Hauch einer Ahnung, was er hier draußen trieb, war sich aber sicher, dies schnell in Erfahrung bringen zu können. Die Dunkelhaarige trat nach draußen und machte einige Schritte auf den ehemaligen Vize-Präsidenten zu, während sie nach ihm rief. "Frank!"
Der Wind peitschte ihr ins Gesicht und wirbelte ihre Haare kreuz und quer, weshalb sie sich diese aus dem Gesicht und hinter die Ohren streichen musste, als sie ihn erreicht hatte. Er machte nicht den Anschein, als hätte er sie rufen hören oder auch nur ihr Erscheinen bemerkt. Kurz musterte sie ihn von oben bis unten, bevor sie ihn schließlich von der Seite ansah und versuchte, so laut wie möglich gegen den Wind zu sprechen. "Lagerkoller?", fragte sie direkt. Sie für ihren Teil hatte jedenfalls das Gefühl, es würde nicht mehr lange dauern, bis sie durchdrehen würde. Die Informationen, die man hier bekam, waren sperrlich gesät, selbst dafür, dass Frank hin und wieder einen neuen Brocken in ihrer Gegenwart fallen ließ. Sie konnte sich kaum vorstellen, wie es den anderen Leuten erging, die noch weniger wussten. Und auf den Schultern von Francis Madden lastete seit dem Ausbruch der Seuche eine schwere Verantwortung. Schon allein dafür hatte er Wivis Respekt verdient.
"Ich finde, wir sollten etwas trinken. Es ist Wochenende.", erklärte sie nach kurzem Schweigen ihrerseits.

fake it for the people
till you make it.
Frank ist absolut nicht das, was man sich als ersten Anführer vorstellte. Er war immer der ewige Zweitplazierte. Der Platz des Gouverneur von Virginia 2002 war sein erster wirklicher Sieg gewesen. Als der Präsident durch die Seuche als tot erklärt wurde, erbte er unfreiwillig den Platz als Anführer eines für ihn toten Landes. Der König der Zombies. Das wollte man doch unbedingt sein. Frank, der eigentlich Francis Madden heißt, versucht mit Zynismus und den einen oder anderen dummen Spruch über die Runden zu kommen. Nicht den Verstand zu verlieren. Es hilft ungemein den Schein der Normalität wahren zu wollen und Stabilität für Menschen bieten zu können, die sonst wie Hühner ohne Kopf herum liefen. Er hält auch noch daran fest einen Anzug zu tragen und auch wenn er sich manchmal selbst nicht zu ernst nimmt und dabei eine Bitterkeit an den Tag hält, so versucht er das Beste aus den gegebenen Mitteln zu ziehen, die ihm zur Verfügung stehen. In einem Kampf gegen einen Zombie, ist er jedoch ungeübt und hatte auch nicht das Verlangen in seinem früheren Leben gehabt eine Waffe zu nutzen. So ist er ebenso auf die Leute um ihn herum angewiesen, wie sie von ihm.
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#2
water's running high



Präsident.
Es klang falsch in seinen Gedanken. Er würde es nie laut aussprechen. Er war nicht dafür gemacht. Natürlich wusste Francis wie die Leute hinter dem Rücken des unfreiwilligen Anführers sprachen. Ob er sich mit seiner Rolle identifizieren konnte? Er tat es für das Volk. Das, welches sich auf dem Flugzeugträger überlebte und dank ihm so etwas wie einen geregelten Alltag hatten. Menschen die beinahe ein Leben führten. Es mutete beinahe schon surreal an. Ein Leben auf einem Flugzeugträger im Meer in einer gefährlichen Zeit. Einer Zeit in der Tote nicht tot blieben sondern nach dem Fleisch der Lebenden gierten. Und dennoch feierten sie hier kleine Feste, hatten sogar eine kleine Bar eingerichtet, auch wenn es dort nicht gerade viel Alkohol gab. Die Plünderer auf Expedition fanden hin und wieder etwas und gaben es ab. Es war tatsächlich eine kleine Gemeinschaft. Frank war stolz. Nicht auf dass er dafür mit gesorgt hatte, sondern auf seine Leute. Dass sie sich so gut hielten. Es gab viele Momente in denen Frank seinen Gedanken nach hing, doch passte er auf dass es an Orten war an denen er nicht beobachtet wurde. Von seiner Frau einmal abgesehen. Es gab nicht mehr viele Menschen die wirklich wussten was hinter verschlossenen Türen bei dem Madden vorging. Es gab jedoch auch nicht viele die er einen Freund nennen konnte. Es gab Menschen auf die er achtete. Für die er eine Verantwortung trug. Vor denen er oft die Wahrheit verbarg um in ihnen die Hoffnung am Leben zu halten. Es ging gegen seine Prinzipien, besonders da er selbst erpicht auf die Wahrheit gewesen war. Nein, er kannte sie selbst nicht vollständig und es störte ihn. Aber es war das was er hatte und daran konnte er vorerst nichts ändern. Doch war es der Grund weshalb er weiter machte. Die Expeditionen am Laufen ließ und die Experimente angeordnet hatte: Hoffnung.

Der Wind war stark hier oben und trieb den salzigen Seegeruch ins eine Nase. Aber Frank genoss es und den Geruch nahm man irgendwann gar nicht mehr wahr. Tatsächlich hatte er sein Hemd hoch gekrempelt um ihn auf seiner Haut spüren zu können. Er trug die Geräusche von ihm weg die sich auf dem Flugzeugträger abspielten. Sie waren zu weit weg vom Festland als dass er hören könnte was da drüben passierte. Aber zumindest konnte er es im Horizont sehen. Konnte auch bestimmen wo seine Wahlheimatstadt lag. Manchmal wollte er die Soldaten fragen wie die Stadt aussah. Aber er konnte sich nicht durchringen sie zu bitten dorthin zu fliegen. Auch nicht die Pilotin anzufunken um danach zu fragen. Selbst wenn sie hin und wieder Anmerkungen machte als würde sie verstehen ohne die Worte von ihm zu hören. Diese Gabe hatten nicht viele. Die Arme vor der Brust verschränkt blieb sein Blick auch dann auf Amerika gerichtet, als sich eine kleinere Gestalt zu ihm gesellte. Sein Kopf wandte sich um und das für ihn typische lockere Lächeln schlich sich auf seine Lippen als er Wivika erblickte. Die Dunkelhaarige war eine der wenigen denen er tatsächlich Vertrauen entgegenbrachte und die er tatsächlich in den letzten Monaten als eine Freundin schätzen gelernt hatte. Schon oft stand sie an seiner Seite und sprang ein, falls ihm mal die Worte fehlten. Ironisch wenn man ihren Job betrachtete. Journalistin. Feinde einer jeden Person in der Öffentlichkeit. Außer natürlich man legte es darauf an in der Klatschpresse zu landen. Auch wenn er natürlich wusste dass die kleine Isländerin an neben ihm kein 0815 Paparazzo gewesen war. "Das Wetter ist zu fantastisch.", log er teilweise und sprach ebenfalls lauter und mit Nachdruck, damit sie ihn verstehen konnte. "Ich finde, wir sollten etwas trinken. Es ist Wochenende." Frank wurde hellhörig und wand nun sich ihr mit dem ganzen Körper um. In seinen Augen blitzte etwas auf und seine Laune kletterte nach oben. "Madam." Frank bot ihr seinen Arm am und bestätigte damit offen dass er ihrer Meinung war. "Ich hätte da noch eine Flasche in meinem Büro die sich hervorragend zu der Idee machen würde." Wochenende klar ebenso unwirklich. Natürlich, er wollte dass Alltag herrsche. Dazu gehören Wochentage dazu und auch das ausruhen am Wochenende. Nur Fank hatte nicht das Gefühl dass so etwas wirklich noch für ihn existierte. Der Gedanke jedoch sich für einige Momente zu entspannen klang wie Musik in seinen Ohren.



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