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Joan Josephs
30 Jahre
Loner
Zivilistin
Virginia
Gespielt von Keri
"Never say goodbye, because saying goodbye means going away and going away means forgetting." - Peter Pan
Time is a valuable thing… - wer wüsste das besser, als Joan? In einer Welt wie dieser, in der sich die Menschen über alles Mögliche den Kopf zerbrechen – nur nicht mehr über die scheinbar endlos dahinsiechende Zeit, die ihnen noch geblieben ist – scheint sie manchmal der letzte verbliebene Mensch zu sein, der jeden Tag aufs neue nutzen und vor allem genießen möchte. Für sie ist jeder Tag wertvoll, als wäre es ihr letzter – und jede Erfahrung, die sie noch machen kann, unbezahlbar. Woher sie ihre Energie nimmt? Die Lebensfreude? Den scheinbar unbändigen Drang in diese so düster gewordene Welt hinaus zu gehen und trotzdem an jeder Ecke die schönen, bewundernswerten Dinge zu entdecken und erkunden? Manchmal weiß sie es selbst nicht so genau… aber so lange sie noch kann, wird sie damit weiter machen: Das steht für sie unumstößlich fest!

Dabei war Joan schon immer eine optimistische aber vor allem auch offene und kommunikative Person, die gerne mit anderen Menschen zu tun hatte – was wohl auch erklärt, wieso sie eigentlich Lehrerin werden wollte. Doch auch in eine Großfamilie mit vier Geschwistern hineingeboren zu werden, prägte sie wohl in dieser Hinsicht stark. Sie ist gerne für andere da und hilft wo sie nur kann – hat selbst während ihres Studiums weiterhin einen Nebenjob nach dem anderen gehabt, um ihrer Familie nur nicht auf der Tasche liegen zu müssen. Das Wohl der Menschen, die ihr wichtig sind und am Herzen liegen, hat ihr schon immer mehr bedeutet als ihr eigenes… bis zu diesem einen Tag, der ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen sollte. Nein – es war nicht das Virus… Joans Leben machte bereits ein knappes Jahr vor dem Ausbruch eine 180 Grad Wendung, als sie durch einen dummen Unfall von dem inoperablen Gehirntumor in ihrem Kopf erfuhr…

Aber wie geht man damit um, wenn einem die Ärzte ins Gesicht sagen, dass man sterben wird… und nichts dagegen tun kann? Joan hat für sich an diesem Punkt (wohl zum ersten Mal) eine ganz egoistische Entscheidung getroffen: Nämlich die restliche, ihr noch verbleibende Zeit so gut es geht zu nutzen. Also hat sie ihre Tasche gepackt und ist losgezogen… auf eine Reise durch die Staaten, ohne wirkliches Ziel – sieht man einmal von ihrem Vorhaben ab, endlich die Bucket Liste abzuarbeiten, die sie irgendwann als Kind begonnen hatte. Das in der Zwischenzeit die Zombie-Apokalypse ausgebrochen ist?! Nun ja… kann man definitiv als ungünstig bezeichnen – aber wer sich vorgenommen hat jeden Tag zu genießen und alle Erlebnisse mitzunehmen, die einem auf dem Weg begegnen? Der lässt sich auch nicht von ein paar Untoten aufhalten…
keine Schusswaffe
Taschenmesser
Schlafsack
Notizbuch + div. Stifte
Armband
Smartphone + Ladekabel + In-Ear-Kopfhörer
Stapel beschriebener Postkarten

Bucket List
Empty spaces - what are we living for | Abandoned places - I guess we know the score | On and on, does anybody know what we are looking for... | Another hero, another mindless crime | Behind the curtain, in the pantomime | Hold the line, does anybody want to take it anymore | Whatever happens, I'll leave it all to chance | Another heartache, another failed romance | On and on, does anybody know what we are living for? | I guess I'm learning, I must be warmer now | I'll soon be turning, round the corner now | Outside the dawn is breaking | But inside in the dark I'm aching to be free
What I want to do...
Nacktbaden.
Ich liebe dich sagen und es auch so meinen.
Einmal vor Publikum auftreten.
In einem Iglu übernachten.
Einen fremden Menschen auf der Straße spontan zum Essen einladen.
studieren
Etwas gewinnen.
Einen Zeitungsartikel veröffentlichen.
In einem fremden Garten Blumen säen.
Ins Autokino gehen.
Stricken lernen und einen Schal samt Mütze stricken.
Mit Delfinen schwimmen
Wale beobachten
Festgenommen werden und über Nacht in eine Arrestzelle gesteckt werden.
Jemanden auf einem Riesenrad küssen.
Kamel reiten.
Ein Tattoo stechen lassen
Eine Geburt miterleben.
Am Flughafen einfach das erst beste Ticket kaufen.
Heiraten.
Disneyland besuchen.
Eine Patenschaft übernehmen.
Eine Nacht am Strand durchmachen und den Sonnenaufgang erleben.
Bei einem wohltätigen Projekt mithelfen.
Singend durch einen Supermarkt gehen und sich keine Gedanken darüber machen was andere denken könnten.
Feuerwerk vom Empire State Building aus bewundern
Etwas mit einer Frau haben.
Einen ganzen Tag damit verbringen einen großen, mehrteiligen Film Klassiker am Stück zusehen.
In einem Video auf Youtube sein.
Walzer tanzen lernen.
Ein Tier aus dem Tierheim retten
Motorrad fahren lernen.
In einem Hollywood Film mitspielen.
Einen Hubschrauberflug machen.
Fallschrimsprung
...the show must go on...


“Do not fall in love with people like me.
I will take you to museums, and parks, and monuments, and kiss you in every beautiful place, so that you can never go back to them without tasting me like blood in your mouth.
I will destroy you in the most beautiful way possible. And when I leave you will finally understand, why storms are named after people.”
― Caitlyn Siehl

Beziehungen
familie
[NPC] Gregory Archer Josephs
27 Jahre » verbleib unbekannt
Bruder

[NPC] Helene Josephs
55 Jahre » verbleib unbekannt
Mutter

[NPC] Phillip Ackerly
4 Jahre » verbleib unbekannt
Neffe

[NPC] Isadora Ackerly
9 Jahre » verbleib unbekannt
Nichte

[NPC] Lillian Ackerly
5 Jahre » verbleib unbekannt
Nichte

[NPC] Daniel Ackerly
35 Jahre » verbleib unbekannt
Schwager

[NPC] Chelsea-Mary Josephs
25 Jahre » verbleib unbekannt
Schwester

[NPC] Darlene Willow Ackerly
32 Jahre » verbleib unbekannt
Schwester

[NPC] Lennard Oscar Josephs
59 Jahre » verbleib unbekannt
Vater

freunde
Derek Stokes
27 Jahre alt » Loner
Von den vielen Menschen, die ich nicht gesucht habe, bist du wohl die Person, über deren ‚Fund‘ ich mich am meisten freue.

liebe
Keine Einträge vorhanden!
hass
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bekannte
Keine Einträge vorhanden!
vergangenes
Keine Einträge vorhanden!

Joan Margaery Josephs
30 years | Arizona-Cowgirl | Lost on the East Coast

> > > Trigger-Warnung: Gehirntumor < < <


Full Name and Nicknames

Joan Margaery Josephs... meine Eltern hatten es schon immer mit den ausgefallenen Namen, das zeigt sich auch an meinen Geschwistern. Zuhause und von meinen Freunden wurde ich meist einfach 'Joan' genannt - wenn ich einmal von den vielen mehr oder minder kreativen Spitznamen absehe, die mir mein Zweitname so eingebracht hat. Mag, Maggie, Marge, Gigi... oooh der Phantasie meiner Freunde (und 'Feinde' - den wirklich toll fand ich den Großteil dieser Namensschöpfungen nicht...) war dabei kaum eine Grenze gesetzt. Seit ich unterwegs bin hat sich nun aber auch der Spitzname 'Arizona' eingeschlichen und bisher hartnäckig gehalten - an den habe ich mich mittlerweile aber auch gewöhnt und finde ihn UM LÄNGEN besser, als die alten Spitznamen (ja... ich mochte meinen Zweitnamen noch nie sonderlich...) - deshalb benutze ich ihn sogar manchmal selbst, wenn ich mich irgendwo neu vorstelle.

Age, Date and place of birth

Ich bin vor kurzem 30 Jahre alt geworden. Geboren wurde ich am 02.05.1990 in Prescott, Arizona – ich bin also ein echtes Südstaatenkind!

Marital status

Single. Damit kann ich derzeit auch wunderbar leben - wenn ich jetzt einen Freund hätte... ich glaube das würde ohnehin nicht funktionieren...

Profession

Bevor das Virus ausgeborchen ist: Arbeitslos? Gelegenheitsjobberin? - im Grunde habe ich einfach mein Leben genossen, in den letzten Monaten... - doch heute? Hat das ohnehin eh alles keine Bedeutung mehr...

Vor zehn Jahren, haben wohl viele nicht geglaubt, dass ich es tatsächlich einmal schaffen würde meinen Traum vom Studieren zu erfüllen - schlecht war mein High School-Abschluss jedenfalls nicht - nur das Geld fürs College oder die Uni war eben nicht da... klar, mein Vater hat immer viel gearbeitet, damit es Mom und uns vier Kindern an nichts fehlt, aber wirklich dicke hatten wir das Geld auch nie - und ich wollte ihnen dann nicht noch länger auf der Tasche liegen, weshalb ich mir erst mal einen Job in einem Diner und später dann als 'Mädchen für alles' in einem kleinen Hotel bei uns in der Nähe gesucht habe - die Familie unterstützen und selbst etwas zur Seite legen, um dann eben in ein paar Jahren doch noch das College in Angriff nehmen zu können. So war mein Plan… und ich kann euch sagen – es war ein langer, anstrengender Weg, für den ich echt geschuftet habe! Alle haben sie mich für verrückt erklärt, als ich dann gut vier Jahre nach meinem High School Abschluss verkündete, nach Flagstaff ziehen zu wollen… einem Stipendium sei Dank, meinem hart zusammengespartem Geld und mehr als bloß einem Nebenjob, habe ich es immer irgendwie geschafft mich über Wasser zu halten…

Und tatsächlich habe ich vor knapp eineinhalb Jahren dann endlich mein Studium mit einem Bachelor of Science in Education in Englisch für Secondary Education an der Nothern Arizona University in Flagstaff abgeschlossen – denn mein großer Traum war es schon immer als High School Lehrerin zu arbeiten. Das fing noch zu Schulzeiten an, als ich bereits mein nicht gerade üppiges Taschengeld (…naja, wie das bei vier Geschwistern eben so ist…) mit Nachhilfe-Jobs aufgebessert habe – und auch während meines Studium habe ich, so gut es die Zeit eben zugelassen hat, versucht schon ein wenig Lehr-Erfahrung zu sammeln… Zu dieser Zeit hauptsächlich über Wohltätigkeitsarbeit in Erwachsenen-Kursen für spanischsprachige Migranten. Als nächstes hätte nun ein offizielles Intership angestanden, um ausreichende praktische Erfahrung für meine Lehr-Lizenz nachweisen zu können, die mich einen weiteren Schritt näher an einen Job als High School-Lehrerin gebracht hätte… Damit wollte ich im neuen Jahr durchstarten und bis dahin noch ein wenig die Zeit mit meiner Familie und vor allem meinen Nichten und meinem Neffen genießen, die ich nun so lange nicht gesehen hatte. Nebenbei noch ein wenig jobben, um damit den nächsten, anstehenden Umzug finanzieren zu können… aber am Ende sollte doch alles anders kommen – und so habe ich, anstatt mich für ein Praktikum zu bewerben – meine letzten Ersparnisse zusammengekratzt, alle Zelte hinter mir abgebrochen und bin Ende 2018 auf eine Reise durch die Staaten aufgebrochen… ohne bestimmtes Ziel…

Family and Friends

Helene Josephs 55 Jahre, Mutter und Hausfrau

Meine Mutter ist eigentlich eine liebevolle und gutherzige Frau... gut, vielleicht manchmal ein wenig herrisch - aber ganz ehrlich? Mit vier Kindern und einem Mann der eigentlich in jeder freien Minute in der Werkstatt verbringt oder sonst irgendwie am arbeiten ist... da musste sie sich eben durchzusetzen wissen, sonst wären wir ihr wohl ständig nur auf der Nase herum getanzt - aber das wusste sie schon gut zu verhindern! Was sie sagte war schon immer Gesetz - selbst Dad hat irgendwann angefangen zu kuschen, obwohl er eigentlich selbst ein sehr eigensinniger Mann ist. Nur Zuhause hat eindeutig Mom die Hosen an! Sie hat die Familie immer zusammengehalten, zumindest bis wir dann langsam alle Flügge wurden - doch wenn wir Weihnachten alle zusammen feiern (und darauf besteht sie auch heute noch!) wagt es noch immer keiner ihr zu widersprechen. Egal ob es darum geht wer wo sitzt, oder wer den Abwasch erledigt...

Lennard Oscar Josephs 59 Jahre, KFZ-Mechaniker

Eigentlich hat es mich immer gewundert, dass ausgerechnet Dad so eine 'Großfamilie' in die Welt gesetzt hat. Nicht das ich daran zweifle, dass er Mom oder uns Kinder liebt - keine Frage, er war schon immer ein stolzer Papa und auch Opa! Aber für jemanden, der es eigentlich vorzieht alleine in seiner Werkstatt vor sich hin zuschrauben... ist unsere Familie dennoch ziemlich groß geworden. Was ich an ihm aber immer schon sehr geschätzt habe, ist seine geradlinige Art. Er hat seine Ansichten, hinter welchen er zu 100% steht und vertritt sie auch so vor anderen - außerdem sagt er immer genau das, was er denkt - egal ob andere es hören wollen oder nicht. Dabei bleibt er trotzdem korrekt und wird nicht etwa beleidigend - er ist sogar ein ziemlich ruhiger und besonnener Mensch, wie ich finde - aber er schmiert anderen eben auch keinen Honig ums Maul, wenn er eigentlich anderer Meinung ist. Das hat er noch nie, und das wird er denke ich auch nie... wer damit klar kommt, hat in ihm auf jeden Fall einen guten, ehrlichen Freund - und alle anderen... tja die haben meist recht schnell einen Bogen um ihn gemacht - aber auch damit konnte er schon immer gut leben. Für mich war er jedenfalls schon immer die erste Anlaufstelle, wenn ich jemanden zum reden oder Hilfe bei einer Entscheidung brauchte.

Chelsea-Mary Josephs 25 Jahre, Modeverkäuferin

Das Nesthäkchen unserer Familie. Dementsprechend war sie von uns Geschwistern wohl auch immer die Verwöhnteste - wo wir Älteren recht schnell im Haushalt mithelfen mussten, hat Mom bei ihr später öfter mal ein Auge zugedrückt... ihr kleines süßes Mädchen... und sie damit vielleicht auch ein wenig verzogen. Greg und sie konnten sich jedenfalls nie sonderlich gut riechen und wenn beide Zuhause waren, sind eigentlich regelmäßig die Fetzen geflogen. Das hat sich erst entspannt, nachdem unser Bruder schließlich zur Airforce ist. Ich selbst hab mich immer ganz gut mit ihr verstanden, weshalb es auch schließlich an mir hängen blieb, ihr Mathenachhilfe zu geben, denn diese 'Leidenschaft' haben wir leider nie geteilt. Genauso hat Chelsea auch nie sonderliche Ambitionen gezeigt, was das College anging – stattdessen wollte sie lieber direkt ‚richtiges Geld‘ verdienen und hat sich nach dem Schulabschluss einen Job in einer kleinen Boutique gesucht. Vor gut zwei Jahren ist sie dann mit ihrem Freund nach Phoenix umgezogen, wo dieser als Sales Manager in einem Unternehmen arbeitet, dass mit Autoteilen handelt. Im Grunde scheint es bei den beiden ganz gut zu laufen und alle warten nur darauf, wann wohl endlich die Hochzeitsglocken läuten werden…

Gregory Archer Josephs 27 Jahre, Pararescuemen - US Airforce

Archie! Als er noch ganz klein war, ist er mir immer und überall hinterher gekrabbelt und sobald er laufen konnte, war er quasi wie mein Schatten. Das ließ auch erst nach, als er irgendwann keine Lust mehr hatte mit Darlene und mir ständig 'Familie' zu spielen (weil er natürlich immer das Kind spielen musste als Kleinster... das fand er dann wohl nicht mehr lustig). Trotzdem blieb unser Verhältnis eigentlich immer gut - was wohl auch daran lag, dass wir beide irgendwann feststellten, wie viel spannender es in Dads Werkstatt war, anstatt Zuhause bei Mom rumzuhängen – weshalb wir dann nach der Schule regelmäßig zusammen dorthin sind. Als ich dann schließlich alt genug war und meinen Führerschein hatte, kam natürlich dazu, dass ich weitaus entspannter war als Darl, die nicht ständig den kleinen Bruder herumkutschieren wollte - während ich vom Autofahren gar nicht genug bekommen konnte. Tja, Gregory und seinen Kumpels war das natürlich nur recht... Ich hab zwar versucht, es mir nicht allzu sehr anmerken zu lassen – aber tatsächlich war es ganz schön hart für mich, als mein kleiner Bruder sich nach der High School verpflichtete und zur Air Force ging! Abgesehen davon, dass ich ihn ganz schrecklich vermisst habe ( da konnten auch unsere regelmäßigen Telefonate, die wir auch heute noch führen, wann immer es möglich ist, nicht drüber hinweg trösten), war ich natürlich genauso besorgt wie der Rest der Familie, als wir erfahren haben was sein Plan ist: ein Pararescuemen des Special Operations Command zu werden. Diesen Traum hat er sich mittlerweile tatsächlich erfüllt und schon diverse Auslandseinsätze hinter sich. Auf der einen Seite bin ich wirklich verdammt stolz auf meinen ‘kleinen‘ Archie - aber das hindert mich trotzdem nicht daran ihn bei jeder nur möglichen Gelegenheit zu Fragen, wann er den Job endlich an den Nagel hängt und sich einen weniger gefährlichen – etwa als Paramedic – zu suchen…

Darlene Willow Ackerly 32 Jahre, gelernte Rechtsanwaltsgehilfin, derzeit Mutter & Hausfrau

Als Älteste hatte sie natürlich schon immer die meiste Verantwortung von uns allen zu tragen. Wirklich gewundert hat es mich deshalb nicht, als sie schon mit 21 Jahren der Familie eröffnete, dass sie und ihr Freund - nun Mann - Dan heiraten wollen. Ich hab mich jedenfalls tierisch für sie gefreut und war natürlich total aus dem Häuschen, als sie mich bat ihre Trauzeugin zu werden. Es war wirklich eine Umstellung für alle, als sie dann auszog... aber zum Glück hatten sie nicht weit weg von unserem Elternhaus ein eigenes Haus gekauft, so dass ich ab da eigentlich mindesten dreimal die Woche dort vorbeigeschaut habe - erst recht, nachdem meine erste Nichte auf die Welt gekommen ist! Mittlerweile ist sie dreifach-Mama und obwohl Phil, ihr Jüngster, dieses Jahr in die Pre-School kommt, bin ich mir nicht sicher, ob sie wirklich wild darauf ist nun endlich wieder in ihren alten Beruf zurückzukehren… ich glaube tatsächlich fühlt sich Darl ziemlich wohl in ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter.

Daniel Ackerly, Schwager, 35 Jahre, Besitzer eines Eisenwarengeschäfts

Mit ihm hat Darlene wirklich keinen schlechten Fang gemacht. Ich mag Dan wirklich - er ist ein netter Kerl und ein toller Vater - ich finde es jedes Mal aufs neue süß, wie er mit den Kids umgeht. Außerdem geht es den fünfen wirklich nicht schlecht, seit Daniel das Geschäft seines Großvaters übernommen hat.

Isadora Ackerly, 9 Jahre, Lillian Ackerly, 5 Jahre und Phillip Ackerly, 4 Jahre Nichten und Neffe

Isadora ist schon seit ihrer Geburt ein wirklicher Sonnenschein und bringt immer alle in ihrer Umgebung zum Lachen! Gerade kurz nach der Geburt, als Darlene wieder Zuhause war mit der Kleinen, war ich oft dort und hab ihr geholfen, weshalb es mir schließlich auch echt schwer fiel nach Flagstaff zum Studieren zu gehen... Erst recht, als meine Schwester mir dann auch noch verriet, erneut ein Baby zu erwarten! Ich hab Isa, genauso wie Lilly und Phil, wirklich in mein Herz geschlossen und es ist wirklich unglaublich, wie schnell sich diese kleinen Wesen verändern und größer werden. Ein wenig bedauere ich es schon, dass ich es nicht miterleben kann, wie sie größer werden, irgendwann die Schule beenden und erwachsen werden...

Character

29.Dezember 2018, New York City

Ich weiß meine Zeit auf dieser Welt ist begrenzt. Doch anstatt den Kopf in den Sand zu stecken und Tag ein, Tag aus damit zu verbringen diese Ungerechtigkeit zu beklagen - Warum ich? Wieso musste es gerade mich treffen? - habe ich mich lieber dafür entschieden jede einzelne Sekunde zu nutzen, die mir noch bleibt. Sie sind ein Geschenk und wie wertvoll dieses Geschenk ist erkennst du erst, wenn dir deine eigene Vergänglichkeit bewusst wird. Dann beginnst du plötzlich die Welt mit anderen Augen zu sehen...

Ich jedenfalls möchte Spuren hinterlassen. Spuren in dieser Welt. Spuren in den Menschen, die meinen Weg kreuzen. Ich möchte, dass sie irgendwann diese Spuren sehen... und dann mit einem Lächeln an mich zurückdenken. An die Zeit, die sie mit mir geteilt haben.



"Ich mich beschreiben? Mh... lass mal überlegen. Ich würde mal sagen, ich bin ein ziemlich lebensfroher Mensch - trotz, oder gerade auch wegen meines Schicksals?! Bis jetzt habe ich vielleicht keine großartigen Dinge geleistet, aber was ich gelernt habe in meinem bisherigen Leben ist, auch die kleinen Dinge im Leben schätzen zu lernen. Genauso wie meine Familie! Für kein Geld der Welt würde ich sie eintauschen wollen, auch wenn es natürlich nicht immer einfach war mit so vielen Geschwistern unter einem Dach groß zu werden. Klar hat man sich da auch mal in die Haare bekommen - ich denke das ist vollkommen normal - aber als Familie haben wir trotzdem immer zusammengehalten, wenn es darauf ankam. Deswegen war es für mich auch selbstverständlich, dass ich Geld zur Haushaltskasse beigesteuert habe, sobald ich meinen ersten Nebenjob hatte. Ja, ich würde mich als echten Familienmenschen bezeichnen. Und womöglich liegt es auch an meiner Großfamilie, dass ich immer gerne Leute um mich herum habe - bei uns zu Hause war es eben nie ruhig! Trotz allem wusste ich auch, wo ich meine Ruhe finden konnte, wenn mir der Trubel mal zu bunt wurde.

Zeit für mich, meine Gedanken und vor allem meine Zeichnungen waren mir dabei auch schon immer wichtig. Ich wüsste gar nicht wohin ich mit all meinen verrückten Überlegungen sonst sollte, wenn ich meine Notizbücher nicht hätte - und die sind mir auch heilig! Es gab bisher nur sehr wenige Menschen, die ich mal einen Blick darin habe werfen lassen. Dafür sind die Dinge einfach oft zu persönlich, die ich auf diesen Seiten festhalte - so wie andere Leute Tagebuch führen, nur das ich mein Notizbuch eigentlich den ganzen Tag über mit mir herumschleppe und auch einfach mal zwischendurch etwas hineinschreibe, wenn mir danach ist.

Viele behaupten auch, dass ich stark nach meinem Vater komme - was ich persönlich wirklich als Ehre empfinde. Mein Vater war schon immer mein Vorbild. Ich halte mich selbst zwar für nicht annähernd so ruhig und ausgeglichen wie ihn, aber wenn wir eines gemeinsam haben, dann wohl das grübeln. Deshalb habe ich ihn auch schon immer als Gesprächspartner bevorzugt, wenn ich wichtige Entscheidungen zu fällen hatte oder mir schlichtweg über etwas den Kopf zerbrochen habe. Wie er kann auch ich manchmal ziemlich direkt sein - dabei allerdings nicht immer so überlegt wie er. Ich habe so meine sporadischen und spontanen Phasen, in denen ich auch durchaus mal unvernünftig handle, wenn mir danach ist - jedoch habe ich das nie in Gegenwart meiner Familie zugelassen. Jemand anderen durch eine verrückte Aktion in Gefahr zu bringen - zum Beispiel meine Geschwister - so etwas hätte ich nie getan. Da kommt wohl das geschwisterliche Verantwortungsbewusstsein in mir durch, als Zweitälteste. Aber ich bin auch der Meinung, dass jeder seine eigenen Erfahrungen machen sollte - denn manche Dinge muss man einfach selbst lernen. Erst durch unsere Erfahrungen werden wir doch zu den Menschen - den Persönlichkeiten - die wir sind. Und ich gebe gerne etwas von meinen Erfahrungen und Erlebnissen weiter, teile sie mit anderen... wenn sie es wollen! Für mich gibt es jedenfalls nichts schöneres, als neue Leute und ihre Eigenheiten kennenzulernen, mit ihnen Erlebnisse zu teilen und daran selbst zu wachsen..."


Misc

Joan ...

... war schon immer ein Papakind und öfter in dessen Werkstatt zu finden, als bei ihrer Mutter in der Küche. Bei ihrer Schwester war das im Übrigen genau andersherum - deshalb gilt sie auch als die tolle Köchin, wenn gleich Joan durchaus auch ein Händchen dafür hat den Kochlöffel zu schwingen.

… hat mit ihrer Diagnose angefangen jedes Krankenhaus und jeden Arzt so gut es geht zu meiden.

... raucht eigentlich nur, wenn sie getrunken hat... und hat hin und wieder einen Joint geraucht, wenn die Schmerztabletten nichts gebracht haben.

... abgesehen von medizinischem Cannabis, Zigaretten und Alkohol hat sie jedoch noch nie andere Drogen ausprobiert.

... hat sich mit Beginn ihrer Reise vorgenommen, ihrer Familie jede Woche eine Postkarte zu schreiben, damit diese nachlesen können, was sie so alles erlebt hat. Was jedoch niemand weiß ist, dass sie die Karten nicht abschickt, sondern gesammelt hat - und diese sich noch immer in ihrem Besitz befinden.

... hat irgendwann in der High School angefangen ihre Gedanken und Träume in einem Notizbuch festzuhalten. Darin schreibt sie eigentlich täglich, so wie andere ein Tagebuch führen - und hin und wieder muss es auch als Skizzenbuch herhalten. Natürlich hat sie im Laufe der Jahre schon einige Notizbücher gefüllt, die sie alle aufgehoben hat.

... durch ihren Gehirntumor leidet sie phasenweise immer wieder unter mal mehr und mal weniger ausgeprägten Halluzinationen - meistens äußern diese sich dadurch, dass sich ihre Realität mit Erinnerungen aus ihrer Kindheit oder frühen Jugend vermischen und sie sich Dinge einbildet, die gar nicht da sind. Außerdem scheinen sich dann die Farben, die sie wahrnimmt, zu verändern oder zu mischen. Trotzdem fällt es ihr in diesen Situationen nicht immer leicht Realität und Halluzination auseinander zu halten - eher im Nachhinein, wenn ihr klar wird, dass sie sich das gerade nur eingebildet hat.

... trägt an ihrem linken Handgelenk ein Armband mit dem Schriftzug "Where there's a will, there‘s a way" - ein Abschiedsgeschenk von ihrer besten Freundin und der einzigen Person, der sie von ihrem wahren Vorhaben erzählt hat, bevor sie ihr Zuhause und ihre Familie verlassen hat, um durch die Staaten zu reisen.

... die Innenseite ihres rechten Handgelenks ziert dafür seit etwa einem Jahr ein Tattoo - 'Take me to Neverland' mit einer kleinen Peter Pan Silhouette. Ein Zitat aus ihrem Lieblings-Disney-Film. Außerdem hat ihr ihre Freundin Mel noch ein weiteres Tattoo gestochen, bevor sie auf ihren kleinen Road Trip entlang der West Coast aufgebrochen ist...

... liebt übrigens Disneyfilme und Zitate aus diesen genauso wie die Filmmusik dazu und sonstige Comicfilme.

... außerdem hört sie gerne die Musik von Queen

... und auch sonst hat sie eigentlich immer ihr Smartphone mit ihrer Lieblingsmusik-Sammlung dabei - das schlimmste was ihr passieren kann ist, dass der Akku leer geht!

... hat im Übrigen eine Schwäche für Smoothies!

... und mag schon seit sie ein kleines Kind ist pürierte Erbsen - womit sie von ihrer Familie immer aufgezogen wurde!

... ihre Lieblingstiere sind Elefanten

... dafür findet sie Fisch in jeglicher Form einfach ekelhaft - egal ob tot oder lebendig!

... womit sie auch gut leben kann ist ihre Allergie gegen Meeresfrüchte.

... allerdings kann sie den Geruch von Lavendel nicht ausstehen!


Story

*fett geschrieben = Joan

"Hast du schon mal darüber nachgedacht, dein Leben selbst zu beenden?"

"Beenden? Wozu?!"


16.November 2018, Baltimore (Johns Hopkins Comprehensive Brain Tumor Center )

Morgen fahre ich wieder nach Hause. Zwei Wochen war ich nun in Baltimore, weil mein Doc meinte, dass man mir hier besser helfen könnte... naja. Der gute Wille zählt - ich glaube er hatte wirklich die Hoffnung, dass die Ärzte hier ein Wunder vollbringen können und ich gesund und munter zurück nach Hause kehre. Nach Hause werde ich fahren - und ich habe beschlossen zumindest für meine Familie den Schein aufrecht zu erhalten, dass alles bestens ist. Das ich nur ein wenig im Urlaub war, um mal etwas anderes zu sehen und mich von den Nachwirkungen meines Unfalls zu erholen... aber ich glaube nicht, dass Mum oder Darlene die Wahrheit verkraften würden.

Fakt ist: Ich werde sterben. Das haben mir die Ärzte heute erneut bestätigt.

Der Tumor, der da wie ein Parasit in meinem Kopf schlummert, ist nicht nur bösartig, sondern auch inoperabel - das haben die Tests und Untersuchungen erneut gezeigt. Eine Operation würde ich vermutlich gar nicht erst überleben und wenn... ist die Frage was 'von mir' übrig wäre. Natürlich haben sie mir auch die Alternativen aufgezeigt... Chemo und Co - aber das alles würde nur das Unumgängliche hinauszögern. Bestenfalls für ein paar Wochen... die ich dann ohnehin nicht genießen könnte, dank der ganzen Nebenwirkungen, die man mir aufgezählt hat. Deshalb habe ich beschlossen, nach Hause zu fahren. Mum würde ohnehin durchdrehen, wenn ich Weihnachten nicht bei der Familie wäre... Ein letztes Weihnachten mit der Familie - bevor ich mir meine ganz persönliche Auszeit nehme. Diesen Entschluss habe ich gestern Nacht im Bett gefasst. Wenn ich schon sterben muss, dann will ich wenigstens sagen, dass ich einmal gelebt habe. Das ich etwas Unvergessliches erlebt habe. Ich wollte schon immer mal durch die Staaten reisen - einen Road Trip machen... all die großen Städte besuchen, die berühmten Sehenswürdigkeiten! Und meine Liste... als ich klein war, habe ich mir geschworen meine Liste eines Tages abzuarbeiten!! Also habe ich noch einiges vor, bevor ich sterben kann...



"Ich habe heute mit meinen Ärzten gesprochen... und wir haben uns dazu entschlossen, die Chemo zu beenden. Die letzte Runde hat keine Wirkung mehr gezeigt - naja... sie meinten ich soll die Zeit genießen, die mir noch bleibt..."

"Wie lang hast du noch?"

"Wenn es gut läuft... vielleicht noch einen Monat meinten sie. Und du?"

"Schwer zu sagen... ein paar Wochen? Monate? Der Doc hat sich da sehr vage gehalten... kommt wohl darauf an, wann der Tumor sich dazu entscheidet weiter zuwachsen..."

"Hm... auch nicht wirklich prickelnd. Naja...ich habe jedenfalls beschlossen zu meinen Eltern aufs Land zu fahren. Nach der Schule konnte ich es kaum erwarten endlich aus diesem Nest raus zu kommen... und jetzt.... ist es irgendwie der einzige Ort, an dem ich sein möchte,... du weißt schon... wenn es soweit ist. Hast du dir schon mal Gedanken darüber gemacht, wo du sterben willst?"

"Nein... ich denke lieber darüber nach, was ich bis dahin noch alles erleben will."

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A Dream is a wish your heart makes.
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"...oh und schreib drauf 'Einen Rockstar küssen'!! - stell dir mal vor... wie cool wäre das denn!"

"Was? Nein! Ach... du verstehst das nicht!! Ich will keine Liste schreiben mit Dingen die 'cool' oder 'abgefahren' oder vollkommen verrückt sind... sondern eine Liste mit Dingen, die ich in meinem Leben unbedingt mal machen oder ausprobieren will... "

"Ach und einen Rockstar würdest du nicht gerne mal küssen? Also ich schon!", gab Teresa ein wenig angesäuert von sich und verschränkte schmollend die Arme vor der Brust. .

Damals, im Baumhaus auf dem alten Apfelbaum bei uns im Garten, dachte ich noch meine Freundin versteht überhaupt nicht, worum es mir mit dieser blöden Liste ging, die ich auf einer Seite meines ersten Notizbuches begonnen hatte. Ich dachte: Wie kann jemand nur so oberflächlich sein - und warum war ich überhaupt mit ihr befreundet, wenn sie doch am liebsten den ganzen Tag nur über ihre Lieblingsband sprach, die ich überhaupt nicht mochte. Wieso war ich überhaupt hier mit ihr, anstatt mit Archie zu Dad in die Werkstatt zu fahren?

Erst Jahre später begriff ich wieso es dennoch der beste Sommer meines bisherigen Lebens war: Weil diese Zeit - dieser Sommer den wir gezwungenermaßen zusammen verbracht hatten, weil ihre Eltern zu ihrer kranken Oma nach Ohio fliegen mussten und sie deshalb bei uns geblieben war - sie schließlich zu meiner besten Freundin gemacht hat. Und wahrscheinlich der einzigen Person, die je verstehen konnte, warum es mir so wichtig war nun nach all den Jahren diese blöde Liste wieder hervor zu holen, und die Punkte darauf in Angriff zu nehmen. Sie hat mir nie Vorwürfe gemacht, warum ich so plötzlich verreisen wollte und einfach alles - meine Familie und meine Freunde - zurück ließ, sondern mir nur viel Spaß und eine schöne Zeit gewünscht. Aber ich glaube insgeheim wusste sie den Grund schon, als ich zum ersten Mal von meinem Plan sprach... oder ahnte ihn zumindest.

25.August 2001, Prescott

Manchmal wünsche ich mir, dass sie einfach still ist. Aber ich glaube, Teresa würde es sogar fertig bringen im Schlaf weiter zu reden, nur um mich damit um den Verstand zu bringen...
Sie ist ja SO NERVIG!



____
You can't change the past
but you can ruin the present
by worrying about the future

____


Goooott... diese schwüle Hitze war die letzten Tage wirklich unerträglich gewesen... aber es nützte ja nichts, denn nur weil Joan zu warm war, machte sich die Arbeit ja leider trotzdem nicht von selbst...

"Joan, in Zimmer sieben fehlen noch frische Handtücher und Miss Bleacher wollte noch frisches Eis auf ihr Zimmer haben. Kümmerst du dich bitte darum?!"

"Ja klar! Mach ich sofort!"

... und obwohl es bereits Ende Oktober war, schien das Thermometer mal wieder verrückt zu spielen und Temperaturen überhalb der 35°C Marke anzuzeigen, als ob es nicht langsam genug war mit diesem Wetter. Leider gab es immer noch genug verrückte, die das unterschätzten und Urlaub in Arizona machten. Und sich wie Miss Bleacher dann einfach mit dem Gratis Eis in den klimatisierten Zimmern einschlossen. Einen Luxus, den Joan jetzt auch nur zu gerne gehabt hätte...

"Joooaaaan. Der Klemptner ist da - würdest du ihm bitte..."

"... das verstopfte Abflussrohr in Zimmer drei zeigen, ja natürlich. Bin sofort da!", mit dem Handrücken wischte sie sich den Schweiß von der Stirn und griff dann nach dem Berg gebrauchter Bettwäsche vor sich, um ihn mit in Richtung Wäschekammer zu nehmen und auf dem Weg den wartenden Kemptner einzusammeln. An solchen Tagen wünschte sie sich wirklich ihren Nebenjob im Diner zurück. Da waren die Arbeitszeiten zwar nicht halb so angenehm gewesen wie hier... aber dafür war das ganze Diner klimatisiert und es hatte ordentlich Trinkgeld gegeben, was man bei Miss Bleacher nicht erwarten brauchte. Auch wenn sie ihr fünfmal am Tag frisches Eis brachte. Aber gut - alles hatte seine Vor- und Nachteile... immerhin konnte sie zu dem kleinen Hotel der Carpenters auch bequem mit dem Rad fahren, und sparte sich so den Sprit fürs Auto... "Joan... hast du mal eine Minute?" "Ja, ich bin gleich da - einen Augenblick!!"

18.Oktober 2018, Prescott (Hospital )

Heute morgen bin ich im Krankenhaus aufgewacht. Die Schwester meinte, ich hatte einen Unfall... ein Auto hat mich angefahren, als ich gerade auf dem Heimweg von der Arbeit war. Der Scheißkerl hat Fahrerflucht begangen und mich einfach im Graben liegen lassen - aber zum Glück hat eine junge Frau das ganze beobachtet und direkt einen Krankenwagen gerufen... tja und nun liege ich hier. Mir brummt ordentlicher der Schädel und ich habe einige Schrammen und eine Platzwunde am Kopf... aber ansonsten bin ich überraschenderweise fast unverletzt. Gut, ich muss diese fruchtbare Halskrause tragen und die Schwester meinte, dass der Doc noch mit mir sprechen will, jetzt wo ich wieder wach bin... wohl irgendwas... wegen meinem Kopf. Aber ich scheine ja noch vernünftig schreiben zu können, kann mich - abgesehen von dem Unfall selbst - an alles erinnern und habe auch sonst keine Probleme, bis auf diese rasenden Kopfschmerzen - also kann ja nicht allzu viel kaputt gegangen sein bei meinem Sturz, oder? Mal schauen, was er will...!




18.Oktober 2018, Prescott (Hospital )

Im ersten Moment dachte ich, der Arzt will mich verarschen. Ein Tumor. In meinem Kopf – ohne, dass ich irgendwas davon mitbekommen habe! Klar... in letzter Zeit hatte ich häufiger Migräne, aber ich dachte das liegt an der vielen Arbeit und dem ständigen hin und her pendeln zwischen Job, Zuhause und Darlene... da habe ich halt ab und an vergessen genügend zu trinken. Aber mein Arzt meint, dass könnte auch von dem Tumor kommen. Genaueres kann er mir noch nicht sagen, aber er will noch einige Untersuchungen mit mir machen... jedenfalls hatte ich wohl Glück, dass mich dieser Idiot angefahren hat - denn ohne das CT hätten sie den Tumor wohl gar nicht erst entdeckt.

Ich weiß noch nicht so recht, was ich von der ganzen Sache halten soll... eigentlich würde ich gerne nach Hause, aber der Doc meint ich muss noch mindestens bis zum Wochenende da bleiben. Meiner Familie habe ich erst mal nichts davon erzählt. Ich will nicht, dass sie sich unnötig Sorgen machen und noch mehr wie aufgescheuchte Hühner um mich herumspringen. Das konnte ich noch nie leiden. Wenigstens hat sich Teresa für heute Nachmittag angekündigt - dann kann die mir den verrückten Haufen ein wenig vom Hals halten!



Joan war froh gewesen, als man sie wieder aus dem Krankenhaus entlassen hatte. Noch besser war nur gewesen, als sie endlich wieder diese ätzende Halskrause abnehmen durfte - auch wenn der Arzt ihr eingebläut hatte, sich trotzdem noch weiter zu schonen. Aber das konnte sie ja auch bei einem gemütlichen Stadtbummel mit Teresa - nicht wahr?

"Du sagst aber Bescheid, wenn es dir zu viel wird oder du eine Pause brauchst, ja? Wir können uns sonst ja auch in ein Café setzten oder..." - "Teresa! Es geht mir gut - wirklich!! Ich will einfach nur ein wenig raus, bevor mich die Überführsorglichkeit meiner Mutter noch um den Verstand bringt - also fang du jetzt bitte nicht auch noch damit an!", gab die Blonde leicht genervt zurück, musste dann aber doch wieder Grinsen als ihre Freundin mit einem Lachen abwehrend die Hände hob, "Ok, ok... hab schon verstanden.... na dann komm - ich brauche dringend noch eine neue Jeans... und ich hab gesehenen das sie bei Bertas gerade Prozente haben, da müssen wir unbedingt vorbeisehen!", hakte sie sich gut gelaunt unter, auch wenn Joan merkte, dass sie dabei vorsichtiger war als sonst. Alle meinten sie in Watte packen zu müssen... das fand die junge Frau wirklich furchtbar - aber Teresa gab sich wenigstens Mühe normal mit ihr umzugehen, dabei wusste sie wohl als einzige, wie ernst die Lage tatsächlich war.

Noch während ihres Krankenhausaufenthaltes war Joans Freundin bei einem Spaziergang nämlich Zeugin geworden von... nun ja... den 'Auswirkungen' ihres Tumors. Es war das erste Mal, das Joan - mehr oder weniger bewusst - die surrealen Halluzinationen wahrnahm, die dieser auslöste. Währenddessen wurde Teresa deutlich schneller klar, dass da etwas nicht stimmte. Joan fing an die bunten Farben im Park hinter dem Krankenhaus zu bewundern - sah sich dabei staunend wie ein kleines Kind um, obwohl die Blüten doch bei weitem nicht so schillernd waren, wie sie beteuerte. Aber das wirklich etwas nicht stimmen konnte ahnte Teresa schließlich, als Joan sie fragte, woher denn plötzlich die Flamingos kamen. Teresa hatte hier in der Gegend erst einmal Flamingos gesehen - und zwar als sie mit den Josephs als Kind in den Zoo gegangen war. Aber hier im Park waren definitiv keine Flamingos zu sehen!

20.Oktober 2018, Prescott (Hospital )

Mein Arzt meint, der Unfall könnte wohl dafür gesorgt haben, dass der Tumor weiterwächst. Genaueres kann er aber nicht sagen, weshalb er mich an eine Spezialklinik in Baltimore verwiesen hat. Ich soll noch in der kommenden Woche dorthin - durch einen alten Studienfreund konnte er mir kurzfristig einen Termin besorgen...

So ganz geheuer ist mir die Sache noch immer nicht. Und wenn ich nicht am eigenen Leib mitbekommen hätte, wie mein Kopf mir plötzlich diese Streiche spielt... hätte ich ihn wohl einfach für verrückt erklärt und wäre wieder gegangen. Aber scheinbar ist die Sache doch ernster, als ich dachte. Ich weiß noch nicht, was ich meiner Familie erzählen soll... nur das ich sie nicht damit belasten will, solange ich kein endgültiges Ergebnis habe. Ich will nicht, dass sie sich womöglich unnötig solche Sorgen machen... aber wenn ich ehrlich bin... habe ich eine scheiß Angst vor dem, was mich in Baltimore erwartet.



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Find a place inside where there's joy, and the joy will burn out the pain.
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"Miss Josephs - ihr Termin beim Radiologen ist in einer Viertelstunde - bitte denken sie daran vorher nochmal bei mir vorbei zu kommen, damit ich ihnen ihre Krankenakte mitgeben kann...", erinnerte sie die Schwester mit einem kurzen Blick durch die Tür. "Ähh... ja... Ja ich komme gleich!", gab die Blonde noch etwas zerstreut von sich, bevor sie wieder den Kopf in Richtung der Pappkiste in ihrem Koffer drehte und weiter durch ihre alten Notizbücher kramte. Sie war auf der Suche nach einem bestimmten - weil sie nachschauen wollte, wann ihr zum ersten Mal diese sonderbaren Kopfschmerzen aufgefallen waren... Joan war sich ziemlich sicher, dass sie da mal etwas notiert hatte... und dann fiel 'sie' ihr plötzlich wieder in die Hände - oder besser: Eines der Notizbücher fiel ihr aus der Hand - und direkt daraus segelte eine alte Liste vor ihre Füße, die sie schon wieder fast vergessen hatte. Ihre Liste mit den Dingen, die sie noch tun wollte... Wie lange war es jetzt schon her, dass sie das letzte Mal einen Blick darauf geworfen oder einen Punkt hinzugefügt hatte? Das war sicher noch zu High School-Zeiten gewesen. Danach hatte sie so viel anderes im Kopf... vor allem die Arbeit, dass sie keinen Gedanken mehr daran verschwendet hatte, was einmal ihre Wünsche und Träume gewesen waren. Was sie früher unbedingt einmal hatte erleben wollen. Eigentlich traurig, dachte Joan noch, als sie das Notizbuch aufhob und zurück zu den anderen in die Kiste legte - nur die Liste... die hielt sie noch ein wenig in ihrer Hand, und ging die Punkte durch.

"Wer weiß, wie viel Zeit ich dafür tatsächlich noch habe...", flüsterte sie leise vor sich hin, und dachte darüber nach. Früher hatte sie sich immer gesagt, dafür ist noch jede Menge Zeit. Nach der Schule. Nach der Arbeit. Nach dem College. Erstmal das Studium abschließen... nun würde sie vermutlich niemals als High School Lehrerin arbeiten, wie es immer ihr Traum gewesen war… Mit einem leichten Kopfschütteln versuchte sie diese Gedanken beiseite zu schieben - sie musste los zu ihrem Termin... und so landete die Liste einfach in ihrem aktuellen Notizbuch, dass sie sich schnappte, bevor sie ihr Krankenzimmer verließ.

18.Dezember 2018, Prescott

Je näher es auf Weihnachten zugeht, umso schlechter wird meine Laune. Ich gehe den anderen schon so gut es geht aus dem Weg... aber es ist wirklich schwer für mich. Auf der einen Seite möchte ich gerne jede einzelne Minute mit meiner Familie verbringen - und gleichzeitig ertrage ich dieses geschäftige Treiben und diese Vorweihnachtsstimmung kaum... Gestern ist Archie endlich nach Hause gekommen und schon den ganzen Vormittag mit Dad dabei das Haus von innen und außen mit Weihnachtsdeko voll zuhängen. Die Vorstellung, dass dies vielleicht mein letztes Weihnachtsfest sein wird... dass ich den nächsten Sommer womöglich schon gar nicht mehr miterleben werde.... das macht mich im Moment wirklich fertig.

Die letzten Tage ist mir immer mehr bewusst geworden, wie viel Zeit ich doch eigentlich vergeudet habe die letzten Jahre... also... nicht wirklich vergeudet - aber ich habe meine Wünsche immer hintenangestellt. Mein spontaner Entschluss zu verreisen und meine Liste endlich in Angriff zu nehmen - den ich so Hals über Kopf in Baltimore getroffen habe - hat sich seit meiner Rückkehr nach Prescott eigentlich nur noch gefestigt. Was bringt es mir die letzten Tage, Wochen oder Monaten hier herumzusitzen und 'auf das Ende' zu warten? Das macht mich sicher nicht glücklicher... ich weiß nur noch nicht, wie ich das ganze meiner Familie beibringen soll...



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Never say goodbye, because saying goodbye means going away. And going away means forgetting.
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"DU HAST DEIN PRAKTIKUM ABGESAGT?!!", fassungslos hatte ihre Mutter Joan angestarrt, nachdem die Zweitälteste so nebenbei beim Weihnachtsessen hatte fallen lassen, dass sie nach den Feiertagen nach New York reisen würde. Gut - sie wollte Silvester im Big Apple verbringen. Das hätte sie wohl noch verstanden, auch wenn Mrs. Josephs das für keine besonders gute Idee hielt. Seit Joans Unfall wollte sie die junge Frau am liebsten ja gar nicht mehr aus dem Haus lassen. Aber… gleich das ganze PRAKTIKUM ABSAGEN? "Du kannst doch nicht einfach…ich meine – du musst doch das Praktikum… - "Mum..." - "…nachweisen, wenn du zum nächsten Schuljahr eine feste Anstellung als Lehrerin willst...und überhaupt..." - "Mum!" - "... halte ich es für keine gute Idee, wenn du ganz allein nach New York reist. Wer weiß was für komischen Leuten du da über den Weg..." - "MUM!! Würdest du mich vielleicht mal AUSREDEN LASSEN?!!"

Mit so einer Reaktion hatte sie ganz offensichtlich nicht gerechnet, denn Joans Mutter starrte sie mit offenem Mund an, genauso wie auch alle anderen am Tisch sie wie einen Alien anstarrten und das Essen unterbrachen. Nur Phil manschte weiter fröhlich mit seinem Löffel im Essen herum. Naja, wenigstens hatte sie nun die gewünschte Aufmerksamkeit. "Ich werde über Silvester nach New York fliegen. Und danach vermutlich noch eine Weile an der Ostküste bleiben." - Joan konnte die Fragezeichen in den Gesichtern ihrer Familie sehen, doch es war ihr Vater, der schließlich nachhakte. Ein wenig... unsicher?! So kannte sie ihn sonst gar nicht. „Willst du dir dort Schulen ansehen?"... phu... nun war es also soweit. Sie musste ihrer Familie erklären, warum sie nach diesem 'Ausflug' nicht wieder nach Hause kommen würde. Nur... brachte sie es immer noch nicht übers Herz. "Seit der High School habe ich nichts anderes gemacht, als gearbeitet und Geld beiseitegelegt… und noch mehr gearbeitet, um mein Studium zu packen. Bis zum nächsten Schuljahr ist es noch eine Weile hin - und ich möchte die Zeit nutzen, um noch ein bisschen was zu sehen. Mir Gedanken über die Zukunft machen. Und ja... vielleicht auch die ein oder andere Schule dort ansehen - bisher hab ich das immer hinten angestellt..." - naja... zumindest war das nicht ganz gelogen - und auch wenn Joan den Missmut im Gesicht ihrer Mutter erkennen konnte, schien zumindest ihr Vater Verständnis für diesen 'Wunsch' zu haben und nickte.

Trotzdem würde sie ihren Hintern darauf verwetten, dass sie sich später noch etwas von ihrer Mutter würde anhören dürfen.

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Today is the first day of the rest of your life!
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"Hey...du... wie war nochmal dein Name? - Miss Arizona - ja genau dich mein ich! Pack mal mit an - die müssen noch in den Aufzug und hoch!" - Man konnte sein ganzes Leben einen Namen tragen - und dann kam irgend so ein vergesslicher Kerl daher, der sich keine Namen merken konnte... und schaffte es innerhalb von nicht mal zwei Stunden, einem einen neuen zu verpassen! Denn lustigerweise nannten sie nach diesem Abend alle nur noch Arizona - selbst irgendwelche Gäste, von denen sie nicht mal wusste, dass sie auf dieser Party waren, bis sie plötzlich vor ihr standen und eine Flasche Sekt oder Vodka orderten. Bald schienen sie alle zu kennen - und das nur, weil ihr Chef ein Namensgedächtnis wie ein Sieb hatte - aber sich natürlich daran erinnern konnte, dass sie aus Arizona stammte...

1.Januar 2019, New York City

An meine geliebte Familie,

wir haben nun tatsächlich 2019 - und auch wenn ihr diesen Brief im besten Fall erst in einigen Monaten zu Gesicht bekommen werdet, wünsche ich euch zuallererst ein frohes neues Jahr! Ich wünsche euch nur das Beste - Glück, Gesundheit, Liebe und das all eure Wünsche in Erfüllung gehen mögen! Ich liebe euch von ganzem Herzen - ihr seid die großartigsten Eltern und Geschwister und die großartigsten Nichten und Neffen die ich haben kann - und auch wenn ich nicht in Person bei euch stehe, sind meine Gedanken immer bei euch!

...




Aber eigentlich war es Joan ja egal - denn sie war kurz davor einen ihrer Punkte von der Liste zu streichen. Sie war in New York. Sie hatte es tatsächlich geschafft, einen der heiß begehrten Cateringjobs für diese Silvesterparty im Empire State Building zu erhalten - und in einer guten halben Stunde würde sie auf der Dachterrasse Sektflöten an die Gäste verteilen... und mit ihnen den sagenhaften Blick genießen können ... die Feuerwerke über dieser Weltmetropole! "Arizona... ich brauch dich gleich hinten! Hilf beim Gläser befüllen - nachher soll niemand auf dem trockenen sitzen!"


Ich weiß, dass es für euch nicht leicht zu verstehen war, warum ich gegangen bin. Womöglich wisst ihr mittlerweile auch schon Bescheid - trotzdem wollte ich mich nochmal erklären. Etwas das ich leider nicht übers Herz gebracht habe, als ich mich nach meinem letzten Weihnachtsfest von euch verabschiedet habe und mit meinem Koffer zum Flughafen gefahren bin.

Als ich von dem Tumor in meinem Kopf erfahren habe, war das ein Schock für mich. Trotzdem wollte ich euch nicht damit belasten. Ich wollte nicht, dass ihr euch die ganze Zeit sorgen um mich macht und schon zu trauern beginnt, bevor ich überhaupt gestorben bin. Ich will euch diese Zeit der Trauer gar nicht absprechen - aber bitte versprecht mir, dass ihr danach weiter macht und euer Leben genießt, so wie ich es mir immer für euch gewünscht habe. Ich kann euch versprechen - ICH werde meine letzten Tage genießen und voll auskosten, deshalb habe ich mich auch zu dieser Reise entschlossen.

...



Abgesehen von der schmalen Gasse, durch die Joan sich mit ihrem Tablett schob, um auch den letzten Gästen noch ein Glas zu bringen, war es mittlerweile gerammelt voll auf der Aussichtsplattform. Und dann war es soweit. "10...9...8...", zählten die Gäste im Chor herunter, und allein dieses Erlebnis bescherte Joan bereits eine Gänsehaut. Ihr Tablett war mittlerweile leer, bis auf das letzte Glas, welches sie nun selbst in die Hand nahm und gespannt den dunklen Nachthimmel betrachtete. "...7...6...5..4..." Es war frisch hier oben und trotz der enge fröstelte Joan ein wenig in der kalten Nachtluft. Das Kostüm, welches alle Kellnerinnen an diesem Abend tragen mussten, war eindeutig nicht für eine Silvesternacht gemacht. Aber auch das war ihr nun egal. Völlig fasziniert sah sie in die dunkle Schwärze... über die sich ein farbiger Film zu ziehen schien - so wie die regenbogenfarbenen Schimmer in einer Öllache. Waren das Spieglungen der nächtlichen Beleuchtung? Jedenfalls sah es wunderschön aus... "...3...2...1... FROHES NEUES!!" - und dann ging es los - ein bunt leuchtendes Farbenmeer aus den fantastischsten Formen. Ein einziges Schimmern und Flimmern. Joan wusste gar nicht, wo sie zuerst hinsehen sollte, während ihr wildfremde Menschen ausgelassen zu prosteten und sich viel Glück und Gesundheit für das neue Jahr wünschten. Joan lachte und strahlte, hatte das Gefühl, als stände sie selbst mitten im Funkenregen. Dies war das großartigste Feuerwerk, dass sie je gesehen hatte... und ganz für sie allein war es womöglich sogar noch ein wenig schillernder und farbenfroher als für den Rest um sie herum.


Es gibt so viele wundervolle Orte, so viele aufregende Dinge, die ich noch sehen und erleben will - und die Zeit ist so kurz... aber ich werde versuchen noch so viel ich kann mitzunehmen, bevor ich endgültig Abschied nehmen muss. So wie gestern, als ich das wohl atemberaubendste Silvesterfeuerwerk in meinem ganzen Leben auf dem Empire State Building miterleben durfte. Was bringen einem Träume, wenn man sie nicht lebt? Ich habe noch so viele Träume... und ich werde versuchen sie zu leben... und vielleicht auch in ihnen weiterzuleben, wenn ich irgendwann nicht mehr bin.

Ich hoffe, dass ihr mir meinen Egoismus in diesem Augenblick verzeihen könnt. Dass ich mir diese Zeit nehme - ganz für mich allein und meine Träume, damit ich später in Frieden gehen kann, wenn es soweit ist. Ohne Reue. Glücklich über das, was ich erlebt habe. Die tolle Zeit, die ich auf dieser Erde verbringen durfte - auch mit euch. Ich trage euch immer in meinem Herzen und jeden Tag seid ihr bei mir - wenn auch nur in Gedanken. Deshalb habe ich mir auch vorgenommen, euch von allem was ich erlebe zu schreiben. Ich will euch nicht aus meinem Leben ausschließen - euch nur die Sorgen ersparen, die doch völlig unnötig wären. Wenn ihr diese Zeilen lest, dann seid euch sicher, dass ich glücklich bin und mich auf das freue, was noch vor mir liegt - egal wie viel Zeit mir noch bleibt.

Ich liebe euch und werde immer bei euch sein.

Joan




To be continued...

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