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don't run away
Isak Ryker
Kisa Arévalo
14.05.2020 Vor Isaks Haus
Ally
PEACE IS AN ILLUSION.
Peace is an illusion. And no matter how tranquil the world seems, peace doesn't last long. Peace is a struggle against our very nature.
I took the pistol and I've shoot all the lights.
I started living in the middle of the night.

Isak ist nie ein guter Bürger gewesen. Selbst als Kind befand er sich im kleinkriminellen Gewerbe, das war jedoch keine Vergleich zu dem, in was er später gerutscht ist. Manchmal macht man für die erste Liebe mehr als einem selbst gut tut. Besonders wenn diese die Tochter des Kopfes eines Menschenhändlerrings ist. Es passte absolut nicht zu ihm und er hat lange Zeit um seine Menschlichkeit gekämpft. Aber irgendwann war der Punkt gekommen, dass er auf diesem Pfad seine Familie verloren hätte. Besonders seine jüngere Schwester bedeutete ihm zu viel, weshalb er lernte einfach abzustumpfen.


Law never been a friend of mine.
I will kill again to keep them doing time.

Er war kein hohes Tier in diesem Ring. Auch wenn er letztlich sogar eine Ehe mit der Tochter eingegangen ist, wollte er nie einen höheren Rang bekleiden. Nicht dass er ihn vermutlich bekommen hätte. Aber er war 'zufrieden' damit für die Sicherheit zu sorgen und das die Mädels ordentlich wieder zurück und zum nächsten Kunden gelangten. Notfalls spielte er auch den Geldeintreiber. Also war es für ihn ohne hin auch besser seinen eigenen Moralkompass zu verschieben. Er hasste es zu sehen wie sie misshandelt wurden und die Vorstellung, was mit ihnen bei den Kunden passierte. Aber der Alkohol half ihn, so dass er gefühlskalt seiner Arbeit nachgehen konnte.


You should never ever trust my kind.
I'm a wanted man.


Seine Verganheit halt ihn jedoch in der neuen Welt zurecht zu kommen und zu überleben. Mit einer der ehemaligen Mädels schaffte er es so von einem Tag zum anderen, bis er sich einer Hotelgruppe anschloß. Obgleich er sich immer weniger mit dem Anführer abfinden konnte und einen höheren Beschützerinstinkt entwickeln. Besonders gegenüber Nyima, die mittlerweile eine enge Vertraute geworden war. Als er dann noch Kisa - auch ein ehemaliges Mädchen des Rings - vor dem Anführer rettete, geriet alles aus den Fugen. Die Raider waren im Hotel um sich vor der Kälte zu schützen. Es endete jedoch damit, dass beinahe alle seiner Gruppe ausgelöscht wurden und er keinen geringen Anteil daran hatte. Er stellte sich auf die Seite von Lucian, neben der er sich noch immer befindet und erneut als Sicherheit tätig ist. Zudem trägt er keinen geringen Anteil an dem Trauma, den Kisa dank ihm erlittet hat.


I got blood on my hands. Do you understand?
I'm wanted man"


Offline
#1
You don't need to run away
RUN AWAY






Isak saß auf den Stufen seines eigenen Eingangs. Die Stufen, die zu der kleinen Veranda vor der Haustür führten. Der Haustür, die zu seinem eigenen kleinen Haus führte. Seinem eigenen gottverdammten Haus. Ironisch dass erst die Welt untergehen musste. Seine Exfrau wäre sicher gleichzeitig stolz und herablassend. Zumindest wenn es nicht zusätzlich noch ein schickes Penthouse in einer angesagten Stadt gegeben hätte. Los Angeles musste selbstverständlich zusätzlich ein in Samt gekleidetes California King Sized Bed auf den göttlichen Körper warten. Man konnte über die Bitch sagen was was man wollte, heiß war sie und sie wusste es manipulativ einzusetzen. Ihn immer wieder über den Finger zu wickeln. Nein, das Haus hinter ihm war zu gutbürgerlich für die Prinzessin. Der Tochter des Königs des Menschenhändlerrings in Kalifornien und darüber hinaus. Isak wusste ganz genau welches Leben er geführt hatte. Wusste darum, dass es falsch war. Er hatte es nie vergessen. Jedoch auch nicht die Gründe, wessen Leben davon abhingen. Die Taten eines Mannes bestimmten nicht sein Wesen. Eine Lektion, die hart war für ihn zu lernen. Und was er jetzt war? Das wusste er nicht einmal. Er führte neben einem Exknacki eine Bande voller Gewalttätiger an, die es nach Blut dürstete. Manche von ihnen musste man sogar zügeln. Andere waren einfach schlechte Menschen und andere taten böse Dinge um zu überleben. Ohne nachzudenken, ob es eine andere Möglichkeit gab. Isak gehörte dazu. Er kannte es nicht anders und andererseits fühlte es sich auch einfach .. gut an. Gut ein Teil von etwas zu sein, was Stärke ausstrahlte. Er hatte Monate allein mit Nyima verbracht. Wusste wie hart es war. Es hatte ihn mit zu dem Mann geformt, den er heute war. Wusste, dass es da draußen keine Rücksicht gab und die Menschheit nur darauf gewartet hatte andere abzufucken. Friss oder Stirb. Töte oder du wirst getötet. Manchmal war es so einfach wie es klang. Isak lernte dass es sehr wohl wichtig war, in was für einer Gruppe man gewesen war. Er hatte das Hotel erlebt. Hatte weitere Abgründe entdeckt die er zuvor nicht kannte. Nur damit ihm das Schicksal mit Anlauf in die Eier sprang. Das Gesicht der Brünetten, ihr Ausdruck würde er ebenso wenig vergessen. Dass sie, die kurz davor war gerade vergewaltigt zu werden noch immer mehr Angst vor ihm hatte, als vor ihrem Schänder.

Das hier war sein verficktes Haus. Weil er Nyima nicht allein dem Haufen anvertraute gehörte sie grundsätzlich zu ihm. Wenn es um das Mädchen ging, vertraute er niemanden. Auch keinen Luc, den er jedoch mittlerweile sein eigenes Leben anvertrauen würde. Der Mann war hart, er war impulsiv und gewiss blutdürstig. Aber er hatte hier etwas aufgebaut, was sein Vorgänger nicht geschafft hatte und sorgte bei seinen Leuten für Schutz. Wer sich gegen ihn stellte, stellte sich gegen die gesamte Gruppe und musste bezahlen. Wenn seiner Schwester im Geiste jedoch irgendetwas zustieß, selbst 'aus Versehen', würde er jeden einzelnen abschlachten und den Mann rauslassen, den er versteckt hielt. Ihm war durchaus bewusst, dass er nicht nur eine fürsorgliche Seite in sich trug. Fuck. Er war die rechte Hand von Lucian fucking Roarke. Wie wahrscheinlich war es, dass ein 'guter' Mann diesen Posten je innehaben würde? Und dann gab es da Kisa. Eine ehemals genauso gefragte Ware wie Nyima. Als er sie unter dem kranken Hotelanführer sah brannten ihm alle Sicherungen durch. Prügelte ihm beinahe zu Tode. Ohne Reue. Ohne Mitleid. Er hatte es verdient. Selbstjustiz gehörte zu Isak wie atmen. Der Blonde kam nicht ohne Grund auf die Mexikanerin. Nicht, dass er nicht so schon an sie dachte. In Reue. Aus Sorge. Aus Selbsthass. Nein in diesem Moment war es, weil er die tiefroten und vollen Lippen gesehen hatte. Das hübsche Gesicht, wie es sich umwandte. Die Augen, wie sie vor Schreck größer wurden, als sie ihn da auf den Stufen sitzen sah. Das braune Haar, wie es im kühlen Wind bewegt wurde, als sie sich bereits umdrehte. "¡Kisa, no te muevas!" Isak war schneller auf den Beinen, als dass sein Gehirn auch nur die Möglichkeit hatte darüber nachzudenken. Die Worte ihr zu sagen, dass sie stehen bleiben sollte, waren vergebens. Natürlich würde sie das nicht. Er griff nach ihrem Handgelenk und zwang sie da zu bleiben. Ihn anzusehen. Sobald er jedoch realisierte was er tat ließ er sie los und hob die Hände. Ein Seufzen gefolgt von einem Heben seiner Augenbrauen, bevor er sie in den offenen Mantel verstaute und dort behielt. Ihr Blick verriet ihm auch ohne Worte, dass sie ihn lieber tot sehen würde. "Du musst nicht vor mir wegrennen.." Beinahe leise kamen die Worte über seine Lippen.

Lymi
Junior Member
Stop it. Do not feel safe with him. The Stockholm Syndrome is not your friend.
Wenn man in den Augen der 23-jährigen Kisa Santanico schaut, dann sieht man ihr an, dass sie durch die Hölle gegangen ist. Geboren am 3. März in Mexiko City, hatte die junge Frau es nie sonderlich leicht. Schon seit sie denken kann gehört Kisa der Unterschicht an und hat nie einen Abschluss in der Schule gemacht, da sie mit nur 13 Jahren von ihrer Eltern verkauft wurde, damit diese in die USA einwandern konnten. So hat Kisa die 7 Jahre in den Händen von Menschenhändler und anderem Abschaum verbracht, die sie nur missbraucht und misshandelt haben. Erst wenigen Wochen vor dem Ausbruch, konnte Kisa entkommen und ist nach San Francisco abgehauen, wo sie noch auf der Straße lebt, obwohl sie sich einen Job als Stripperin ergattern konnte. Nach allem was ihr widerfahren ist, ist Kisa noch immer gerade mal so der englischen Sprache mächtig. Durch einem Zufall wurde sie von den Raidern aufgabelt und nach einem versuchten Übergriff eines Mannes, der eine feindlichen Gruppen angehörte, kam Isak der jungen Frau zur Hilfe und rettete sie. Seitdem steht Kisa (widerwillig) in seiner Schuld und ist den Raidern bis auf dem Tod loyal.
Abwesend
#2



Ihren Platz in der Welt hatte Kisa vielleicht noch nicht gefunden, aber für dem Augenblick hatte sie einen Ort, wo sie mehr oder minder sicher war. Man mochte die Raider vielleicht als eher bösartig empfinden, aber die Mexikanerin fühlte sich nicht von den meisten der Mitglieder bedroht. Viel mehr fühlte sie sich sicherer, als sie sich je gefühlt hatte. Und würde es noch mehr tun, wenn es nicht für zwei Menschen wäre, die sie eigentlich nicht gehofft hatte, sie wieder zu sehen. Den einen, weil er mit für ihr ganzes Leid verantwortlich war und die andere... nun das war kompliziert. Bisher hatte Kisa es geschafft Nyima mehr oder minder aus dem Weg zu gehen, doch ihn hatte sie nicht meiden können. Auch wenn er sie vor dem ehemaligen Anführer des Hotelgroups gerettet hatte, hatte Isak Ryker ihr schon davor so viel Schlimmes angetan, dass eine ‚gute‘ Tat das nicht wieder gut machen konnte. Dennoch zwar sie sich immer wieder gezwungen mit dem ‚Mann‘ zu sprechen, weil keiner der anderen Raider ihre Sprache sprach und ihren Anführer, Luc, Isak als Sprachrohr benutzte. In der Zeit, wo sie nicht mit dem Mann sprechen musste, der ihr nach wie vor mit Albträumen versorgte, versuchte die Mexikanerin ihn zu meiden. Sie wollte nur ihre Aufgaben nachkommen und ihren Platz finden... und doch wollte das Schicksal scheinbar nicht das Gleiche für sie...

Sie hatte sich ja nur die Beine etwas vertreten wollen, als ihr jemanden im Augenwinkel auffiel, den sie nicht sehen wollte. Isak. Sofort fing Kisas Herz an zu rasen, sie spürte das Zittern ihre Hände, die Panik in sich aufkeimen, die immer kam, wenn er in ihre Nähe war. Schnell versuchte sie sich von ihm abzuwenden, zu verschwinden. Noch während sie sich in Bewegung setzte, hörte sie seine Stimme und sie war kaum zwei Schritte weg gekommen, als sie die Finger des Amerikaners um ihren Handgelenk spürte. Kisa erstarrte in ihre Bewegungen, als er sie sich zu drehte, die Augen weit vor Angst aufgerissen, die Lippen öffneten sich und doch kaum kein Schrei daraus. Erst als Isak sie wieder losließ, kam die Wut, unbändig, hitzig, und überwog ihre Angst vor ihrem ehemaliger Verkäufer, den sie am liebsten tot sehen wollte. „Lass mich in Ruhe!“, zischte sie ihm zu, als er ihr sagte, sie müsse nicht vor ihm wegrennen. „Ich will nichts mit dir zu tun haben. Warum verstehst du das nicht?“ Sie würde noch nicht einmal mit ihm sprechen, wenn es einen anderen Weg geben würde, wie sie verstehen konnte, was die anderen Raider von ihr wollten oder sie von ihnen.

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Isak ist nie ein guter Bürger gewesen. Selbst als Kind befand er sich im kleinkriminellen Gewerbe, das war jedoch keine Vergleich zu dem, in was er später gerutscht ist. Manchmal macht man für die erste Liebe mehr als einem selbst gut tut. Besonders wenn diese die Tochter des Kopfes eines Menschenhändlerrings ist. Es passte absolut nicht zu ihm und er hat lange Zeit um seine Menschlichkeit gekämpft. Aber irgendwann war der Punkt gekommen, dass er auf diesem Pfad seine Familie verloren hätte. Besonders seine jüngere Schwester bedeutete ihm zu viel, weshalb er lernte einfach abzustumpfen.


Law never been a friend of mine.
I will kill again to keep them doing time.

Er war kein hohes Tier in diesem Ring. Auch wenn er letztlich sogar eine Ehe mit der Tochter eingegangen ist, wollte er nie einen höheren Rang bekleiden. Nicht dass er ihn vermutlich bekommen hätte. Aber er war 'zufrieden' damit für die Sicherheit zu sorgen und das die Mädels ordentlich wieder zurück und zum nächsten Kunden gelangten. Notfalls spielte er auch den Geldeintreiber. Also war es für ihn ohne hin auch besser seinen eigenen Moralkompass zu verschieben. Er hasste es zu sehen wie sie misshandelt wurden und die Vorstellung, was mit ihnen bei den Kunden passierte. Aber der Alkohol half ihn, so dass er gefühlskalt seiner Arbeit nachgehen konnte.


You should never ever trust my kind.
I'm a wanted man.


Seine Verganheit halt ihn jedoch in der neuen Welt zurecht zu kommen und zu überleben. Mit einer der ehemaligen Mädels schaffte er es so von einem Tag zum anderen, bis er sich einer Hotelgruppe anschloß. Obgleich er sich immer weniger mit dem Anführer abfinden konnte und einen höheren Beschützerinstinkt entwickeln. Besonders gegenüber Nyima, die mittlerweile eine enge Vertraute geworden war. Als er dann noch Kisa - auch ein ehemaliges Mädchen des Rings - vor dem Anführer rettete, geriet alles aus den Fugen. Die Raider waren im Hotel um sich vor der Kälte zu schützen. Es endete jedoch damit, dass beinahe alle seiner Gruppe ausgelöscht wurden und er keinen geringen Anteil daran hatte. Er stellte sich auf die Seite von Lucian, neben der er sich noch immer befindet und erneut als Sicherheit tätig ist. Zudem trägt er keinen geringen Anteil an dem Trauma, den Kisa dank ihm erlittet hat.


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#3




Isak war ein anderer Mann. Das hier war er nicht. Oder etwa doch? Musste er der Welt etwas beweisen? Kisa? Oder sich selbst? Die Antwort darauf wusste der hochgewachsene Mann nicht. Aber wenn er so vor ihr stand, die Angst und die anschließende Wut in ihren Augen sah, dann war es völlig egal was es war. Denn das war alles einfach nicht wichtig. Vielleicht würde er irgendwann ihrem Wunsch entsprechen. Vielleicht war dieser Tag auch bald gekommen. Denn sein Stolz kratzte sie mit jedem Mal der Abweisung an. Würde er ihre Reaktion jedoch nicht verstehen, würde er auch ganz anders handeln. Dann würde er sich rumdrehen und keinen weiteren Gedanken mehr an das Mädchen verschwenden, welches trotzig vor ihm stand. Er wusste nie was passierte, wenn die Frauen zu ihren Käufern und Mietern geschickt wurden. Was hinter den verschlossenen Türen geschah. Er sorgte nur dafür, dass man nichts davon sah. Die äußerlichen Wunden konnte er verhindern oder rächen. Das war jedoch bereits alles. Das war ihm durchaus bewusst. Selbst Nishka hatte ihm nicht viel erzählt. Und Isak hatte nicht weiter gebohrt sondern ihr die Entscheidung überlassen zu reden. Er drängte nicht. Das würde er nie. Aber irgendwann reichte es selbst ihm. Er atmete tief durch, ließ seinen Blick dabei wandern und erfasste sie wieder fest mit seinen Augen. "Und für wie lange?", fragte er ruhig und zuckte mit seinen Schultern. "Hm? Wir müssen mit einander agieren und es ist ja nicht so, als würde ich dir auflauern und keine Zeit geben." Seine Stimme war angespannt während er sie daran erinnerte, dass sie in der selben Gruppe waren. Dass sie allein wegen der Sprachbarriere miteinander sprachen und es mussten. Auch jetzt redeten sie in spanisch, weil er wusste, dass sie sich mit englisch noch schwer tat und sich in ihrer Muttersprache wohler fühlte. Sich auszudrücken wusste. Selbst unbewusst kam er ihr noch entgegen.

Wie zum Friedensangebot hob er sachte beide Handflächen nach oben und kam langsam einen Schritt näher. Nicht mehr, nicht weiter. Sie würde ohne hin sonst direkt wieder abhauen. Selbst der Schritt, auch wenn er noch so klein war für einen Mann seiner Größe, würde ihr nicht recht sein. "Wie lange willst du noch vor mir wegrennen? Ich bin keine Gefahr für dich." Das war er nicht. Das war er nie. Selbst in der für sie schlimmsten Zeit. Schon ironisch. Für viele ging mit dem ersten Zombie die Welt unter. Sie jedoch wurde befreit und konnte endlich frei atmen. Seiner Meinung nach lebte sie wohl als einzige Überlebende nicht mehr in einer Welt voller Gefahren. Wie viele konnten das von sich schon behaupten? Nicht dass er große Hoffnungen hatte dass seine Worte etwas in ihr bewegen würden. Vermutlich war es wieder rein vergeudete Zeit. Isak wollte ihr sagen, dass es vorbei war. Die Zeit von damals. Dass er nicht vor hatte zuzulassen, dass ihr wieder etwas passieren würde. Sondern dass er für sie da sein würde, genau wie im Hotel. Aber dafür müsste sie gewillt sein ihm zuzuhören und nicht ständig davon laufen. Andererseits glaubte er nie daran dass es je zu einem ehrlichen Austausch kommen würde.

Lymi
Junior Member
Stop it. Do not feel safe with him. The Stockholm Syndrome is not your friend.
Wenn man in den Augen der 23-jährigen Kisa Santanico schaut, dann sieht man ihr an, dass sie durch die Hölle gegangen ist. Geboren am 3. März in Mexiko City, hatte die junge Frau es nie sonderlich leicht. Schon seit sie denken kann gehört Kisa der Unterschicht an und hat nie einen Abschluss in der Schule gemacht, da sie mit nur 13 Jahren von ihrer Eltern verkauft wurde, damit diese in die USA einwandern konnten. So hat Kisa die 7 Jahre in den Händen von Menschenhändler und anderem Abschaum verbracht, die sie nur missbraucht und misshandelt haben. Erst wenigen Wochen vor dem Ausbruch, konnte Kisa entkommen und ist nach San Francisco abgehauen, wo sie noch auf der Straße lebt, obwohl sie sich einen Job als Stripperin ergattern konnte. Nach allem was ihr widerfahren ist, ist Kisa noch immer gerade mal so der englischen Sprache mächtig. Durch einem Zufall wurde sie von den Raidern aufgabelt und nach einem versuchten Übergriff eines Mannes, der eine feindlichen Gruppen angehörte, kam Isak der jungen Frau zur Hilfe und rettete sie. Seitdem steht Kisa (widerwillig) in seiner Schuld und ist den Raidern bis auf dem Tod loyal.
Abwesend
#4
Isak mochte ihr vielleicht nicht selbst was angetan haben, aber der blonde Mann war mitverantwortlich für den Leid, welches sie jahrelang hatte ertragen müssen. Seine Anwesenheit war eine konstante Erinnerung, an den Tagen, als sie nicht mehr war, als eine billige Sexsklavin, die sich von seinen Leuten rumschubsen und missbrauchen lassen musste. Und auch Nishkas Anwesenheit war alles andere als angenehm für die Mexikanerin. Sie hatte ihre Freundin zurückgelassen, hatte ihr nicht helfen können, weil sie nicht wusste, an wem sie sich hätte wenden sollen und noch bevor sie dazu kam jemanden wirklich zu vertrauen, kamen die Untoten. Damit waren die Möglichkeit nicht einmal mehr gegeben, dass sie ihre Freundin hätte finden können... zumindest hatte Kisa nie gedacht Nishka wiederzusehen. Insbesondere nicht mit Isak an ihre Seite. Sie starrte ihn mit tobenden Augen an, Angst vermischte sich mit Wut und sie musste den Drang widerstehen ihren Finger in seiner Brust zu bohren als sie „Glaubst du wirklich, dass du alles was du mit zu verantworten hast, mit ein wenig Zeit wieder gut machen kannst?“ zischte. Das war doch unfassbar! Natürlich mussten sie irgendwie koexistieren, gefallen musste Kisa das jedoch nicht. Am liebsten wäre es ihr tatsächlich, wenn der Hüne einfach tot umfallen würde. „Oder mit ein paar netten Worten hier und da, während du für Lucian übersetzt?“

Die dunkeln Augen blitzten und die zierlichen Händen ballten sich zu Fäusten, während sie fest an dem Punkt stehen blieb, wo sie stand. Auch wenn alles in ihr vor dem Hünen weg wollte, der wieder den Abstand zwischen ihn zu schließen versuchte. Sie schnaubte bitter, als er meinte, er wäre keine Gefahr für sie. Er schien das wirklich zu glauben. Kisa sah es jedoch deutlich anders. „Hast du das auch so Nishka verkauft?“, fragte sie, mit angespannten Kiefer. „Dass du keine Gefahr bist, obwohl du nichts dagegen getan hast, dass sie und alle anderen leiden mussten, ohne das du je irgendwas dagegen getan hast?“ Der Blick wurde nur noch finsterer, während sie nun selbst einen Schritt auf Isak zuging und ihr Finger gegen seiner Brust stieß. „Du bist eine Gefahr, Isak.“, zischte sie ihm entgegen. „Sieh es endlich ein! Du bist genauso ein Monster, wie die Männer und Frauen, die uns wie Dreck für ihr Vergnügen benutzt und verletzt haben. Du hast keine Vergebung verdient!“ Wieder bohrte sie ihren Finger in Isaks Brust und neigte ihren Kopf etwas in den Nacken, damit sie diesen in die Augen ansehen konnte.

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Peace is an illusion. And no matter how tranquil the world seems, peace doesn't last long. Peace is a struggle against our very nature.
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Isak ist nie ein guter Bürger gewesen. Selbst als Kind befand er sich im kleinkriminellen Gewerbe, das war jedoch keine Vergleich zu dem, in was er später gerutscht ist. Manchmal macht man für die erste Liebe mehr als einem selbst gut tut. Besonders wenn diese die Tochter des Kopfes eines Menschenhändlerrings ist. Es passte absolut nicht zu ihm und er hat lange Zeit um seine Menschlichkeit gekämpft. Aber irgendwann war der Punkt gekommen, dass er auf diesem Pfad seine Familie verloren hätte. Besonders seine jüngere Schwester bedeutete ihm zu viel, weshalb er lernte einfach abzustumpfen.


Law never been a friend of mine.
I will kill again to keep them doing time.

Er war kein hohes Tier in diesem Ring. Auch wenn er letztlich sogar eine Ehe mit der Tochter eingegangen ist, wollte er nie einen höheren Rang bekleiden. Nicht dass er ihn vermutlich bekommen hätte. Aber er war 'zufrieden' damit für die Sicherheit zu sorgen und das die Mädels ordentlich wieder zurück und zum nächsten Kunden gelangten. Notfalls spielte er auch den Geldeintreiber. Also war es für ihn ohne hin auch besser seinen eigenen Moralkompass zu verschieben. Er hasste es zu sehen wie sie misshandelt wurden und die Vorstellung, was mit ihnen bei den Kunden passierte. Aber der Alkohol half ihn, so dass er gefühlskalt seiner Arbeit nachgehen konnte.


You should never ever trust my kind.
I'm a wanted man.


Seine Verganheit halt ihn jedoch in der neuen Welt zurecht zu kommen und zu überleben. Mit einer der ehemaligen Mädels schaffte er es so von einem Tag zum anderen, bis er sich einer Hotelgruppe anschloß. Obgleich er sich immer weniger mit dem Anführer abfinden konnte und einen höheren Beschützerinstinkt entwickeln. Besonders gegenüber Nyima, die mittlerweile eine enge Vertraute geworden war. Als er dann noch Kisa - auch ein ehemaliges Mädchen des Rings - vor dem Anführer rettete, geriet alles aus den Fugen. Die Raider waren im Hotel um sich vor der Kälte zu schützen. Es endete jedoch damit, dass beinahe alle seiner Gruppe ausgelöscht wurden und er keinen geringen Anteil daran hatte. Er stellte sich auf die Seite von Lucian, neben der er sich noch immer befindet und erneut als Sicherheit tätig ist. Zudem trägt er keinen geringen Anteil an dem Trauma, den Kisa dank ihm erlittet hat.


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#5




Er hatte immer weniger eine Ahnung von, was er erreichen wollte. Es wäre dumm gewesen zu glauben, dass sie sich bedankte und alles vergessen würde. sak war über die erneut aufgeflammte Wut auch keinesfalls überrascht. Es kam nicht unerwartet und war vorhersehbar. Selbst wenn sie ihm bisher erfolgreich aus dem Weg gehen konnte, wenn sie nicht gezwungen wurden miteinander zu arbeiten. All seine Worte brachte nichts, schürten nur Kisas Wut weiter bis sie sogar auf ihn zu ging. Das war es, was Isak dann doch überraschte. Er zog seine Augenbrauen zusammen und stand einfach nur da. Wartete, beobachtete. Hörte zu was sie ihm zu sagen hatte und unterbrach sie nicht. Beinahe konnte er ihre Wut spüren, die durch ihre Brust schlug und durch ihre Adern floß, bis sie sie an ihn durch ihren Finger weiter gab. Isak unterließ es auch zu antworten. Denn nein, er glaubte nicht daran dass ein wenig Zit ausreichen würde. Sie hatte auch einen völlig anderen Charakter und lebte anders mit unangenehmen Ereignissen als er. Oder Nishka. Niemand den er sonst kannte reagierte so darauf, was sie durchgemacht hatte. Oder sie steckte sehr tief in der Verarbeitung des Ganzen. Nicht dass er es ihr verübeln konnte. Sie hatte seit Jahren keine Pause und dann gab es einen Virus der mehr aös die Hälfte der Bevölkerung ausrottete. Eine Scheiße jagte die andere. Dass Kisa ihn so verurteilte hätte ihm klar sein sollen. Er wusste, dass sie ihn für ein Monster hielt. Ihre Worte gaben dem Ganzen jedoch mehr Tiefgang und eine klarere Bedeutung.

„Hast du das auch so Nishka verkauft?“
De Worte hallten in Isaks Kopf länger nach als alles andere. Die Antwort, die ehrliche Antwort, auf diese Frage würde Kisa wohl nur noch wütender machen. Sein eigener Kiefer spannte sich nun sichtbar an. Für einen langen Moment ließ er es zu, dass ihr Finger sich weiter in seine Brust bohrte. Dann jedoch schnellte seine Hand hoch und umschloss fest ihr Handgelenk. Binnen einer Sekunde verschwand der Abstand zwischen ihnen beiden. "Genug.", knurrte der hochgewachsene Ryker und blickte ihr fest in die Augen. Ließ sie in keinsterweise los und lockerte auch nicht seinen Giff oder Blick. Isak hatte keine Lust mehr darauf ihr die Oberhand zu lassen. Natürlich konnte er sie einen großen Teil verstehen. Selbst ein Mann der um Sühne bittet hat jedoch seine Grenzen. "Nishka weiß, dass ich erneut so handeln würde.", sprach er fest, jedoch ruhig und bestimmt. Es entsprach der völligen Wahrheit. "Ich würde nichts anders machen." Für einen langen Moment blieb er so stehen. Ohne auch nur daran zu denken seine Aussage zu begründen. Erst dann ließ er sie los, den Blick hielt er gesunken. Isak wurde erst jetzt bewusst, dass er dadurch wohl jegliche Chancen auf Vergebung verloren hatte. Nicht nur verloren, restlos zerstört. Isak atmete ein und errichtete wieder den körperlichen Abstand, in dem er drei Schritte zurück ging. Erst dann blickte er wieder auf und in Kisas Gesicht.

Lymi
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Wenn man in den Augen der 23-jährigen Kisa Santanico schaut, dann sieht man ihr an, dass sie durch die Hölle gegangen ist. Geboren am 3. März in Mexiko City, hatte die junge Frau es nie sonderlich leicht. Schon seit sie denken kann gehört Kisa der Unterschicht an und hat nie einen Abschluss in der Schule gemacht, da sie mit nur 13 Jahren von ihrer Eltern verkauft wurde, damit diese in die USA einwandern konnten. So hat Kisa die 7 Jahre in den Händen von Menschenhändler und anderem Abschaum verbracht, die sie nur missbraucht und misshandelt haben. Erst wenigen Wochen vor dem Ausbruch, konnte Kisa entkommen und ist nach San Francisco abgehauen, wo sie noch auf der Straße lebt, obwohl sie sich einen Job als Stripperin ergattern konnte. Nach allem was ihr widerfahren ist, ist Kisa noch immer gerade mal so der englischen Sprache mächtig. Durch einem Zufall wurde sie von den Raidern aufgabelt und nach einem versuchten Übergriff eines Mannes, der eine feindlichen Gruppen angehörte, kam Isak der jungen Frau zur Hilfe und rettete sie. Seitdem steht Kisa (widerwillig) in seiner Schuld und ist den Raidern bis auf dem Tod loyal.
Abwesend
#6
Sie wusste nicht, was Isak sich einbildete mit sein Handeln zu erreichen, doch es war für die Mexikanerin unmöglich, ihm die Vergebung zu geben, die er sich so sehnlichst suchte. Sie konnte, nein, sie wollte ihm nicht diese Vergebung geben. Nicht, nachdem was sie alles durchgemacht hatte. Nicht, mit den Narben, die sowohl auf Körper, wie auch auf der Seele trug. Sie war keine gläubige Person und doch hoffte sie inständig, dass er für seine Taten irgendwann in der Hölle schmoren würde. Irgendwann würde Lucian dahinter kommen, was für einen Menschen, er sich an die Seite gebunden hatte und dann würde Isak hoffentlich dahin verschwinden, wo all die Menschen hin verschwanden, die außerhalb von Lucians Gnade gefallen waren. Nur Wenige hatte Kisa seitdem wiedergesehen, auch wenn sie zugeben musste, dass sie es nicht wirklich Schade um diese Personen gefunden hatte. Auch wenn sie keine Ahnung hatte, warum Lucian sie bestraft hatte. Aber es war auch nicht notwendig, das zu wissen. Zumindest nicht für die Mexikanerin, die ihren Finger weiterhin in Isaks Brust bohrte, als könne sie ihm damit durchs Herz stechen und ihm diesem zum stehen bringen konnte. Auch der Blick, der auf dem Blonden lag, sprach Bände über das aus, was sie am liebsten mit ihm tun würde. Er wollte Vergebung? Den könnte er haben, wenn er die Hälfte seines Lebens mit der Hölle gelebt hatte, den sie ertragen musste.

Schneller als sie reagieren konnte, spürte sie seine Hand um ihren Handgelenk und beinahe hätte Kisa gezischt. Sie hasste diese Berührung, auch wenn Isak ihr nicht damit weh tat. Es war jedoch fest genug um vergangene Ängste wieder an die Oberfläche zu bringen, wenn aber auch nur hinter dem Wut und den Hass, dass sie für ihn spürte. Sie spürte die Wärme seines Körpers, als er den Abstand schloss und spannte sich zum zerbrechen an. Die Augen fixierten tobend seine. Sie ignorierte jedes andere Gefühl, dass sein intensiven Blick ihn ihr auslöste, konzentrierte sich auf ihre Wut und den Hass. Seine Worte bestätigten jedoch das, was sie ihm schon an den Kopf geworfen hatte. Er war ein Monster. Er bereute nicht für eine Sekunde, dass er mit geholfen hatte, ihr Leben zu ruinieren. Sie schnaubte und schüttelte nur mit dem Kopf, als er sie dann wieder losließ und den Abstand zwischen ihnen wieder herstellte. „Und dann willst du mir weiß machen, dass du nicht das Monster bist, dass ich jeden Tag in dich sehe, Isak?“, brachte sie ihm entgegen und schüttelte wieder mit dem Kopf. „Du bist einfach nur unfassbar.“ Natürlich war sie durchaus dankbar, dass er sie vor wenigen Wochen noch davor bewahrt hatte, erneut vergewaltigt zu werden, aber das machte nicht die Jahre der Qualen wieder gut, die sie erlitten hatte. Doch statt zu gehen, wie sie es nun könnte, blickte sie weiterhin in diesen Augen, die ihr Albträume bescherten, konnte sich nicht wirklich von ihn lösen...

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Isak ist nie ein guter Bürger gewesen. Selbst als Kind befand er sich im kleinkriminellen Gewerbe, das war jedoch keine Vergleich zu dem, in was er später gerutscht ist. Manchmal macht man für die erste Liebe mehr als einem selbst gut tut. Besonders wenn diese die Tochter des Kopfes eines Menschenhändlerrings ist. Es passte absolut nicht zu ihm und er hat lange Zeit um seine Menschlichkeit gekämpft. Aber irgendwann war der Punkt gekommen, dass er auf diesem Pfad seine Familie verloren hätte. Besonders seine jüngere Schwester bedeutete ihm zu viel, weshalb er lernte einfach abzustumpfen.


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I will kill again to keep them doing time.

Er war kein hohes Tier in diesem Ring. Auch wenn er letztlich sogar eine Ehe mit der Tochter eingegangen ist, wollte er nie einen höheren Rang bekleiden. Nicht dass er ihn vermutlich bekommen hätte. Aber er war 'zufrieden' damit für die Sicherheit zu sorgen und das die Mädels ordentlich wieder zurück und zum nächsten Kunden gelangten. Notfalls spielte er auch den Geldeintreiber. Also war es für ihn ohne hin auch besser seinen eigenen Moralkompass zu verschieben. Er hasste es zu sehen wie sie misshandelt wurden und die Vorstellung, was mit ihnen bei den Kunden passierte. Aber der Alkohol half ihn, so dass er gefühlskalt seiner Arbeit nachgehen konnte.


You should never ever trust my kind.
I'm a wanted man.


Seine Verganheit halt ihn jedoch in der neuen Welt zurecht zu kommen und zu überleben. Mit einer der ehemaligen Mädels schaffte er es so von einem Tag zum anderen, bis er sich einer Hotelgruppe anschloß. Obgleich er sich immer weniger mit dem Anführer abfinden konnte und einen höheren Beschützerinstinkt entwickeln. Besonders gegenüber Nyima, die mittlerweile eine enge Vertraute geworden war. Als er dann noch Kisa - auch ein ehemaliges Mädchen des Rings - vor dem Anführer rettete, geriet alles aus den Fugen. Die Raider waren im Hotel um sich vor der Kälte zu schützen. Es endete jedoch damit, dass beinahe alle seiner Gruppe ausgelöscht wurden und er keinen geringen Anteil daran hatte. Er stellte sich auf die Seite von Lucian, neben der er sich noch immer befindet und erneut als Sicherheit tätig ist. Zudem trägt er keinen geringen Anteil an dem Trauma, den Kisa dank ihm erlittet hat.


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#7




Isak hatte nie um Vergebung gebeten. Nicht laut. Es wäre schließlich naiv und dumm ihr die Frage zu stellen. Aber ob er eines Tages daran dachte und eine seichte Hoffnung hatte? Als er sie so nahe an sich festhielt und in ihre giftigen Augen blickte, die Worte aussprach nach dem er ihr einfach nur zugehört hatte .. nein. Die Hoffnung starb kläglich und grausam. Und nicht einmal Kisa zerdrückte sie in ihren zierlichen Händen. Es war Isak selbst. Die Mexikanerin würde wohl nie den Unterschied des Jobs erkennen. Sie verband ihn mit den schlimmsten Jahren ihres Lebens. Und das konnte er ihr nicht verübeln. Dass er ein Gewissen hatte, wenn auch irgendwann Alkoholkrank und beinahe erdrückt, jedes Mal wenn er eines der Mädels zu jemanden brachte zählte nicht. Es hatte nie gezählt. In ihrer Geschichte war Ryker der Böse. Der Gegenspieler eines jeden Helden. Das Biest unter dem Bett eines Kindes. Es gab so viele Bezeichnungen. Doch Monster tat es von ihm aus auch. Er würde dennoch seine eigene Meinung haben und diese behalten. Auch wenn es das nur noch schlimmer machte. Und das wusste er.

Er hatte aber auch gedacht zu wissen dass sie verschwand, sobald sie ihm unter die Nase rieb, dass er sie lediglich bestätigt hatte. Wallende Haare und auf un davon. Vielleicht in eines der Gebäude in der Nähe, sodass er die Tür hinter sie zuknallen hörte. Aber nicht davon geschah. Noch immer stand die Brünette vor ihm. War nicht einmal weiter zurück gewichen. "Nein.", sprach er nun endlich. Rau. Dunkel. Man sah das Schlucken kaum, aber seine Kehle war trocken. Die Schultern strafften sich und er blickte ihr direkt in die Augen. "Ich sagte nie dass ich kein Monster sei." Er sprach ruhig. Die Umgebung um sie herum war dafür leise genug. Sie waren allein. Die nächsten Mitglieder der Gruppe war um einiges weiter weg. Sie konnten sie nicht hören, wenn sie normal weiter sprachen. "Sondern dass ich keine Gefahr für dich bin, Kisa." Damit beendete was er sagen wollte. Damit konnte sie machen was sie wollte. Bis auf dass er immer wieder das Gespräch und ihre Nähe aufsuchte hatte er ihr nie etwas angetan. Der Zwischenfall im Hotel würde er ebenso wiederholen. Spontan, ohne nachzudenken wie ein Reflex. Vollkommen egal, wie sehr sie ihn verfluchte und sich mit Klauen und blutverschmierten Reißzähnen vorstellte. Langsam nickte Isak. Das war alles was er sagen wollte und drehte sich damit um, um dafür selbst zu gehen.



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