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devilish.
Jaison Myers
Harlow Carrington
01.06.2020 Big Stone Gap, oberhalb der Pickett Donnie, einsame Waldhütte
Will we remember the lesson? If the suspense doesn't kill you something else will.
Jaison ist ein ehemaliger Cop der versuchte als Alleinverdiener sich, seine Frau und seine kleine Tochter zu versorgen. Das einzige was wirklich an Harmonie erinnerte war der Umgang mit seinem Mädchen. Zu seiner Frau hatte er nie eine besonders enge Bindung gehabt. Aber wenn man schon eine Frau schwängerte dann entzog man sich keiner Verantwortung und steckte ihr auch einen Ring an. Aber auch in einer freudlosen Ehe lässt es sich aushalten. Die Seuche beendete die Beziehung ziemlich rasch. Doch viel bekam er mit denn um das College seiner Tochter zu finanzieren tat er bereits etwas, was er vor nicht all zu langer Zeit nicht für möglich gehalten hatte: Er entführte die Tochter eines reichen Geschäftsmannes um von ihm genügend Geld zu erpressen. Ob sie aber überhaupt je auf das College gegangen wäre, steht in den Sternen. Eigentlich hatte sie das Potential. Die Möglichkeit. Aber sie hatte auch einen gewissen Hang. Ganz wie ihr Daddy. Der korrupte Cop der für die - für ihn - gute Sache nicht nur ein illegales Ding gedreht hätte. Die Familie ist nun verloren. Seine Geisel hatte er in den zehn Monaten Apokalypse weiterhin gefangen gehalten. Hatte alleine überlebt um auch sie am Leben zu halten. Die Frau der er unbewusst den Verstand vergiftet hatte, von seinem eigenen ganz zu schweigen, und für die er sich verantwortlich fühlt. Harte Schale, dunkler Humor und zumindest ein halb weicher Kern im Inneren.
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#1



Part01: Devil?




Die Sonnenstrahlen bahnten sich ihren Weg durch das dichte Blätterwerk der Bäume des Waldes um den kleinen Ort. Die Hütte vor Jahren zu kaufen war eine Überraschung zum 16. Geburtstag seiner Tochter gewesen. So hatten die beiden ein wenig Zeit für sich verbringen können wenn Jaison kein Interesse an einem Familienausflug mit der Mutter der Kleinen hatte. Und das war öfter der Fall. Sie hatte sich nicht mehr groß gewundert. Natürlich war ihr irgendwann aufgefallen dass ihre Eltern nicht so vertraut miteinander umgingen wie die Eltern ihrer Freunde. Doch sie war ein schlaues Mädchen. Oder sie war es einfach so gewohnt und es war ihre Realität. Auch wenn ihre Art Beziehungen zu führen davon Einfluss genommen zu haben schien. Es war für sie völlig in Ordnung Partner zu haben für die sie keine tiefen Gefühle hegte. Andererseits fand es Jaison so auch besser. Nicht akzeptierte Jungs wurden so schneller abgesägt wenn er als Vater sie nicht für gut genug empfand. Und gut genug bedeutete nicht gut genug um ein Schwiegersohn zu werden. Sondern einfach gut genug für den Moment. Ja es war eine kaputte Familie, doch keine war perfekt. Seine zumindest schon seit mindestens zwei Generationen nicht. Geld war schon immer nicht im Übermaß vorhanden gewesen und: Im Ghetto geboren wirst du im Ghetto sterben. Aus schlechteren Nachbarschaften rauszukommen war einzig und allein Rappern und Vivian Ward vorbehalten. (Nicht dass er Pretty Woman gesehen hatte!.. Ok doch, weil es Kareens Lieblingsfilm war und er es mit ihr mindestens neun Mal anschauen musste.) Man sollte sich Jaison Myers nicht als einen Mann vorstellen dessen Wecker Schüsse gewesen war, die in den Gassen widerhallten. Natürlich nicht. Es war einfach nicht die beste Gegend gewesen. Als er sich entschied Polizist zu werden sahen seine Freunde es mit stark gemischten Gefühlen. Verräter? Insider? Jaison hätte nun alles werden können oder gar nichts. Was jedoch ebenfalls einem Verräter gleich gekommen wäre. Als Kareen unterwegs war war jedoch spätestens klar, dass er wieder zurück kam. Wobei man nicht behaupten könnte dass er immer der gute Cop gewesen war. Er hatte seine Deals nebenbei. Sorgte dafür dass seine besten Freunde aus Kindheitstagen nie erwischt wurden. So kam immer ein paar Dollar extra rein. Und so sparte er sich auch die Kohle für das Häuschen. Und wenn er den ganzen Fuck so betrachtete der in den letzten Jahr passierte, dann war es die richtige Entscheidung gewesen.

Sein Blick wanderte zu der Hütte aus Holz. Er selbst stand an dem Schuppen einige Meter entfernt und ließ den Blick weiter über die Bäume wandern. Der Wald war dichter geworden und war näher an die Hütte gekommen seit er sie gekauft hatte. Zwischen den Büschen und Geäst am Boden verteilt lagen Fallen versteckt. Bären- und Kleintierfallen. Big Stone Gap war frei von weiteren Überlebenden. Zumindest hatte der Myers keine in den letzten zehn, elf Monaten entdeckt seit dem die Seuche gewütet hatte. Die meisten Bewohner wurden zombifiziert oder getötet. Die wenigen die hier überlebten waren geflüchtet während er mit seiner äußerst unfreiwilligen Begleitung es sich hier einrichten konnten. Eine provisorische Barriere war um das Grundstück gebaut. Etwas, woran er nun täglich arbeitete und sich so fit halten konnte während er nach Vorräten plünderte. Schließlich war es an ihm sie beide am Leben zu halten. Ihn und das ehemals reiche Prinzessin welches er in dem Keller festhielt. Für sie hatte er damals in der Planung sogar einen Käfig angefertigt. Verrückt? Eher vorausschauend. Was das aus ihm gemacht hatte war ihm überaus bewusst. Reue verspürte er jedoch keine. Selbst dann nicht wenn er daran dachte, dass sie ihre Eltern nie wieder sehen würde. Also, mal ehrlich: Wie hoch war die Wahrscheinlichkeit dass die reichen Säcke sich gerettet hatten? Sie hatten zwar Geld, aber nach seiner Erfahrung nach war sich jeder nur selbst der Nächste. Und er hatte nicht einmal das Geld übrig seine Tochter von dem Cop freizukaufen. Dabei war die Summe für den Geschäftsmann wohl kaum der Rede wert gewesen. 250.000 Dollar wären für ihn Taschengeld gewesen. Vermutlich kostete seine verdammte Rolex die er immer stolz bei seinen Interviews getragen hatte so viel. Wie gern Jaison sie ihm die auch noch genommen hätte. Bei dem Gedanken drehte er sein linkes Handgelenk. Das schäbige Lederarmband seiner eigenen Uhr sah verbraucht aus. Abgenutzt vom jahrelangem Tragen. Wenn sie ihm nicht bald abfallen würde, dann würde er sie wohl genervt dem nächsten Verwesendem in den Rachen stopfen. Die Uhrzeit sagte sie ihm auch schon seit Monaten nicht mehr, da die kleine Batterie den Geist aufgegeben hatte. Da es unwahrscheinlich war dass die Läden in BSG - wie er die Stadt einfach nannte weil der Name ihm einfach auf Dauer zu lang war - alle Knopfzellen abhanden gekommen war, was es schlicht und ergreifend einfach seine Faulheit. Es gab Wichtigeres.

Jaison drückte sich von der Wand des Schuppens ab und nahm den letzten Zug der Kippe die er genüsslich zum 'Feierabend' geraucht hatte. Zigaretten waren selten geworden. Aber die einst ca. 5.200 Stadt war sein kleines Königreich geworden und alles was sich in dessen Grenzen befand war für ihn sein Eigen. Damit auch jede einzelne Schachtel. Ob angefangen oder noch verschweißt. Die Stangen im Haus waren schließlich bereits aufgebraucht. Mit dem Absatz des Schuhs drückte er der glimmenden Rest aus und setzte sich in Bewegung. Die beiden mit einem Seil verbundenen Hasen über eine Schulter werfend schlenderte er in das Innere. @Harlow Carrington; die Blonde in seinem Keller, das ehemals reiche Püppchen; hatte schon seit Ewigkeiten keine echte Luft mehr auf ihrer blass gewordenen Haut gespürt. Es gab Momente, da tat sie ihm tatsächlich ein wenig Leid. Aber Jaison hatte nicht vor sie raus zu lassen. Er schätzte sie als nicht überlebensfähig ein. Davon abgesehen dass sie einen ziemlichen Sprung in der Schüssel hatte und er befürchtete dass sich dieser nur noch vergrößern würde. Nicht dass er es nicht heiß finden würde. Etwas verrückt war nie schlecht, nicht wahr? Nein, seine Gedanken wanderten in eine andere Richtung. Gedanken waren ok. Abgefasst hatte er sie auf diese Art jedoch das letzte Mal in der Nacht als er sie entführt hatte. Ob sie auch nur eine Sekunde geahnt hatte wie das für sie ausgehen würde? Hätte ihr Daddy gezahlt hätte er schon gewusst was er ihr bei ihrer Freilassung (ja, das hatte er tatsächlich vorgehabt) geratet hätte: Nicht mehr all zu bereitwillig mit fremden Männern zu schlafen um ihre Daddy Issues auszuleben die sie wohl offensichtlich haben musste. Jaison könnte ihr Vater sein, wenn das Alter eine Rolle spielte. Während seine Gedanken noch ein wenig an die letzten Monate mit ihr allein hier wanderte und wie er sich immer mehr an sie gewohnt hatte kochte er beiden etwas. Mahlzeiten, die sie in der Regel sogar gemeinsam einnahmen. Außer sie ging ihm auf den Sack. Dann stellte er das Essen so ab dass sie beinahe mit ihren Fingern an den Teller kam und ging wieder. Ob sie dann die nächsten Stunden hungerte war ihm dabei tatsächlich vollkommen egal. An Tagen wie diesen an welchen er sie quasi vollkommen allein gelassen hatte war er tatsächlich recht nett. Meistens. Mit beiden Tellern näherte er sich anderthalb Stunden später dem Keller. Der Duft stieg ihm in die Nase und sein Magen zog sich stellenweise zusammen vor Hunger. "Hallo, Schatz. Ich bin zu Hause.", grinste er bei ihrem Anblick und setzte sich auf den Sessel der in die Richtung ihres Käfigs gedreht war. Den Taller gab er ihr nicht. Erst schnitt er ihr das Fleisch. Er gab seiner Gefangenen doch kein Messer in den Käfig! Selbst die Gabel war aus Plastik.





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