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I’m an asshole. I admit it.
Jack Daniels
Lincoln Fox
23.05.2020 Besprechungsraum // Morgens
You can pay a mercenary to fight, you can't pay him to die.
43 Jahre hat Command Sergeant Major Jack Daniels überlebt. 43 Jahre, wo 90 % davon einfach nur reiner Bullshit gewesen ist. Mit einem Alki-Vater und Drogenabhängige Hure als Mutter, gab es lange Zeit nur ein Ziel in JDs Leben - das Leben seiner Schwester, Minnie, beschützen. Dann viel später gab es zu viele Leben, die es zu beschützen gab, dass JD sie schon gar nicht mehr zählen konnte... doch es gab nur 3, die so wichtig waren, dass der Verlust von zwei dieser Menschen, den Soldaten zerstört hat. Nach dem brutalen Ableben seiner Frau, das Verschwinden seiner kleinen Tochter, gab es noch nicht einmal mehr die Army, die ihn halten konnte. Er wandte sich von allem, bis auf seiner Schwester ab, schloss sich eine Gruppe von Söldner an... und der Rest hat mittlerweile keine Bedeutung mehr, denn die Zombies gefährden alles und jeden. Deswegen auch die Gruppe in der Atlantic University. Es soll einen sicheren Ort sein, für sich und die Zivilisten, die sich unter die Söldner gemischt werden. Aber auch das hat für JD nur sehr wenig Bedeutung, da er nicht weiß, ob seine Schwester noch lebt und auch keine Ahnung hat, wo er nach ihr suchen sollte.
Abwesend
#1
I’m an asshole. I admit it.
I’ve been going to weekly Assholes Anonymous meetings,
but it takes a long time to undo a few years of habit.


Die Anspannung, die von JD ausgegangen war, war in der letzten Nacht wieder abgefallen, als die Truppe um Fox zurückgekommen war. Der Dunkelhaariger hatte es geschafft sicher zur Universität zurückzukehren und hatte aus der Richmondumgebung doch etwas abstauben können. Zwar hatte der ehemaligen Command Sergeant Major der US-Army noch nicht mit ihm gesprochen, aber ihm war bewusst, dass die Berichterstattung vermutlich nun folgen würde. Wie auch die Besprechung darüber, was sie mit der Gruppe machen würden, die @Carson Phipps als Geisel genommen und wer wusste was mit ihr angestellt hatten. JD wollte es sich nicht wirklich vorstellen, doch leider hatte er in seinem Leben schon viel mehr erlebt und gesehen, als er irgendwie zugeben wollte. Es gab Sachen, die schob man soweit wie möglich aus dem Kopf heraus. Da machte es keinen Unterschied, ob man die selbst durchlebt, ausgeführt oder einfach nur gesehen hatte. Zumindest nicht in Jds Augen. Aber er war schon immer ein Mann, der sich viel eher auf die Arbeit konzentrierte, wenn es keinen anderen Ausweg gab. Carson hatte er am Doc weitergereicht, damit diese sich um sie kümmern konnte, bevor er sich zurückgezogen hatte. Die Furie hatte ihn ja doch mehr gereizt gehabt, als der Daniels gedacht hatte. Aber das spielte keine Rolle, denn es gab wohl weitere Frauen, die von der Truppe gefangen genommen wurden waren und so sehr, wie JD nicht den Samariter spielen wollte, wusste er, dass seine Truppe das nicht so stehen lassen würden. So waren sie nicht.

Er blickte von seinen schweren Stiefeln hoch, als die Anderen den Raum betrat und erhob sich als er Lincoln sah. Ein leichtes Grinsen umspielte das sonst so ernste Gesicht des Söldners, bevor er den Jüngeren einfach in eine brüderliche Umarmung zog. „Willkommen Zuhause, Bruder.“, sprach er leise aus, als er sich gelöst hatte und blickte dann wieder ernst. „Kommst leider zu einer scheiß Situation wieder.“ Jack rollte mit den Schultern, bevor er sich wieder hinsetzte und erwartungsvoll zu Lincoln blickte. „Aber erzähl, wie schlimm war es draußen?“ Da man auf alles vorbereitet sein musste, wollte der Daniels durchaus wissen, wie es um die umliegenden Dörfer und Städte aussahen. Nur für den Fall, dass sie irgendwann die Universität doch verlieren sollten.

Tanni
Junior Member
There are different kinds of family. When my life is on the line, that's my family fighting with me.
Lincoln Fox ist mit seinen 35 Jahren ein Mann, der es geschafft hat bis heute zu überleben. Und wenn er ehrlich ist? War der verfluchte Virus bisher eigentlich nur einer von vielen Gründen es vielleicht nicht zu tun. Er hat ein bewegtes Leben hinter sich, dass ihm durchaus schon die eine oder andere Lektion erteilt hat. Mal mit mehr, mal weniger prägendem Lerneffekt.

Schon bevor die Welt meinte untergehen zu müssen, war er Teil eines Söldnerteams, dass sich an den schäbigsten Orten der Welt die Hände schmutzig gemacht hatte. Und dabei ein ums andere Mal wohl auch voll in der Kloake des Teufels wühlte. Unschön, aber effektiv. Diese Handvoll Kämpfer sind seine Wahlfamilie - schon immer. Ein bisschen wahnsinnig vielleicht, aber eindeutig eine passende Gesellschaft. Zumindest hat er die richtigen Leute in seinem Rücken, die ihm diesen freihalten. Auch vor den Schatten seiner eigenen, ganz persönlichen Scheiße.

Zumindest weiß sonst kaum einer, dass er kurz nach Ausbruch von dem ganzen Mist von seinem Bruder, dem Virologen, kontaktiert wurde, um ihn aus der überlaufenen Norfolk-Base zu holen. Und auch nicht, dass obwohl es viele böse Wörter zwischen den Brüdern gegeben hatte (im Übrigen auch mit seiner restlichen Familie), er sich sofort auf den Weg machte. Nur um doch zu spät zu kommen – und am Ende gezwungen war, seinen Bruder zu töten, der infiziert worden war. Man kann sich vorstellen, dass er darüber nicht redet – und es ihm trotzdem zu schaffen macht. Und mit seinem Bruder starb im Übrigen noch das letzte, offiziell überlebende Mitglied der Fox-Familie.

Daher fiel es ihm auch nicht sonderlich schwer, letztlich alles andere hinter sich zu lassen und seine Zelte zusammen mit dem Team an der Atlantic University aufzuschlagen – und erstmal als oberstes Ziel das Überleben zu haben. Dabei kommt es wohl auch allen zugute, dass er ein ehemaliger Navy Seal ist und ein verflucht guter Schütze.
Offline
#2
Vor Jahren hatte sich der ehemalige Soldat abgewöhnt seinen Zielort mit Gefühlen zu verknüpfen. Dabei spielte es keine Rolle, ob in welche Richtung er sich bewegte. Es ging immer um die Strecke von A nach B – und die Orte waren austauschbar wie die Buchstaben vom Alphabet. Ohne, dass die Bedeutung dahinter – zumindest in seinem Tun und Handeln irgendwie sichtbar wurde. Es schien ihm gleichgültig – was ihm an Ende des Weges erwartete. Zumindest merkte man es ihm selten an. Weder Spannung, Aufregung, noch Aggression oder Freude. Vielleicht war es eine Frage von Effizienz – denn wer sich darauf fokussierte – neutral – ans Ziel zu kommen, der erreichte es auch. Tat, mit der gleichen Effektivität das was zu tun war, und bewegte sich dann weiter. Keiner von den Leuten, mit denen er unterwegs gewesen war zumindest hätte einen Unterschied machen können an seinem Verhalten. Nicht mal in der Sekunde als sie die ‚sicheren‘ Räumlichkeiten der Universität erreichten. Wo die anderen sich in Sicherheit angekommen wägten und erleichtert ausatmeten, zeigte Lincoln auch das keine Regung. Er tat noch immer was getan werden musste. Sondiert die Lage, prüfte die Situation, ging sicher. Hörte die ersten Erzählungen von diesem und jeden und nahm zu dem Zeitpunkt einfach nur zur Kenntnis.

Und als es an der Zeit war - und nicht eine Sekunde früher – suchte er DJ – und fand ihn letztlich. Sitzend, den Kopf und Blick geneigt – als würde er mehr als nur seine eigene Last auf den Schultern tragen. Ein Mann, der wusste was zu tun war und wann es zu tun war. Ein Mann auf den man sich 125%ig verlassen konnte. Und tatsächlich auch der Mann – als er hochblickte – den Lincoln selbst ein Lächeln entlockte. Eines das auch ohne große Worte klarstellte: Gut dich unverletzt wiederzusehen, du Arsch. Wobei der Titel eher dem Schein galt, als einer wirklichen Einstellung. Nicht mal in Gedanken musste man manches klar aussprechen. (Aber es hätte einen schier neckenden Unterton, wenn er es ausgesprochen hätte.) Nach seinen Einsätzen im Nahen Osten, hatte es niemals einen Ort gegeben, den er für sich als Heimat oder Zuhause deklariert hätte. Nie ein Ziel, dass ihm das Gefühl des endgültigen Erreichens gab. Zumindest nicht räumlich. Aber bei Menschen war das durchaus etwas anderes. Lincoln kehrte nicht nach Hause. Er kam zurück zu den Menschen, die ihm wichtig waren. Und erst als er wusste, dass es auch den letzten von Ihnen und in diesem Fall wohl auch den wichtigsten gut ging – eben diesem Teufelskerl - gestattet es sich der Bärtige für einen Moment die Spannung von seinen Minenspiel zu nehmen. Und kam an. Endgültig. Zuhause. Und das konnte auf jeden verfluchten Ort dieser Welt sein.

JD war im Übrigen einer der wenigen, der sich nicht gleich einen rechten Hacken einfing, wenn … so was tat, wie er tat. Denn auch, wenn Lincoln alles andere als auf Berührungen stand- geschweige denn auf lästige Umarmungen – war der Typ hier, wohl einer der wenigen der das Durfte, ohne sich direkt einen rechten Haken einzufangen. (Und er belog sich selbst effektiv mit der Behauptung, dass ihm das nicht selbst ein Stück weit gut tat. Weswegen er sie sogar erwiderte.) „Gut, wieder da zu sein. Aber du solltest dir echt bald mal ne Frau suchen.“ Zum Umarmen. Aber das Spiel kannten sie ja schon. Und JD würde das amüsierte Brummen vermutlich deuten können. Sie kannten sich lange genug.

„Ach was?“ Zum Thema scheiß Situation - er klang nicht sonderlich beeindruckt. Die Situation war auch kein Pony-Hof gewesen, als er losgezogen war. Es sei denn, sie machten aus dem Pony-Hof ein Schlachthaus und aus Ponys Menschen. „Ich dachte, ich könnte mir nun endlich mal einen Urlaub gönnen und ein paar Drinks am Strand schlürfen, den Inhalt von ein paar knappen Bikinis betrachten und Zielübungen mit Muscheln machen.“ Er sagte das knochentrocken, so als würde er es meinen. Aber so war er nun mal. Dann wurde er aber wieder ernster. Natürlich war die Situation nicht lustig, aber verdammt, irgendwas musste ja wie immer bleiben.

Erstmal hielt er sich aber an die Reihenfolge, die JD vorgab. Und da wurde sein Blick noch ernster, eher er sich selbst etwas schwerfällig auf einen der Stühle setzte. Den Rücken angelehnt und kurz irgendwas an der Decke studierend. Die Augenbrauen hebend, um dann zu schnaufen. „Wir haben schon schlimmeres überstanden.“ Er betone das wir, weil ihr Trupp das auch wirklich hatte. Zumindest mit nüchternen Maßstäben betrachtet. Es hatte ja kaum mal einen Auftrag gegeben, der nicht irgendwie vollkommen Wahnwitzig gewesen war. Aber da sein Blick dann einen Bogen zu der Tür machte? Stellte er auch klar, dass alle die sie hier beschützten vermutlich nicht so ‚gut‘ dastehen würden. Tatsächlich rieb er sich kurz die Nasenwurzel. „Sie werden mehr, zäher und unberechenbarer. Und alles was nicht infiziert ist, wäre trotzdem jede Kugel wert.“ Ja, so sprach ein echter Menschenfreund. Aber das waren die Erfahrungen von der Reise. Zumindest grob. Ein seufzten folgte. Früher oder später würde er einen besseren Bericht abliefern, mit Ballungszentren, Details die Wichtig waren. Aber erstmal…“Ist also auch Scheiße. Was ist hier passiert?“ Und es musste ja was passiert sein, bei der Begrüßung. Zumindest war es offenbar kein Sektfrühstück gewesen.



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