This forum uses cookies
This forum makes use of cookies to store your login information if you are registered, and your last visit if you are not. Cookies are small text documents stored on your computer; the cookies set by this forum can only be used on this website and pose no security risk. Cookies on this forum also track the specific topics you have read and when you last read them. Please confirm whether you accept or reject these cookies being set.

A cookie will be stored in your browser regardless of choice to prevent you being asked this question again. You will be able to change your cookie settings at any time using the link in the footer.
Story    Rules    Information   Map     Survivors    Groups    Team    Reserved    Taken Faces    Taken Names    Lost    Masked    
which wrong choice feels the least wrong
Olivia Morgan
Marcus Reed
04.06.2020 Nähe Olivias Wohnung // Mittags
There were plenty of ways to hurt someone without using your fists.
Wenn man sich Olivia Morgan ansieht, dann erwartet man nicht direkt, dass die junge Frau schon 21 Jahre alt ist. Vor der Zusammenbruch der Welt war Liv Informatikstudentin und versuchte sich aus dem klammernden Griff ihrer Mutter zu befreien. Denn genau mit diese versteht sie sich bis heute nicht wirklich, immerhin war sie es ja Schuld, dass die Ehe ihre Eltern zu Bruch gegangen ist und weswegen Liv nur wenig Kontakt mit ihrem Vater haben konnte. Gerade zwei Tage hatte die Selbstständigkeit der jungen Frau, die aus Folsom, Kalifornien, stammte, angedauert, bevor ihre Mutter sie aus ihre Wohnung in die Lynnhaven Mall zerrte. Zwei Tage und dann ging die Welt zuende… eine Tatsache, die Liv selbst, eher ironisch und sehr ungerecht findet. Genauso ungerecht, wie es ist, dass sie sich nicht den Runnern anschließen darf. So hat Liv ihren Platz noch nicht so wirklich gefunden und fühlt sich erneut wie eine Geisel ihre Mutter, dessen rechte Hand Olivia nicht vertraut.
Abwesend
#1
Sometimes you have to choose between a bunch of
wrong choices and no right ones. You just have to choose
which wrong choice feels the least wrong


Es war wieder warm geworden. Zumindest so warm, dass die Rothaarige sich in einem dünnen Sommerkleid einkleiden konnte. Vermutlich nicht die beste Wahl, wenn man vorhatte abzuhauen, aber sie wollte sich auch nicht nochmal umziehen gehen. Zumal sie ja noch nicht einmal vorhatte, wirklich lange weg zu bleiben. Vielleicht ein paar Stunden, während ihre Mutter mit anderen Sachen abgelenkt war... Sie hatte sich ihre Handtasche umgelegt, wo auch das Messer versteckt war, dass sie immer bei sich trug und war aus der Mall heraus geschlichen. Etwas, das sie mittlerweile echt gut drauf hatte, wie Olivia fand... denn ihre Mutter hielt sie Geisel. Zumindest in den Augen der Rothaarige, die wirklich froh war, in dem Moment, wo sie wieder freie Luft einatmen konnte. Das letzte Mal, als sie die Mall verlassen hatte, war mit @Millard Barbee und auch da war ja alles gut gelaufen – zumindest in den Augen der Morgan.
Sie verhielt sich auch dieses Mal leise, während sie durch die Straßen bewegte, wo sie aufgewachsen war. Sie hatte sich noch nie bedroht gefühlt oder gar unsicher, doch seit dem Ausbruch sah auch sie die Welt mit ganz anderen Augen. Es war härter geworden und da sie die letzten 10 Monate quasi in einem Gefängnis gelebt hatte, hatte sie bedauerlicherweise nur sehr wenig Kontakt damit gehabt. Und dennoch wusste die Rothaarige doch genug davon, um zu wissen, wie sie unbemerkt durch die Straßen kommen konnte. Wahrscheinlich war es auch der einziger Grund, warum die Morgan es auch schaffte unbemerkt bei dem Häuserkomplex anzukommen, wo sie einst gewohnt hatte. Okay, so wirklich gewohnt hatte sie da nicht, denn ihre Mutter hatte sie schon nach zwei Tagen aus ihre Wohnung in die Mall gezerrt. Zwei Tage Freiheit waren ihre gegönnt wurden, bevor sie in das nächste Gefängnis gestopft wurde.
Auf leisen Sohlen bewegte sich Olivia durch das Gebäude in Richtung ihre alten Wohnung. Die Kisten waren noch eingepackt gewesen, als sie wieder ausgezogen war. Einzig ein paar Sachen von ihr und Pooka, den Hund, den sie vor dem Ausbruch gehabt hatte, hatte die Morgan auspacken können. Doch noch bevor sie ihre Wohnung erreichen konnte, hielt die Rothaarige plötzlich an und hörte genau hin. Es kamen Stimmen aus dem Flur... Verdammt!

Johnny
STRICTLY 4 MY N.I.G.G.A.Z.
I WON'T REST TILL MY ROAD DOGS FREE; AND I'MMA BOMB FIRST!
Von der Wiege bis ins Grab, Marcus hatte politisch aktive Eltern und repräsentiert ihre Haltung bis aufs Äußerste. Hellhäutige Menschen sind privilegierte Nichtsgönner, die in der Regel alle anderen, die nicht ihre Hautfarbe teilen, unten sehen und halten wollen. Dank seiner Denkweise, die man ihm schon recht früh in den Kopf pflanzte, hat Marcus nicht besonders viel in seinem Leben erreicht und ist in der Denkweise gefangen. Von einem Job zum nächsten, nie wirklich zufrieden oder glücklich gewesen, dafür jedoch die Unterstützung seiner Eltern und Freunde gehabt. Leider hat er sein Potenzial nie erkannt, die Talente für einen wirklich ernsthaften und langfristigen Job nie gefunden, Marcus überlebte den Zusammenbruch mit Ach und Krach. Die ersten Untoten jagten ihm eine Heidenangst ein, er hatte eine gefühlte Ewigkeit für seine ersten Kills gebraucht und musste, so wie viele andere auch, in das neue Leben rein wachsen. Erst mit dem Beitritt zu den Highwaymen, einer Gruppe trainierter und anheuerbarer Schläger mit paramilitärischen Strukturen, schien Marcus seinen wirklichen Platz in der Welt gefunden zu haben. Dort lernte er Zusammenhalt und kehrt von seiner Denkweise, dass alle anderen eine Rasse nicht respektieren würden, langsam ab. Mit dreißig Jahren ist Marcus noch lange nicht weise, hat aber bereits jetzt schon die Schnauze voll und atmet vermutlich nur noch aus Prinzip. Keineswegs lebensverneinend, auch nicht fatalistisch, doch in gewisser Weise übersättigt. Marcus ist überwiegend gereizt, er hat keinen Nerv für die kleinen Dinge und möchte nur den nächsten Tag erleben. Gesund und munter. In der Gruppe versucht man ihm noch so etwas wie eine funktionierende soziale Ader beizubringen. Die Versuche bislang liebreizend, noch funktioniert es nicht gänzlich. Aber Marcus schätzt den Einsatz und versucht der Gruppe etwas zurückzugeben, denn, zugegeben, ohne diese Leute wäre Marcus vermutlich bereits tot und ein Gefühl für Ehre besitzt der Afro-Amerikaner immer noch. Jetzt oder nie, sterben oder atmen, so lautet seine Devise.
Offline
#2
Sometimes you have to choose between a bunch of
wrong choices and no right ones. You just have to choose
which wrong choice feels the least wrong


Nichts brauchbares, sie waren absolut trocken. Eingetretene Türen, durchwühlte Zimmer, doch die Ausbeute selber ließ sich wirklich Zeit. In seinen Augen gab es hier sowieso nichts zu holen, hauptsächlich Klamotten und die gelegentlichen Reizunterwäschen von Frauen standen dem Afro-Amerikaner ganz bestimmt nicht. Grundsätzlich hielt Marcus es für vergeudete Zeit, verschwendete Liebesmüh, doch sein heutiger Partner Ross bestand exklusiv auf dieses scheiß Gebäude. Typisches Weißbrot. Sehr blond, bleich wie Milch, bisschen zierlich und dann forsch wie zehn Jugendliche in ihrer rebellischen Phase. Man hätte meinen können, dass Machine Gun Kelly in einem schlechten Film mitspielte. Jedes Mal, wenn er den Mund aufmachte, verkneifte sich Marcus einen bissigen Kommentar. Ihm entwichen dafür kleinere Töne. Unterkühlt, distanziert und ohne große Teilnahme. Marcus musste Ross unterstützen gehen, Henry bestand darauf, zumal gehörte Ross seit längerem zu den Highwaymen und deswegen überwog seine Stimme leider Gottes. "Weißt du, was? Uns würden Frauen mal gut tun! Ich hatte ja schon son bisschen das Gefühl, dass wir eingehen. Die Magazine sind ja schön und gut, aber ich gehe langsam ein.", Beschwerde über Beschwerde, Ross lamentierte über die fehlende Auswahl bei den Highwaymen ganz großkotzig. Marcus verurteilte ihn gerade mit einem fragenden Blick, Zähnefletschen. "... wieso erledigst du nicht einfach deine Aufgabe?", pure Ablehnung, sie waren für irgendwelche brauchbaren Vorräte hier. Die ganzen Puffbesuche waren längst vorbei, zumal der Afro-Amerikaner absolut kein Interesse an seinem Geschwätz hatte. "Du bist immer so angespannt, Bruder. Deswegen sage ich... du brauchst auch eine Spalte! Am besten eng, damit dein schwarzes Rohr da mal ordentlich ein Loch bohren kann.", erklärte sein heutiger Kollege belustigt über Marcus' Haltung. Er versuchte ihm auf die Schulter zu klopfen, Marcus gab ihm aber die Genugtuung nicht, im Gegenteil, er spazierte einfach aus der Wohnung. Mit Accessoires für einen Hund konnte Marcus nichts anfangen, sie hatten keinen Hund. Außer er wollte Ross zum Umdenken anregen und ihn alsbald auf allen Vieren spazieren lassen. "Schon gut.", so der Afro-Amerikaner distanziert über Ross' kläglichen Smalltalk-Versuche. Was für ein Hurensohn. Kaum waren sie eine Stunde unterwegs, schon wollte Marcus ihm die Haut abziehen.

Es gab nichts zu holen, Ross wühlte in der aufgebrochenen Wohnung. Er zigeunerte bereits wie so ein Geier mit großen Augen. Man konnte deutlich sein Tun hören, Marcus tadelte sofort. "Mach den Scheiß leiser, mann." - "Jaja...", keine Freunde, sie waren Arbeitskollegen auf Zeit. Marcus hätte schwören können, dass er Ross den Tod wünschte. Hier und jetzt. Seit Tag eins konnte er mit ihm nicht wirklich arbeiten, Henry jedoch bestand explizit darauf. Man musste sich nicht lieben, nur miteinander arbeiten können. Können, das Stichwort. Er konnte es nicht, Ross verhielt sich wie ein Junkie auf Cold Turkey. Zu unaufmerksam, zu laut, zu viel von allem und zu wenig von dem, was allen gut täte. Bastard. Noch bevor Marcus wirklich seine Ruhe im Flur haben konnte, stach eine rote Haarpracht direkt in seine Augen. "Hey!", automatisch wurde der Mann lauter, Ross schreckte auf und zog reflexartig seine Knarre. Stürmischer Antritt, Ross glotzte in die Richtung vom Ruf und vier Augen hatten das Mädchen im Visier. "Heb deine scheiß Hände!", unfreundlich wie eh und je, Ross stolzierte vorwärts mit geschwollener Brust. "Ich sagte, du sollst deine Hände heben, Schlampe!", Marcus folgte dem Weißbrot auf Distanz, zeigte (im Gegensatz zu dem aufgestachelten Penner) keine feindliche Haltung. "Wird's bald!?", das Fuchteln mit der Handfeuerwaffe, Ross zeigte mit der Geste wiederholt nach oben und wollte die Handflächen sehen. "Ist nur ein Weib, bleib locker." - "Mir scheißegal, die könnte uns umlegen. Ich will keine Kugel in meiner Fresse!", ironisch, denn er sprach gerade Drohungen aus und wirkte wie ein irrationaler Spinner. Wenn die Person noch jemanden dabei hatte, gegebenenfalls mehrere Menschen, wären sie geliefert. Marcus legte die Hand an die Waffe von Ross, drückte sie runter und somit etwas aus dem Schussfeld.



Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste

Nach oben