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Jo Grayson
31 Jahre
Loner
Protector
Virginia
Gespielt von Cora
I’m a lady, but "fuck that shit" is still a perfectly acceptable substitute for the word no.
Die eigentliche Tätigkeit als Kleinstadt-Cop mag mittlerweile erscheinen als wäre es eine Ewigkeit her, aber das heißt nicht Jo hätte alle ihr damals so wichtigen Werte abgelegt. Nach wie vor zeichnete sie sich durch Zuverlässigkeit, Gerechtigkeitssinn und Loyalität aus. Wobei sich Loyalität mittlerweile aber nicht mehr auf die menschliche Bevölkerung oder die Kleinstadt Aurora in Nebraska bezieht, aus der sie stammt, sondern auf die kleine (ursprünglich sechsköpfige) Gruppe, mit welcher sie unterwegs ist. Dass die Zahl der Mitglieder auf dem Weg nach Texas, wo sie Schutz vermutet oder sich eher erhofft hatten, auf vier Köpfe gesunken war, zehrt noch immer stark an ihren Nerven.

Vehement versucht Jo die Gruppe um sich zumindest insoweit bei Laune zu halten, dass keiner aus Hoffnungslosigkeit und Missmut den Rest in Gefahr bringt und sie ihr neues Ziel erreichen können. Ihre Fähigkeit zu Empathie und Warmherzigkeit sind ihr dabei sicher eine Hilfe, wenngleich Jo, die ihren vollen Name Jolene beinahe nie erwähnt, um dem Anstimmen dieses einen Songs zu entgehen, selbst manchmal mit dem Schicksal der Welt zu hadern hat. Gleichzeitig ist die Gruppe, die mittlerweile ihre Familie geworden ist, ihr Anker. Sie sind mit hoher Wahrscheinlichkeit der Antrieb jeden Morgen aufzustehen und gleichzeitig gibt sie ihr eine „Aufgabe“, auch wenn Jo sich weigert offiziell irgendeine Führungsposition einzunehmen. Im Normalfall entscheiden alle zusammen. In brenzligen Situationen übernehmen Jo und ihr ehemaliger Kollege die Führung – wahrscheinlich aus Gewohnheit. Bisher schafft Jo den Spagat zwischen den eigenen Sorgen und Ängsten und dem Gefühl zerbrechen zu wollen, weitestgehend gut. Sie ist zwar kein Mensch, der anderen eine heile (Gefühls-)Welt vorgaukelt und sie ist sich auch nicht zu „schade“ zuzugeben, dass sie selbst auch von Unsicherheit geplagt wird, doch will sie niemanden entmutigen. Da steckt tief drin eben doch versteckt das Wissen, dass man an sie und ihren Kollegen als ehemalige Cops eine gewisse Erwartung oder vielmehr Hoffnung stellt. Vorwerfen hätte sie es den anderen der Gruppe ganz sicher nicht. Vielmehr wird deutlich, dass auch hier die Wertvorstellung ihres Berufs noch immer Früchte trägt.

Mittlerweile hat die Gruppe um Jo Texas hinter sich gelassen. Ihr Weg führte sie nach Virginia. Ziel: Das Zuhause einer Selbstversorgungs-(Hippie)-Kommune in der Gegend von Danville. Debbie, eine Zivilistin der Gruppe, hatte dort vor der Apokalypse einen Urlaub verbracht. Jo und der Rest hoffen nun dort vielleicht noch andere Überlebende anzutreffen oder zumindest einen Teil des Geländes nutzen zu können, um sich niederzulassen. Vielleicht kann man das eine oder andere Selbstversorgungsprojekt ohne große weitere Probleme zum Laufen bringen, um das eigene Überleben vorerst weiter zu sichern.
Glock Pistole 19 Gen4
Brecheisen
Inlineskates

Wusstest du, dass…?

» sie einen großen Bruder hatte oder hat. So genau ist das nicht klar.

» Jo bereits als Kind einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit hatte? Noch als Teenager hat ihre Mutter sie damit aufgezogen, dass sie den Nachbarskatzen als 4-Jährige ganz ordnungsgemäß die gleiche Anzahl Leckerchen zugestanden hat und dabei ein sehr genaues Auge darauf hatte, dass keine etwas bei der anderen klaut.

» Jo eine hundsmiserable Köchin war und ist? Sie hat es in ihrem Leben sogar einmal geschafft Nudeln anbrennen zu lassen. Ja! NUDELN!

» sie von ihren Kochkünsten abgesehen Pilze nicht ausstehen kann? Egal wie man sie zubereitet, ein geschmackliches Freudenfest werden die Dinger für sie wohl nie.

» Jo den Geruch von salziger Meeresluft liebt?

» Jo Einschätzungen wie „Du bist so unabhängig!“ und „Du bist so stark!“ noch nie leiden konnte? Natürlich war sie unabhängig. Sie war keine 9 Jahre alt. Sie hatte einen Job und musste selbst für das Dach über ihrem Kopf sorgen. Warum zur Hölle sollte sie als erwachsener Mensch nicht unabhängig sein?! Und die Sache mit dem „Du bist so stark!“…auch das hielt Jo mehr oder minder für eine platte Redewendung, die sicher (oder zumindest in den meisten Fällen) nett gemeint war, aber hatte nicht jeder irgendein Päckchen zu tragen? Und ganz davon abgesehen – wer bestimmte denn, was stark ist?

» sie durch die Apokalypse lernen musste, dass man nicht immer auf alles vorbereitet sein kann und man im Zweifelsfall einfach nach bestem Wissen und Gewissen improvisieren muss? Zuvor hatte sie genau diesen riesigen Anspruch an sich selbst: auf alles vorbereitet zu sein, jede Situation souverän meistern. Heute ist sie froh, wenn sie mit dem Leben davonkommt.

» Jo noch nie gerne geflogen ist? Ganz nach dem Motto „Wenn der Mensch fliegen sollte, hätte er Flügel“.

» sie sich wahrlich schwer damit tut, dass Wochentage keine Rolle mehr spielen? Manchmal braucht sie eine halbe Ewigkeit, um sich daran zu erinnern welcher Monat denn überhaupt ist. Ihr fehlt die Struktur der „früheren Zeit“ sehr.

» ihr ein gewisses Temperament innewohnt, sie sich aber strikt darauf beruft weder eine Diva noch overdramatic zu sein?

» sie eine tiefe Abneigung gegen alles und jeden hat, die vorgeben etwas anderes zu sein? So genannte Blender haben ihr früher bereits die Galle hochgetrieben. An dieser Einstellung hat sich auch nichts geändert, denn immerhin können einem genau solche Menschen mittlerweile nicht nur gehörig auf die Nerven gehen, sondern auch noch zum Verhängnis werden.

» ihre Mutter Krankenschwester war und Jo von ihr gelernt hat eine Wunde ordentlich zu versorgen? Wohl gemerkt ging es dabei nie um Schusswunden, abgetrennte Arme oder offene Beine. Aber die haushaltsüblichen Wunden, die schafft sie. Und mal ehrlich, wie schwer kann es schon sein eine kleine Platzwunde an der Stirn zu nähen? Immerhin muss es heute nicht mehr unsichtbar verheilen – interessiert eh niemanden mehr.

» Jo in ihrem Leben nur zwei Beziehungen geführt hat?

» sie ein bisweilen loses Mundwerk besitzen kann, aber durchaus weiß, wann es besser ist zu schweigen? Ob sie sich daran hält, ist dann wiederum die andere Frage.

» man ihr ein hohes Maß an Empathie nachsagt, was das Leben manchmal leichter, aber genauso oft auch schwerer macht?

» sie vor vielen Jahren mal einen Kurs für Frauenselbstverteidigung gemacht hat? Allerdings nicht ganz freiwillig, denn dank ihrer Ausbildung war Jo auch ohne den Kurs nicht vollkommen hilflos. Sie ist einer Freundin zuliebe mitgegangen. Und hat dann tatsächlich auch noch etwas dazu gelernt.

» ihr Lieblingsfilm wohl auf ewig Pulp Fiction sein wird?

» sie es gehasst hat, wenn jemand beim Schauen von Filmen Geräusche gemacht oder gar gesprochen hat?

» sie Popcorn mit salzigem Karamell liebt?

» sie ein paar Inlineskates bei sich trägt? Festgebunden an ihren Rucksack, wenn sie auf ungeeignetem Gelände unterwegs ist, bewegt sie sich mit den Skates ansonsten souverän und leise fort. Es hat schon seine Vorteile, wenn man früher als Ausgleich seine Runden gedreht hat und dadurch eine große Portion Sicherheit mitbringt.

Beziehungen
familie
Keine Einträge vorhanden!
freunde
Keine Einträge vorhanden!
liebe
Keine Einträge vorhanden!
hass
Keine Einträge vorhanden!
bekannte
Keine Einträge vorhanden!
vergangenes
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NAME Jolene "Jo" Harriet Grayson

GEBURTSDATUM/-ORT 19.03.1989 in San Francisco, Kalifornien

WOHNORT VOR DER APOKALYSPE Aurora, Nebraska

(EHEMALIGER) JOB (Kleinstadt-)Cop
Jo hat in ihrem Leben nie einen Mord aufklären müssen. Jo hat auch nur ein einziges Mal auf einen Menschen schießen müssen und darüber war sie sehr froh. Zumindest bis zur Apokalypse, denn seitdem hat sie eindeutig mehr als einmal auf „Menschen“ geschossen, wenngleich sie das tunlichst zu vermeiden versucht. Immerhin lockt man damit nur noch mehr an…
Den einen Mann, auf den sie damals geschossen hat, hat sie übrigens nicht auf dem Gewissen. Ein Schuss in den Oberschenkel hatte gereicht, um die Situation in dem kleinen Tante Emma-Laden zu „entspannen“. Davon abgesehen gab es den einen oder anderen Diebstahl aufzuklären – meist waren das Kleinigkeiten und nur in seltenen Fällen größere Angelegenheiten, bei denen auch eine Menge Geld im Mittelpunkt stand. Feiernde Teenager, die sich bevorzugt Orte suchten, die alles andere als ungefährlich waren, bildeten eine weitere (mehr oder weniger nervige) Beschäftigung. Und eigentlich…war es Jos Plan gewesen die Kleinstadt zu verlassen und in einer größeren Stadt nach mehr zu streben. Aber bei dem Eigentlich ist es ganz offensichtlich geblieben.




CHARAKTER
Solange Jo zurückdenken kann, zeichnet sie ein freundliches und offenes Wesen aus. Oder vielmehr es zeichnete sie aus, denn den Umständen entsprechend hat sie mittlerweile eine sehr gesunde Portion Misstrauen entwickelt. Man könnte es auch „notwendige Vorsicht“ nennen. Wie gesund das ist, muss man sicherlich niemandem erklären. Immerhin hat sie von ihrer Fähigkeit sich anzupassen nichts verloren, was aber keineswegs gleichbedeutend damit ist, dass sie die Veränderungen der Welt so ganz leicht und einfach weggesteckt hätte. Sie wird zwar nicht von folternden, quälenden Alpträumen gequält (zumindest nur sehr, sehr selten), aber sie sehnt sich, wie wahrscheinlich viele andere Menschen auch, nach einem gesunden und tiefen Schlaf, der etwas mehr Erholung bringt als die wenigen und kurzen Stunden, aus denen man sofort erwacht, wenn ein verdächtiges Geräusch zu hören ist. Anpassungsfähigkeit bedeutet darüber hinaus auch nicht, dass Jo immun gegen Einsamkeit wäre oder gar gegen das Gefühl langsam verrückt zu werden, Jo sehnt sich nach entspannten Abenden mit Freunden und einem Glas Wein oder einem Bier bei einem Lagerfeuer, die Nachtluft erfüllt von fröhlichem Lachen. Es fehlt ihr neue Menschen in zwangsloser Umgebung zu kennen, lockerlassen zu können und…das Leben zu genießen. Auch in diesem Punkt unterscheidet sie sich wohl kaum von anderen Menschen, die noch auf der Welt sind. Tatsächlich sind aus den Menschen, mit denen sie seit Aurora unterwegs ist, mittlerweile enge Freunde geworden. Wenn man es nicht sogar so etwas wie eine Familie nennen möchte, denn immerhin ist nichts anderes mehr übrig. Im Bezug auf die Gruppe wird auch immer wieder sehr deutlich, wie ausgesprochen loyal Jo ist. Sind ihr Menschen ans Herz gewachsen, dann will sie für sie das Beste und würde so einiges auf sich nehmen, um sie zu schützen. Das meint keineswegs nur den Schutz der Person und des Lebens, sondern allem voran auch psychischen Beistand. Ob sie nun wirklich immer die richtigen Worte findet, stellt Jo selbst in Frage, aber sie weiß, dass es manchmal auch vollkommen ausreichend ist, dass jemand da ist.

Wie weit sie von Normalität und Unbeschwertheit entfernt ist, ist ihr selbstverständlich bewusst. Ebenso bewusst ist ihr, dass sich daran so schnell auch nichts ändern wird. Ans Aufgeben hat sie dennoch nie gedacht. Zumindest nicht offiziell, denn sind wir mal ehrlich, wenn man nachts im dunklen Versteck liegt, die Waffe griffbereit und der Gehörsinn angestrengt nach bedrohlichen Geräuschen sucht, obwohl man so müde ist, dass man einfach nur schlafen möchte, dann kann man schon mal für einen kurzen Moment in Frage stellen, ob das alles so gut und richtig und lebenswert ist. All it comes down to is… Ja. Warum auch immer. Jo steht jeden Tag aufs Neue auf und ist grundlegend für jeden dieser lebendigen Tage dankbar – wem auch immer, denn gläubig ist sie keineswegs. Die sonntäglichen Besuche in der kleinen Kirche im Zentrum der Stadt beruhten neben den gern gemochten sozialen Kontakten allem voran auf Pflichtbewusstsein – etwas, das sie in gewisser Weise heute noch antreibt.

Zeichnete Jo sich früher durch ihre offene Persönlichkeit und ein herzliches Lachen aus, gibt es mittlerweile nicht mehr viel zum Lachen, sodass sie beinahe selbst vergessen hat, wie ihr Lachen klingt. Dass sie sich von solchen Tatsachen noch nicht entmutigen ließ, fasziniert sie manchmal sogar selbst ein kleines bisschen, bevor sie es schlussendlich auf den Sturkopf schiebt, der ihr bereits als Kind nachgesagt wurde. Gewissenhaft wie eh und je prüft sie auch heute noch jedes potenzielle Versteck auf Herz und Nieren und lässt dabei auch die Umgebung nicht aus den Augen. Früher war das alles aber definitiv einfacher, denn da hieß „für Sicherheit sorgen“ sicherlich nicht Vorkehrungen zu treffen, um nicht anderen schlecht gesinnten Menschen oder gar Zombies in die Hände zu fallen…

Lebensmüde ist sie dennoch nicht geworden. Zumindest nicht vollständig. Das letzte Lächeln, welches auch ihr tiefstes Inneres erreicht hat, ist sicher schon eine Weile her (Es schlich sich auf ihr Gesicht als sie in einem kleinen Supermarkt eine Packung ihrer Lieblingscornflakes entdeckte, denn die waren eine unerwartete Abwechslung und brachten schöne Erinnerungen mit sich.), aber etwas in Jo, was auch früher schon die Basis ihres Antriebs und ihrer von vielen gemochten Persönlichkeit war, wollte die Lebensfreude nicht vollkommen aufgeben. Bisher zumindest nicht, denn bekanntermaßen kann man jeden Menschen brechen, wenn man es darauf anlegt. Den einen eben schneller als den anderen, aber am Ende ist wahrscheinlich keine Psyche ultimativ widerstandsfähig.



In den Vorzug ihr Selbstbewusstsein und den Hauch von Sarkasmus kennenzulernen, die schon lange so fest zu ihr gehören, wie ihre Ehrlichkeit, kommen nur noch wenige Menschen. Ob das schlimm oder gar wichtig ist, steht auf einem anderen Blatt. Früher hat man sie jedenfalls dafür geschätzt und manchmal wurden doch die Augen verdreht. Es gibt (oder vielmehr gab) für manche Menschen sicher eine andere Vorstellung von femininer Anmut als einen weiblichen Kleinstadt-Cop mit gesundem Selbstbewusstsein und nicht verlegen, um einen kleinen Spruch am Rande. Gefolgt von dem typischen Schmunzeln. Interessiert hat das Jo nicht, die übrigens auch so gar nichts dafür übrig hat, dass man ihr den gleichnamigen Dolly Parton-Song entgegenschmettert. Genau deswegen hat sie sich die meiste Zeit über nur als Jo vorgestellt. Und wenn ihr Name dann doch zur Sprache kam, schaffte sie es mit der gewissen Portion Nachdruck zumindest die meisten Menschen zum Schweigen zu bringen. Allerdings immer mit der notwendigen Prise Humor, denn Jo ist weder zur Zicke geboren noch gemacht für große zwischenmenschliche Dramen – kein Wunder, dass sie die Faszination für Soaps und romantische Komödien nie so ganz verstanden hat, oder?
Allerdings muss Jo an dieser Stelle mittlerweile sehr viel dafür geben würde so eine romantische Komödie in voller Ruhe ansehen zu können. Oder Teil davon zu sein. Nur für ein paar Minuten… Ein paar Minuten heile Welt – da hätte wohl kaum jemand etwas einzuwenden, wenn man die Welt sich so betrachtet.

Jo wirkt auf den ersten Blick meist gefasst und ruhig. In vielen Situationen mag das stimmen, weil sie tatsächlich in der Lage ist einen halbwegs ruhigen Kopf zu behalten, wenn die Ereignisse sich zu überschlagen scheinen, aber die ganze Wahrheit ist diese Einschätzung nicht. Jo übernimmt gerne das Ruder und weiß, dass die Gruppe und sie nur dann halbwegs unbeschadet durch diese Welt kommen, wenn sie besonnen vorgehen, sich konzentrieren und nicht in Panik verfallen, aber das heißt nicht, dass sie nicht auch Sehnsucht danach hat, sich mal vorübergehend fallen zu lassen. Denn wenngleich die Gruppe um sie herum keinen direkten „Anführer“ hat, teilen sich ihr ehemaliger Kollege und sie doch inoffiziell die meiste Zeit über das Sagen, wenn man ehrlich ist. Das wiederum bedeutet zwar, dass nicht alle Verantwortung auf Jos Schultern ruht, doch fühlt es sich manchmal eben genauso an. Zugeben will sie das alles nur ungern. Nicht, weil sie den anderen etwas vorspielen möchte oder weil es in ihrem Interesse wäre etwas vorzugeben, was nicht der Wahrheit entspricht, aber sehr wohl, weil sie weiß, dass es die mentale Stärke der ganzen Gruppe beeinträchtigen würde, wenn sie sich gegenseitig die Hoffnung nahmen.

STÄRKENSCHWÄCHEN
* ausdauernd
* empathisch
* diszipliniert
* loyal und zuverlässig
* ehrlich und direkt
* tolerant
* lernwillig
* warmherzig
* anpassungsfähig
* spontan
* humorvoll
* positiv eingestellt
* stur
* eigensinnig
* reserviert
* zu ernst
* bestimmend
* empfindsam, sensibel
* distanziert
* eigenwillig
* ironisch
* kontrolliert und bisweilen verschlossen
* diskussionsfreudig


LEBENSLAUF

I was born with my heart on my sleeve, a fire in my soul, and a mouth I can’t control.
  • Vom (hippen) Großstadtkind zum Mädchen mit wilden Haaren zwischen Wald und Feld. Jolene mag in San Francisco geboren worden sein, doch dort verbrachte sie nur die ersten 5 Jahre ihres Lebens. Erinnern kann sie sich daran kaum. Der Umzug nach Nebraska wurde von ihr begrüßt und verflucht. Zum ersten Mal aus dem Auto ausgestiegen, war Jo sprichwörtlich verliebt in die Weiten vom Niemandsland. Überall freie Flächen, Natur, wenig Trubel. Und eine Schaukel am Baum. Mit Wehmut verbunden und auch der Grund, warum das Mädchen den Umzug so gar nicht begrüßt hatte, war der Bruch mit gewohnter Umgebung und Freunden. Alles hinter sich zu lassen hatte sich damals so gar nicht richtig angefühlt. So wie es die Eltern versprochen hatten, fand sie jedoch auch in der für sie neuen Heimat Freunde. Dennoch verkroch sie sich für die ersten 8 Monate beinahe jede Nacht in das Bett ihres älteren Bruders – eine Angewohnheit sich Schutz zu suchen, die sie bereits zuvor in San Francisco gehabt hatte.

  • Lange hatte Jo keinen Berufswunsch. Aber sie wusste zumindest was sie nicht werden wollte. Model, Schauspielerin, Prinzessin – nichts davon stand auf ihrer Liste. Das grenzte das Feld zwar ein, aber wie hilfreich war es schon eine große Ahnungslosigkeit um 3 angebliche Mädchenträume zu verkürzen? Die „Erleuchtung“ kam im Alter von 15 Jahren und nicht gerade als die Art von Eingebung, die man sich wünschte. Jolenes erster Freund, Eric, verunglückte. Wenn man es…erwachsen und förmlich formulieren wollte. Genau genommen wurde der damals fast 17-Jährige in der Dämmerung von einem Auto erfasst. Fahrerflucht. Der Verursacher wurde nie gefasst. Sicher ist lediglich gewesen, dass Eric nicht auf der Stelle verstorben war. Die Gewissheit, dass man ihm vielleicht hätte helfen können und das Bewusstsein darüber, dass der Verantwortliche nie dafür geradestehen musste, waren die Triebkraft für Jolenes Berufswunsch. Es ist sicher nicht von der Hand zu weisen, dass diese Triebkraft auch etwas mit Verarbeitung zutun hatte. Genau genommen war ihr Berufswunsch, den sie später auch in die Tat umsetzte, mit hoher Wahrscheinlichkeit ihre Art und Weise zu verarbeiten und sich nicht hilflos und tatenlos zu fühlen. Aus dem tiefsitzenden Wunsch den Verantwortlichen irgendwann doch noch zu finden, ist jedoch nie etwas geworden. Jo hat ihren Job aber sicher nicht nur gemacht, um eine Jahre zurückliegende Straftat aufzuklären. Aus dem Wunsch nach Gerechtigkeit wurde gemeinhin eine Berufung. Hätte sie es nur geschafft die ländlich gelegene Kleinstadt zu verlassen und dem Ruf in ihrem Inneren zu verfolgen, dann hätte sie vielleicht wirklich etwas bewegen können. Die richtige Motivation und die richtigen Motive hatte die junge Frau immerhin…

  • Es wäre weiß Gott gelogen, würde man behaupten, dass es „nur“ die Apokalypse war, die ihr da in den Weg gekommen war. Genau sagen kann sie noch heute nicht, warum sie die bisweilen langweilige Heimat nicht verlassen hat. Das mag auch daran liegen, dass sie sich strikt geweigert hat darüber genau nachzudenken. Eric und sein „Fall“ spielten dabei sicher eine Rolle, aber die Vermutung liegt nahe, dass das nichts das einzige war. Ob es nun an Versagensängsten lag oder an ihrer mittlerweile tiefen Verwurzelung… Jo ist sich der Antwort kein bisschen bewusst. Und es spielt auch keine Rolle mehr. Immerhin hat sie Nebraska mittlerweile lange hinter sich gelassen.

  • Die ersten Vorkommnisse ließen eine Weile auf sich warten. Höchstwahrscheinlich aufgrund der Abgeschiedenheit. Böse war darum sicher niemand. Immerhin hoffte man unnachgiebig darauf, dass es bald eine Entwarnung geben würde. So ungünstig ein abschüssiges Leben in den Tiefen Nebraskas auch war, wenn man mehr oder weniger „exotische“ Güter kaufen (oder eine Diskothek von innen sehen) wollte, so praktisch war es während einer Apokalypse. Zumindest für eine Weile, denn verschont wurde schlussendlich auch die kleine hübsche Stadt nicht. Hatten sich Nachbarn vorher zum Plausch am Gartenzaun getroffen, wollte man sich nicht mehr nur sprichwörtlich an die Gurgel. In der Kombination mit teils schießwütigen Landwirten mit Luftgewehr wurde die Stimmung ziemlich…angespannt. Die örtliche kleine Polizeistation versuchte selbstredend ihr mögliches, um eine Eskalation und Tote zu verhindern, aber wie das geendet hat, muss man sicher nicht weiter ausführen.

  • Übrig geblieben ist nicht viel. Mit einer Einwohnerzahl, die man als mehr oder weniger überschaubar verorten kann, ist das aber sicher auch kein Wunder. Was die Gruppe um Jo betraf, belief es sich auf genau 6 Personen. Die Kombination aus 3 Cops und 3 Zivilisten konnte man nicht nur in Hinsicht der Jobs als ausgeglichen beschreiben, sondern auch was die Geschlechterverteilung anging. Neben Jo waren zwei weitere Frauen dabei und demnach auch 3 Männer. Die 3 Zivilisten waren die zwei Frauen der anderen beiden Cops sowie ein in der Nähe der Polizeistation lebender Bewohner von Aurora. Zusammen verbarrikadierte man sich für eine kleine Weile in der örtlichen Polizeistation, nur um sich dann schlussendlich doch auf den Weg zu machen.

  • Auf den Weg machen, heißt in diesem Zusammenhang sich erstmal vorsichtig durch Aurora zu arbeiten und sich im Kontext der offensichtlich eingetretenen Apokalypse zurechtzufinden. Die sechsköpfige Truppe ging dabei ausgesprochen vorsichtig und dementsprechend langsam vor.

  • Als man Aurora irgendwann verlassen hatte, weil es in der Kleinstadt nichts mehr zu finden gab, war das verbunden mit ausgesprochen gemischten Gefühlen. Aurora war voller Erinnerungen – positiv als auch negativ. Man fühlte sich vermeintlich sicher und gut aufgehoben und die Gegend um die Kleinstadt herum wollte keinem der Sechs so richtig geheuer sein, aber andererseits wusste man, dass man sich auch mit den benachbarten kleinen Städten und Dörfern nicht zuverlässig versorgen konnte. Schlussendlich war es eine unerwartete Nachricht aus Texas, die der Gruppe ein Ziel vorgab. Ein Aufruf für die übrigen Menschen in Texarkana eine gemeinsame Zuflucht aufzubauen, stieß im ersten und auch im zweiten Moment auf Skepsis und doch entschloss man sich schlussendlich den Weg auf sich zu nehmen. Man hatte ja nichts zu verlieren, wenn man es genau nahm. Naja gut…außer das eigene Leben, aber man konnte wohl auch ohne Lebensmüdigkeit in Frage stellen wie viel Lebensqualität einem noch geblieben war.

  • Der Weg nach Texas war anstrengend und gezeichnet von Verlusten. Aus 6 Personen wurden 4. So waren sie bei der Ankunft in Texarkana noch zwei Cops und zwei Zivilisten, durchaus traumatisiert, wie wohl jeder, der sich noch auf dieser Welt befand und doch insgeheim mit der Hoffnung auf andere Menschen zu treffen mit denen man sich zusammenschließen konnte.



  • Dass man sich der erhofften Zuflucht trotz aller Hoffnung nur vorsichtig näherte und erst einmal ein beobachtendes Auge auf die Umgebung warf, verstand sich von selbst. Aber zu sehen war… Nichts. Egal wie angestrengt man hinsah, wie genau man lauschte, da war scheinbar nichts. Ganz automatisch eröffneten sich mit dieser Feststellung gedanklich drei Möglichkeiten: der Aufruf war eine Falle, alle waren tot oder die Gruppe war aus irgendeinem Grund weitergezogen. Mit entsprechender Vorsicht entschied die nunmehr vierköpfige Gruppe sich schlussendlich genauer nachzusehen. Zum eigenen Glück stellte sich heraus, dass es sich nicht um eine Falle handelte, was aber nichts daran änderte, dass alle Hoffnung zerschlagen wurde, denn es fand sich kein Lebenszeichen. Zumindest anfangs nicht, denn einer Person stand Jo doch unverhofft gegenüber.

  • Man konnte es wohl nicht nur als „ein bisschen ungünstig“ und auch als „nicht der beste erste Eindruck“ bezeichnen, dass man sich, die Waffe auf den jeweils anderen gerichtet, gegenüberstand. An dem angespannten Gefühl änderte auch die Gewissheit nichts, dass wahrscheinlich nicht nur Jo zu gerne darauf verzichtete hätte zu schießen. Zum einen, weil sie nach wie vor nur bedingt dafür zu begeistern war auf Menschen zu schießen (wenngleich sie es zweifelsohne tun würde, wenn es zum Schutz notwendig wäre) und zum anderen, weil man damit bekanntermaßen für mehr Aufmerksamkeit sorgte als einem lieb war.

  • Ohne Blutvergießen und ohne unnötiges „auf sich aufmerksam machen“ wieder aus der Situation herauszukommen, konnte man wohl als Erfolg verbuchen. Dass die Gruppe von nun an wieder 5 Personen zählt, ist sicher auch ganz nett. So ganz will man John aber noch nicht trauen – man kennt sich ja immerhin nicht. Jo, die hier und da gerne einmal die Wortführung übernimmt, hat es sich indes zur Aufgabe gemacht (wobei sie ihr vielmehr durch die anderen übertragen wurde, wenn man ehrlich ist) dem „neue“ nicht mehr ganz so neuen Gesicht ein wenig mehr auf den Zahn zu fühlen. Nicht, dass er bisher den Eindruck vermittelt hätte plötzlich für Probleme zu sorgen, aber…wem wollte man hier etwas vormachen? Vertrauen war gut, Kontrolle war besser.



  • Nunmehr wieder ohne richtiges Ziel, nutzte man eine kleine Weile, um John etwas kennenzulernen. Oder vielmehr, um sich zu akklimatisieren. Und…John skeptisch zu beäugen. Immerhin wusste keiner so richtig was man nun mit der neuen Situation anfangen sollte.

  • Das Ende vom Lied: Debbie, abgesehen von Jo die einzige noch übrige Frau der Gruppe, erinnerte sich an einen Selbstfindungs-Urlaubs-Trip in Virginia. Irgendwo im nirgendwo hatte sie vor wenigen Jahren zwei Wochen auf einem Stück Land verbracht, dass von einer Wohngemeinschaft betrieben wurde, die man locker leicht als Kommune bezeichnen konnte. Selbstversorgung at its best. Damit war das neue Ziel der anstehenden Reise gesteckt: Virginia. Irgendwo in der Gegend von Danville. Darauf hoffend, dass man dort vielleicht noch Menschen fand, die ihr Überleben nicht vollständig von Dosenfutter abhängig machen musste. Oder zumindest in der Hoffnung sich dort niederlassen zu können, um das eine oder andere Projekt der Kommune wieder in Betrieb nehmen zu können…

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