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Samantha Blythe
24 Jahre
Raider
Scout
Virginia
Gespielt von Artemis
The world is an evil place, strong prey on the weak, rich on the poor; I’ve given up hope that there is a God that will save us. How should I believe that there’s a heaven, when all I see is hell.
24 Jahre ist es her, als Samantha Blythe in eine kleinbürgerliche Familie hineingeboren wurde. Alle freuten sich auf sie, selbst der große Bruder konnte es nicht erwarten, endlich der kleinen Schwester angesichtig zu werden.
Diese Freude begleitete Sam, wie sie liebevoll genannt wurde von erstem Tage ihres Lebens an. Beide Elternteile ließen ihr und ihrem 5 Jahre älteren Bruder alle Liebe angedeihen, die sie ihren Kindern zu geben vermochten. Nun wäre es falsch anzunehmen, dass es Sam niemals an irgendetwas gefehlt habe, aber dennoch war ihre Kindheit durchaus glücklich.
Glücklich war ebenfalls die Wahl ihres Bildungsweges, denn nach Abschlusses einer Highschool immatrikulierte sie an der Universität, um dort Kunst und Mediendesign zu studieren. Wie sich bald herausstellen sollte, hatte das junge Mädchen eine außergewöhnliche Begabung für alle Fächer solcherart, die mit Kreativität zu tun hatten.
Aber selbst eine solch kreative Frau wie Samantha konnte sich nicht mal in ihren wildesten Träumen ausmalen, was vor wenigen Monaten passieren sollte, als plötzlich Horden von Untoten über die Stadt herfielen. Die geschockte Frau wurde von ihrem Bruder getrennt und musste fliehen. Doch zu ihrem Glück hilft ihr ihre Kreativität auch auf dem Gebiet des täglichen Kampfes ums Überleben weiter. Zumindest bis zu jenem Tag, als sie den Raidern in die Falle ging…
Jene scheinen ihre Fähigkeiten zu schätzen zu wissen und sie hat sich mit ihrer Situation arrangiert. Sam kann Karten lesen und auch selber zeichnen, kann sich die Umgebung gut einprägen und mit dem Blick der Künstlerin Dinge ausmachen, die den Kriegern entgehen. Allerdings fühlt sie sich nicht wirklich wohl in der Gruppe, aber sie hat ein klares Ziel. Überleben? Und vielleicht noch ihren Bruder finden. Aber in erster Linie… Nicht sterben.
Noveske N4 CQB
Butterfly-Messer
Lederhalsband mit Wolfspfoten Anhänger
Kompass
Solar-Armbanduhr
Rucksack
Papier und Stift

Sam hat es eigentlich super getroffen. Sie hat Eltern, die sie lieben, einen tollen großen Bruder, Freunde, die alles für so tun würden und das, was sie „beruflich“ tut, macht ihr Spaß. Auch wenn ihr Vater es ihr etwas übel nimmt, dass sie es genauso wie ihr großer Bruder Jason ablehnt, ins Familiengeschäft einzusteigen und die Immobilienfirma eines Tages zu übernehmen, so hat sie doch ein ausgezeichnetes gutes Verhältnis zu ihm, auch wenn sie eher nach ihrer Mutter kommt. Sie ist eher kreativ als pragmatisch, so dass es nicht verwunderlich ist, dass sie lieber Grafikdesign, Filmkunst und Theater studiert, als irgendein wirtschaftliches Ding abzuziehen.
Sie ist sehr versiert mit dem Computer und kann fast wie aus dem nichts wundervolle Bilder zeichnen oder aus einem Bild mithilfe der PC-Bearbeitung ein ganz anderes machen. Photoshop ist neben ihrem Bruder ihr bester Freund und einige ihrer Freunde beneiden sie sogar ein wenig, auch wenn sie es ihr nie ins Gesicht sagen würden. Anders ist das allerdings mit dem Handy. Obwohl auch das eigentlich ein kleiner Computer ist, kommt sie damit so gut wie gar nicht zurecht. Sam selbst ist der festen Meinung, ihr Handy hasst sie und sie ist froh, dass sie es wirklich nur zum Telefonieren oder SMS schreiben benutzen muss.
Sam ist ein sehr höflicher und freundlicher Mensch und geht auf andere normalerweise sehr offen zu, es sei denn, es handelt sich dabei um eine oder die aktuelle Freundin ihres großen Bruders. Denn die hasst sie aus Prinzip. Sam hat keine Ahnung wieso das so ist, doch bisher war ihr keine Frau gut genug für Jason, sodass sie die Meisten recht schnell wegekelte. Ihr Glück ist es in dem Fall auch, dass ihr Bruder und sie ein Herz und eine Seele sind und dieser sehr viel auf ihre Meinung hält. Wenn sie also seine Freundin nicht mag, dann hat sie normalerweise bei Jason schon verkackt.
Ansonsten ist sie ein richtiger kleiner Sonnenschein. Sie lacht eigentlich ständig, hat fast immer super Laune und selbst, wenn sie mies drauf ist, hat sie meist ein schmales Lächeln auf den Lippen. Sie ist ein wenig naiv und hat keine Ahnung, wie sie auf manche Leute wirkt. Es fällt ihr nicht auf, wenn ihr jemand hinterher schaut, sie anpfeift oder sie mit deren Blick förmlich auszieht. Genauso wenig merkt sie es, wenn jemand sie absolut nicht leiden kann und ist trotzdem offen, freundlich und nett zu dieser Person.
Ihre Familie und Freunde sind Sam sehr wichtig und sie würde alles opfern, wenn sie ihnen damit helfen kann. Hat man diese Ehre und dieses Privileg einmal erlangt, so kann man sicher sein, dass sie für einen durch die Hölle gehen würde. Man kann sich immer auf sie verlassen und sie ist einer der treuesten und loyalsten Menschen auf dieses Planeten. Sam steht immer zu 100% hinter den Menschen, die ihr etwas bedeuten und versucht selbst dann noch, sie rauszuboxen, wenn sie eigentlich schon mit beiden Beinen im Dreck stehen.
Sie hat keine Scheu, sich schützend vor die Menschen zu stellen, die ihr etwas bedeuten. Wer sich mit Sams Freunden und ihrer Familie anlegt, legt sich auch mit ihr an. Sie lässt sich niemals durch ihre Gefühle leiten, sondern ist sehr rational veranlagt. Denn auch wenn sie den gute gelaunten Sunnyboy… ähh. Pardon das gutgelaunte Sunnygirl mimt, hat sie doch Schwierigkeiten damit, jemanden in ihr Inneres blicken zu lassen. Ihr Vertrauen zu gewinnen ist nicht leicht. Weder ist sie ein einfacher Mensch, noch ist ihr Charakter leicht in Worte zu fassen. Sie ist jemand, der sich nicht leicht in die Karten blicken lässt und jemand, der nicht leicht zu durchschauen ist.

>Stärken & Schwächen<
+ Meist fröhlich- sie lässt sich von den meisten Dingen nicht einfach runterziehen, sondern bleibt mit einem Grinsen im Gesicht stehen und versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Selbst wenn einmal etwas schief geht, so ist eben das Kind in den Brunnen gefallen, wichtig ist, dass man sich keine unnötigen Vorwürfe macht, sondern versucht das Problem zu lösen. Immerhin ist sie ein Mensch und keine Maschine.
+ Hartnäckig
+ Ehrgeizig
+ Wissbegierig
+ Hat ein gutes Händchen für Musikalisches und andere künstlerische Dinge
+ Treu und loyal
+ Nett und höflich- ja, sie entschuldigt sich dafür, wenn du sie anrempelst
+ Humorvoll
+ Charmant und charismatisch
+ Spontan
+ Belastbar
+ Kompromissbereit
+ Familienbewusst

- Nachtragend
- Harmoniebedürftig: bei Streit oder Gewalt hat sie meistens das dumme Bedürfnis sich einzumischen und den Streit zu schlichten
- Eifersüchtig
- Ironisch und sarkastisch
- Temperamentvoll
- Tollpatschig: wenn jemand das Talent dazu hat sich den lebenswichtigen Kaffee über das frisch aus der Wäsche kommende Lieblings-shirt zu kippen, dann ist es Sam!
- Aufbegehrend, auch wenn sie nett und höflich ist, lässt sie sich dennoch nichts vorschreiben, sie ist sicherlich kein Mensch der nur dasitzt und smiled und nickt, wenn ihr etwas nicht passt, oder wenn für und über sie entschieden wird.
- Dickköpfig: wenn man sie überzeugen möchte, braucht man auch stichhaltige Argumente
- Energiegeladen: für sie selbst ist es wohl gut, wenn sie die Dinge mit voller Elan anpacken kann, aber manchmal geht sie den Leuten mit ihrem aufgedrehten Wesen einfach auf die Nerven.

Beziehungen
familie
[NPC] Alexa Blythe, geb. Sterling
56 Jahre » ehemalige Musikerin » verstorben
Mum war meine beste Freundin... Ich konnte immer und über alles mit ihr reden

[NPC] Jason Blythe
59 Jahre » Ex-Inhaber einer Immobilienfirma » verstorben
Unser Verhältnis war immer sehr gefestigt, Dad tat immer alles damit es uns gut ging

[NPC] James Matthew Blythe
29 Jahre » Polizist » verschollen
Wir verstehen uns blind und sind ein Herz und Seele

freunde
Keine Einträge vorhanden!
liebe
Keine Einträge vorhanden!
hass
Keine Einträge vorhanden!
bekannte
Keine Einträge vorhanden!
vergangenes
Keine Einträge vorhanden!

VOR DEM AUSBRUCH

Ich komme aus dem Land wo sich Elch und Bär noch gute Nacht sagen. Kanada bietet so ziemlich alles was mein junges Herz begehrte, jedenfalls wenn man so veranlagt ist wie ich. Anstatt Prinzessin zu spielen, war ich gerne der Abenteurer, der die Welt erkundete. Oftmals nahm mich mein Vater am Wochenende mit auf einen Campingtrip, wobei ich mir immer vorstellte auf eine Expedition zu gehen. Wohlgemerkt war mein damaliger Lieblingsfilm Jurassic Park und ja, ich hatte mich durchaus vorgestellt, als Forscherin und Archäologin auf alte Knochen dieser Urwesen zu stoßen. Der Erfolg blieb leider aus, aber das war auch nicht der Punkt. Schon alleine die Vorstellung war Teil des Spiels. Was ich aber durchaus fähig war zu finden, waren Fische. Fast jedes mal fuhren ich und mein Vater hinaus auf den großen See und angelten Stunden lang in stiller Idylle. Okay, das still ist gelogen, ich plapperte wie ein Wasserfall...
Aber auch der Prehistoric Park in Calgary selbst wurde beinahe regelmäßig von mir und meiner Familie besucht. Man kann sich wohl vorstellen, dass es nur zu meiner Dinosauriersucht beitrug. Und das Beste an jedem Besuch: ich durfte mir immer ein Souvenir mit nach Hause nehmen, wodurch meine Sammlung stetig anwuchs. Während die Mädchen lieber mit Barbies spielten, saß ich mit den Jungs zusammen und versetzte mich ins prähistorische Zeitalter. Meine damaligen liebsten Besitztümer waren ein Archäologenhelm und eine große T-Rex Figur. Das Einzig wohl wirklich klischeehaft mädchenhafte, dass ich damals getan habe, war es mit der Haarbürste durchs Zimmer zu springen und dazu Lieder zu trällern. Die musikalische Ader habe ich wohl von meiner Mutter vererbt bekommen. Ich hab auch ziemlich früh damit angefangen Gitarrenspielen zu lernen, denn nicht faszinierte mich so sehr, wie meiner Mum zuzusehen, als ihre Finger über die Seiten der Gitarre flitzten und so wundervolle Klänge erzeugten.
Mit dem Alter und der Offenbarung, dass es keinen Weihnachtsmann und keinen Osterhasen gibt, sah ich dann zur Gänze ein, dass ich wohl auf keine Dinosaurierknochen stoßen würde. Naja, ich fand Abwechslung indem ich hoch hinaus wollte, wortwörtlich. Die Natur rief nach wie vor nach mir und ich genoss es (Berg-) Wanderungen durch die nahegelegenen Nationalen Parks zu unternehmen, besonders der Banff und Jasper National Park waren beeindruckend, denn jene ziehen sich direkt entlang einer Gebirgskette der Rocky Mountains. Und wenn es mir doch einmal zu viel zu Fuß wurde, so ritt ich einfach durch die beeindruckende Landschaft, wie so ein kleiner Westernheld. Ihr müsst wirklich einmal die Augen schließen und euch das vorstellen. Das Rauschen des Wasserfalls, der Duft von frischen Blumen, dazu noch die bunten Farben dieser, welche den Boden pflasterten und sich über Kilometer wie ein Blumenmeer erstrecken, das Zwitschern der Vögel, die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut, die glitzernde Wasseroberfläche der Seen, hier hoppelt mal ein Häschen und dort baut sich ein Eichhörnchen eine Unterkunft und über allem erheben sich die glänzenden Gletscher. Ich schwör's euch, so viel Schönheit lässt sich gar nicht in Worte fassen. Wieso ich also nach Amerika gezogen bin? Das werde ich euch gleich erzählen.
Also als Kind, das noch außerhalb der Handygeneration aufgewachsen ist, war ich viel draußen unterwegs. Aber auch im Schulalltag betätigte ich mich in Clubs und Workshops, zwar war ich weder Cheerleader, noch Abschlussballprinzessin, aber ich habe stattdessen im Theaterclub bei der Aufführung von der Zauberer von Oz die böse Hexe des Westens gespielt und für mich entdeckt wie viel Spaß es mir macht. Außerdem habe ich auf dem Eis als Hockeyspielerin mein Unwesen getrieben. Was mich an Kraft kostete, kostete meine Mutter die Nerven, denn ich kam so gut wie nach jedem Training mit neuen Blessuren nach Hause. Auch war ich bei den Pfadfindern tätig und erkundete die herrliche Natur von Kanada und eignete mir einige Überlebensskills an. Doch dann kam der Tag an dem mein Vater mit Neuigkeiten nach hause kam. Anfangs war ich niedergeschmettert, denn es war die Offenbarung eines Umzugs. Ausgerechnet New York sollte es sein. Schon alleine der Gedanke an den großen Betonhaufen ließ mir einen kalten Schauer über den Rücken jagen. Aber ich war gewillt mitzugehen, alles hinter mir zu lassen und einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Es war seine Chance, jahrelang hatte er in der Imobillienfirma gearbeitet, Vertrauen aufgebaut und sich mit seinen Ehrgeiz beliebt gemacht und nun war der Moment indem es sich bezahlt machen würde. Dad hatte die einmalige Gelegenheit in New York eine der Firmen der Holding zu übernehmen, das einzige Manko war eben diese gewaltige Distanz. Wir wollten alle nicht, dass er nur am Wochenende zuhause sein würde, ausgelaugt von der Reise und kaum mehr im Alltag vorhanden. Deshalb auch die Entscheidung, dass wir alle gehen. Das Datum wurde nach meinen Schulabschluss angesetzt, sodass ich noch die Möglichkeit hatte, nicht noch ein Jahr wiederholen zu müssen, beziehungsweise mich nicht noch an ein anderes Schulleben gewöhnen musste.
Die erste Zeit war hart für mich, schon alleine weil ich mit diesen negativen Gefühlen anreiste, es dauerte einfach, bis ich mich mit den vielen Menschen und den extrem hohen Gebäuden anfreunden konnte. Überall dieser extreme Lärm und dieses überaus abgehetzte Verhalten der Leute. Glücklicherweise ist der Mensch nun einmal ein Gewohnheitstier und so konnte auch ich mich mit der neuen Umgebung arrangieren. Schlussendlich brachte es nicht nur negatives mit sich, denn mir wurde die Tür zur New York Film Academy geöffnet. Dort dauerte es auch nicht lange und ich fand neue Freunde und Wegbegleiter. Ich war gerade mal im Alter von 18 Jahren und schloss 4 Jahre später mit dem Bachelor of Fine Arts den Studiengang ab. Hauptpunkte dort waren die Grundsätze des Filmemachens, Screenwriting, Produzieren und Tanz. Ich liebte dieses praxisorientierte Lernen learning by doing war mir schon immer lieber, als irgendeinen trockenen Lernstoff in mein Gehirn zu pressen. Außerdem behält man sich die Dinge besser in Erinnerung, wenn man sie mit etwas realitätsnahen in Verbindung bringen konnte, jedenfalls ist es bei mir so. Auch der angebotene 4 Wochen Intensivkurs für Musical Theater war etwas was ich nie vergessen werde und zu meiner persönlichen Entwicklung beitrug. Es kann nie verkehrt sein, so etwas bei späteren Bewerbungen in seinen Unterlagen stehen zu haben.
Dann kam für mich der Praxisteil, in verschiedenen Firmen schnupperte ich in das Alltagsleben der Musical-Welt, damals noch eher im Hintergrund, oder nur in Form einer kleinen Nebenrollen, aber es war genug um für mich um zu bestätigen, dass ich den richtigen Weg gehe und ich unbedingt in diesem Bereich weiter arbeiten möchte. Dies tat ich dann, indem ich 1 Jahr Praxis zwischen den Studienalltag schob.
Danach wollte ich mein Studium in Form des Master of Fine Arts fortführen, doch noch bevor ich mich erneut ins Uni-Leben stürzen konnte, stürzte mein Leben in den Abgrund…

DER AUSBRUCH

Ich kann mich gar nicht wirklich an ein Datum erinnern, wann genau die Scheiße anfing zu dampfen. Zeit ist irgendwie ein irrelevantes Gut geworden, wenn man beinahe täglich ums überleben kämpft. Man lebt im Hier und Jetzt und versucht sich durchzuschlagen.
Wahrscheinlich haben die obersten Behörden schon viel früher über das Ganze Bescheid gewusst, denn normalerweise versucht man eine Massenpanik zu verhindern und das Problem möglichst unauffällig zu lösen. Aber man wusste ja gar nicht mit welchem großen Problem man es wirklich zu tun hatte und was es für Auswirkungen es haben würde. Selbst eine Quarantäne hätte hier wohl nichts genutzt, denn die Untoten ließen sich nicht einfach so wegsperren und gut ist‘s. Natürlich verbreitete sich der Virus in einer Großstadt wie New York ziemlich schnell, ein Ballungszentrum ist ein Herd für solch eine „Krankheit“.
Auf jeden Fall sickerten die Informationen zusehends dank den Nachrichtensendern durch. Anfangs hielt es jedoch sicherlich kaum einer für die Wahrheit. Ich konnte mich noch daran erinnern, dass ich auf Youtube ein Video von einem Zivilisten fand, indem ein Mann offensichtlich von der Polizei erschossen wurde und trotzdem danach wieder aufstand, als wäre nichts passiert. Die Kommentare zeigten, dass viele es entweder für einen Fake oder einen Marketing-gag für einen neuen Film hielten. Ich wünschte es wäre so gewesen…
Von Tag zu Tag sah man mehr Helikopter über den Himmel von New York ziehen und trotzdem ging jeder seinem täglichen Leben nach. Auch ich…
Ich war damals gerade in der Bibliothek gewesen, als ich einen Anruf von meinem Bruder erhielt. Er war total aufgelöst und schrie mich beinahe an, dass ich ihm sagen sollte, wo ich gerade war. Sobald ich ihm diese Information gegeben hatte, legte er auch schon auf und wenige Minuten zerrte er mich am Arm aus dem Gebäude. Doch noch ehe ich ihn fragen konnte was das Ganze überhaupt sollte, fingen die Sirenen des Großalarms an, durch die Straßen von New York zu heulen. Kurz daraufhin folgte der Einsatz von Lautsprecherwägen, welche die Bürger dazu aufriefen nach hause zu gehen und dort Fenster und Türen geschlossen zu halten... Doch schon ein paar Stunden später wurde versucht eine Evakuierung durchzuführen. Ich erinnere mich noch daran, wie mein Bruder mich zu einer Art Militärbasis fuhr. Dort wurde ich von Kopf bis Fuß untersucht, auch wenn ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste, wonach man genau gesucht hatte. Jonathan redete mir gut zu… Das ich hier sicher sein würde, dass er zurückkommen würde, um mich zu holen und ich keine Angst haben müsse… Aber tatsächlich war es das letzte Mal, dass ich ihn gesehen habe.

NACH DEM AUSBRUCH

Ich wartete und wartete… . Selbst hier versuchte man die Leute dumm zu halten. Niemand sprach wirklich mit uns. Es gab keinen Fernseher, kein Internet, man wusste nicht, was außerhalb des Komplexes vor sich ging. Und trotzdem hielt ich an meinem Glauben und an meiner Hoffnung fest, mein Bruder würde mich bald hier wegholen und alles würde wieder gut werden. Gerüchte wollten von einer Epidemie gehört haben, die allerdings bald wieder eingedämmt werde.
Denkste! Es wurde alles nur noch schlimmer, denn schon kurz darauf kamen die Untoten zu uns… Sobald die ersten Schüsse zu hören waren, wurde die Zivilbevölkerung unruhig und das nackte Chaos brach los. Alles passierte so schnell, überall waren Menschen, die kreuz und quer durcheinander liefen liefen – so sie nicht schon tot waren. Oder schlimmer noch, Untot. So geschah es denn auch, dass ich zum ersten Mal eine Leiche mit meinen eigenen Augen sah. Wahrscheinlich war es nur dem Adrenalin zu verdanken, dass ich mich nicht augenblicklich übergeben hatte.

Lange schlug ich mich alleine durch, ging abseits der Straßen und mied andere Überlebende. In dieser Welt war jeder sich selbst der Nächste, Zusammenhalt war wohl eher ein Wunschdenken.
Ich erinnere mich allerdings noch genau daran, wie ich auf sie gestoßen bin. Manchmal musste man eben doch zurück in die Zivilisation, auch ich... Besonders wenn es darum ging, etwas essbares zu finden. Ich kam in eine kleine Stadt, wobei mir hier am meisten das Schild einer zweistöckigen Bar ins Auge fiel. Zugegeben, ich war mir nicht sicher, ob es sich überhaupt lohnen würde, dort hineinzugehen. Wäre es nicht ein Ort wo JEDER zuerst suchen würde? Oder vielleicht dachten andere genauso wie ich und mieden diesen Platz deswegen? Vielleicht gab es darin noch Verstecken, die niemand entdeckt hatte. Vielleicht waren die Plünderer vor ihr ja unter Zeitdruck gewesen und konnten nicht alles untersuchen? Es gab nur einen Weg es herauszufinden. Deshalb machte ich mich daran, dieselbige zu untersuchen und was ich dann fand. war, als wäre ich auf Gold gestoßen. Essen! Ich konnte mich einfach nicht beherrschen und machte mich daran, eine Dose zu öffnen und mir den Inhalt einzuverleiben. Erst das Klicken einer Waffe ließ mich aufschrecken und ich blickte in das Gesicht einer Frau, die in meinem Alter sein mochte. Wie ein Tier, welchem man die Beute streitig machte, knurrte ich sie an. Kampflos würde ich nicht aufgeben, auch wenn die Bewaffnete klar im Vorteil war. Mir war, als würden Minuten verstreichen, in denen wir uns anstarrten, ehe sie die Waffe senkte. Dieses Zusammentreffen hatte mir gezeigt, dass es vielleicht doch noch Hoffnung gab. Dass nicht alle auf dieser Welt dem eigenen Überlebenswillen verfallen waren. Nachdem ich endlich mal wieder eine ruhige Nacht verbracht hatte, schlich ich mich allerdings davon.

Ich weiß nicht für wie lange, aber die Tage und Nächte zogen nur so an mir vorbei, es war, als wäre ich in einer Art Trance. Aber ich war definitiv hungrig, müde, ausgelaugt UND unvorsichtig. Denn ehe ich mich versah, hing ich kopfüber von einem Baum. Wie ein Fisch im Netz zappelte ich herum, versuchte an die Seitentasche meiner Hose zu kommen, um mein geliebtes Butterfly-Messer hervorzuziehen, aber meine Kraft reichte nicht mehr dafür aus. Letzteres mochte auch daran liegen, dass mir das Blut in den Kopf gestiegen war und aufgrund meiner misslichen Lage auch dort verblieb. Bereits nach wenigen Minuten waren meine Ohren verschlagen und ich konnte die Geräusche um mich nur noch dumpf wahrnehmen. Ich dachte schon, ich hätte Halluzinationen, als ich irgendwann Stimmen hörte, doch als daraufhin die dazugehörigen Gestalten erschienen, war mir klar, dass es die Realität sein musste. Schlussendlich krachte ich zu Boden und versuchte aufzustehen. Mir wurde sofort übel, als das Blut anfing wieder in meine Glieder zu schießen und mir wurde Schwarz vor Augen.
So kam ich zu den Raidern. Ganz genau ist mir immer noch nicht klar, wieso sie mich leben ließen, vielleicht lag es an den Karten in meinen Rucksack. Ich mag zwar schon ein bisschen länger aus meinem bisherigen Leben gerissen worden sein, doch das heißt nicht, dass ich komplett aus der Übung bin. Im Gegenteil. Ich bin und bleibe eine Künstlerin. Durch und durch. Ich kann detaillierte Zeichnungen anfertigen, von der Gegend, die ich gerade erkunde. Auch Karten der Umgebung anzufertigen, ist für mich kein Problem. So hat sich mittlerweile eine nicht unerhebliche Kartensammlung in meinem Rucksack angesammelt. Vielleicht war es ja dieses Talent, welches mir das Leben gerettet hat. Vielleicht ist es auch ebenjenes Talent, dass mir hier ein einigermaßen sicheres Leben beschert. Jedoch fühle ich mich hier nicht wohl. Momentan setze ich mein schauspielerisches Talent ein, um gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Die Raider sind mir zu brutal… Ich weiß, man muss ums Überleben kämpfen – vivere militare est, wie meine Professoren stets zu sagen pflegten – doch zu welchem Preis? Ich bin überzeugt: Nicht zu JEDEM Preis… Ich will mir wenigstens noch etwas an Menschlichkeit beibehalten…

Samantha Blythe' awards.
01.08.2021 at 22:12 Zusammen stärker
Zusammen stärker There was no reason specified.
01.08.2021 at 22:04 Es beginnt
Es beginnt There was no reason specified.

Quests
Samantha Blythe hat bis jetzt 0 Quests erledigt und dabei 0 Punkte erhalten
Es wurden noch keine Quests erledigt.


Registriert seit: 13.03.2021
Status: Offline