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if need be, we would burn the whole world down
Dexter Hayes
Sage Montague
25.12.2019 Los Angeles
Ally
Member
My attitude's born out of necessity. I've made mistakes. I've made decisions I regretted. I know what it's like to live with regret. But if I let it take over, I'd never get out of bed in the morning.
Der Hüne macht seit Beginn an keinen freundlichen Eindruck. Dexter Hayes ist ein Mann, der viel in seinen Alter bisher erlebt hatte. Seit es die Hell Week der Navy Seals oder ein schief gelaufener Einsatz, bei dem gute Männer verloren gegangen sind. Das ist jedoch etwas, was er nicht preis gibt. Nach einigen temperamentvollen Wochen quittierte er den Job. Dexter ging es früher immer nur um den Job. Tode waren Kollatheralschäden. Aber Kammeraden sterben zu sehen und es die eigene Schuld war? Das ist dann doch etwas anderes. Er verschloß diesen Teil seiner Vergangenheit und wurde das letzte Jahr vor dem Ausbruch Berufsfeuerwehrmann. Lange konnte er den vermeintlichen Frieden nicht genießen. Als die Seuche begann sich auszubreiten, gehörte er zu den Überlebenden einer Safezone in Los Angeles und letztlich überlebte er auch sie. Dexter suchte sich eine kleine Gruppe zusammen. Er nannte sie die "Outlaws" und fand ihnen ein Zuhause. Ein Roadhouse im National Forest außerhalb der Stadt der Engel, welches von Operation Cobalt verschont blieb. Ein Zuhause, welches nach fast 3 Monaten fiel und nun zur verkohlten Asche geworden ist. Auf dem Weg mit seinen noch verbliebenen und neuen Gefährten ist er nun auf der Suche nach einen neuen Ziel. Etwas, wofür es sich lohnt zu kämpfen.
Abwesend
#1
Sie hatten verloren. Wer hätte das gedacht?
Noch ganz konnte der Hüne es nicht glauben, aber dafür fasste er es rasch auf. Ihre Leute waren entweder fortgelaufen, oder in den letzten Stunden gestorben. Es war vorbei. Das kleine Grüppchen, die den Namen Outlaws trugen gab es nicht mehr und dass hatte Dexter noch innerhalb des Kampfes begriffen. Es ging nur noch darum sich und Sage heil raus zu bringen und vor einer Hinrichtung zu bewahren. Nachdem die Blonde auch noch von einen der Wichsern verletzt wurde, war der ehemalige Feuerwehrmann ohnehin in Rage. Sein Gesichtsausdruck dunkler als es jemals in den letzten drei Jahren Seuche gewesen war. Nicht einmal Sage hatte ihn bisher so zu sehen bekommen. Knurrend riss er dem nächsten Biker die Kehle auf, der ihm seit dem letzten Zusammentreffen das Leben deutlich komplizierter gemacht hatte. Eine kleine Rache, doch das genügte nicht. Er nahm seine Gefährtin an der Hand, trug sie beinahe raus und hörte auf keine Widerworte. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet Dexter Hayes aufgab und die Flinte ins Korb warf? Aber sie hatten dieses Mal keine Chance gehabt. Blutig hatte er im Wahn noch seine Tasche rausziehen und einiges an Dingen reinwerfen können, die der Blonden gehörten. Viel war es nicht. Aber zumindest ein paar Kleidungsstsücke, Waffen und Persönliches. Mit dieser Tasche und der Frau an seiner Seite versuchte er sich im Schutz von ein paar Autowracks davon zu ziehen. "Wir haben verloren." murrte er überflüssigerweise das Offensichtle. Anstatt jedoch auf Sage zu reagieren drückte er ihr eine Flasche in die Hand und einen ... Knopf? "Aber wir geben unser Zuhause nicht her." unterbrach er sie grob und unhöflich und nickte zu beiden Dingen. Ein Molotovcoktail und einen Fernzünder. Es war beides nicht viel, aber genug um das Gebäude aus reinem Holz und Glas dem Erdboden gleich zu machen. Und allem, was sich darin befand. "Komm." murmelte der Dunkelhaarige dunkel und legte den Arm um ihre Hüfte, damit sie kaum auftreten musste und der Hüne sie quasi bis zum Schutz der Bäume trug. Hinter ihnen hallte das Gegröle wieder. Die Bastarde würden sich jedoch nicht lange in Sicherheit wiegen. Irgendwann musste er Sage erklären, wie er an etwas Sprengstoff gekommen war und weshalb er sie nicht in Kentniss gesetzt hatte. Aber er brachte die Navy Seals niemals aus seinen Knochen und auch wenn das Road House ihr Zuhause geworden war ... oder vielleicht auch deswegen wollte er es bis zum Schluß verteidigen. Und wenn verteidigen die Zerstörung bedeutete, dann nahm er auch das in Kauf. Mittlerweile hatten sie einige Meter Abstand zwischen sich und dem Ort geschaffen, der in die Luft fliegen soll. Der Molotov war eine Absicherung, dass auch der Letzte verbrennen würde. Dex nickte ihr und dem Zünder in ihrer Hand zu. Die Ehre würde er ihr lassen.

Lymi
blood thirsty little vixen
“Oh contraire, I’m able to annoy everyone in ten syllables or less. Sometimes, I don’t even have to speak at all. I just walk into the room and it rankles them.”
Im ersten Augenblick übersieht man gerne mal die 1,55m große Frau, wenn sie im Schatten von Dexter Hayes steht und doch ist mit Sage Montague nicht unbedingt zu Scherzen. Die 28-Jährige ist ja immerhin nicht umsonst seine Rechte Hand und von einer eher chaotischen Gesinnung. Auf der Suche nach ihrem Bruder, Valerian Montague, ist Sage auf dem Weg nach Baltimore und bewies damit einen starken Überlebensdrang. Auch wenn die misstrauische Frau niemals offen legen würde, was sie fühlt, sollte man die Finger von Dex lassen, wenn man sich nicht eine Kugel einfangen oder den Walkern zum Fraß hinterlassen werden will. Wer sagt denn, dass man bei einem Weltuntergang nicht doch noch wen finden kann, der wichtiger wird, als das eigene Leben? Die Outlaws sind ihre neue Familie und es gibt sehr wenig, was sie nicht für sie machen würde, da die winzige Montague bis auf dem Tod loyal ist.
Online
#2
Spätestens als sie von was auch immer es gewesen ist getroffen wurde und knapp über ihrer Hüfte einen Schmerz fühlte, den sie lange nicht mehr gespürt hatte, wusste Sage, dass es vorbei war. Sie konnte ihr eigenes Blut an ihrer Haut hinabfließen spüren, wie es sich warm anfühlte im Gegensatz zu ihrer kalten Haut, doch die Kälte spürte sie nicht mehr. Einzig und allein fühlte sie Wut, unbändig, brutal und unnachgiebig. Sie hatte Menschen sterben sehen, die sie in den letzten Jahren zu ihren Freunden gezählt hatte, sie hatte andere davonlaufen sehen… und das Roadhouse? Ihr Zuhause… es wurde eingenommen und ihr entrissen. Am Ende blieb nur Dexter an ihrer Seite, dessen finsterer Ausdruck selbst in den härtesten Menschen Angst hervorrufen konnte. Und doch verstand die Blondine ihn. Dennoch konnte sie nichts gegen die Worte: „Hey, ich bin keine Puppe!“ machen, die finster von ihren Lippen fielen, als Dexter sie halb von den Füßen riss und hinaustrug. Viel hatten sie nicht mehr retten können, aber das wenige, was sie nun hatten, würde erst einmal reichen müssen. Sage lehnte sich an Dexter, versuchte den Schmerz zu ignorieren, welches von der Wunde an ihrer Seite kam, zu ignorieren, während sie sich hinausschlichen und in Sicherheit brachten.

Als Sage Dexters Worte wahrnahm, blickte sie zu dem Hünen hinauf und drückte sanft seinen Arm, eher sie die Stirn runzelte, da er sie noch nicht einmal zu Wort kommen ließ. „Wo hast du das her?“, fragte sie leise, darauf achtend, dass ihrer Stimme nicht über das Gebrüll am Roadhouse trug, während sie den Fernzünder und den Molotovcocktail in die zierlichen Hände nahm. Die Hehlerin wusste, dass der Mann, dessen Bett sie seit einige Zeit teilte, Geheimnisse vor ihr hatte, genau wie sie die vor ihm hatte, doch sie hatte nicht damit gerechnet, dass Dexter soweit gehen würde, um eine Bombe vor ihr zu verstecken. Ein wenig beleidigte sie das schon. Doch lange konnte sie nicht darüber nachdenken, als Dexter sie gleich wieder an sich zog und mehr zu den Bäumen trug, als sie selbst tatsächlich lief. Auch wenn Sage es ihm noch nicht gesagt oder gezeigt hatte, schien er zu merken, dass die Verletzung an ihrer Seite nicht nur ein Kratzer war. Er kannte sie. So wie sie ihn kannte. Sage wusste, dass gerade nicht mit Dexter zu reden war, es mussten Handlungen folgen… einen Plan. Irgendwas. Sie mussten sich selbst absichern und sich selbst eine neue Zukunft aufbauen. Aber vorher… Sage blickte in die dunkeln Seen des ehemaligen Anführers der Outlaws und nickte nur leicht. Ihrer blutigen Finger schlossen sich noch fest um den Fernzünder, während ihr Daumen den Knopf suchte, ohne den Blick von Dexters Gesicht zu nehmen, presste sie den Knopf.

Nur wenige Sekunden später, ertönte der Knall, das Gebrüll der Biker, welches vorher durch den Wald hallte, wurde durch die Explosion unterdrückt. Die Druckwelle, welches von der Explosion kam, kam noch bei Sage und Dexter an, weswegen die Blondine sich gegen Dexters weite Brust presste. Am Himmel und auch in der direkten Umgebung des Road Houses bildete sich schnell dichten Rauch und die wenigen Überlebenden des Angriffes begannen schon bald zu schreien. Das Feuer würde nicht nur das übrige tun, hoffte Sage, sondern auch die Walker, die angezogen werden würde. Dennoch drückte die Montague Dexter wortlos der Cocktail zurück in die Hand und lehnte ihr Kopf an seiner Schulter. Innerhalb nur wenigen Sekunden hatten sie das zerstört, was sie zu verteidigen versucht hatten. „Wir müssen weg…“ flüsterte sie nur, in der Hoffnung, dass Dexter trotz des Chaos‘ hören würde.

Ally
Member
My attitude's born out of necessity. I've made mistakes. I've made decisions I regretted. I know what it's like to live with regret. But if I let it take over, I'd never get out of bed in the morning.
Der Hüne macht seit Beginn an keinen freundlichen Eindruck. Dexter Hayes ist ein Mann, der viel in seinen Alter bisher erlebt hatte. Seit es die Hell Week der Navy Seals oder ein schief gelaufener Einsatz, bei dem gute Männer verloren gegangen sind. Das ist jedoch etwas, was er nicht preis gibt. Nach einigen temperamentvollen Wochen quittierte er den Job. Dexter ging es früher immer nur um den Job. Tode waren Kollatheralschäden. Aber Kammeraden sterben zu sehen und es die eigene Schuld war? Das ist dann doch etwas anderes. Er verschloß diesen Teil seiner Vergangenheit und wurde das letzte Jahr vor dem Ausbruch Berufsfeuerwehrmann. Lange konnte er den vermeintlichen Frieden nicht genießen. Als die Seuche begann sich auszubreiten, gehörte er zu den Überlebenden einer Safezone in Los Angeles und letztlich überlebte er auch sie. Dexter suchte sich eine kleine Gruppe zusammen. Er nannte sie die "Outlaws" und fand ihnen ein Zuhause. Ein Roadhouse im National Forest außerhalb der Stadt der Engel, welches von Operation Cobalt verschont blieb. Ein Zuhause, welches nach fast 3 Monaten fiel und nun zur verkohlten Asche geworden ist. Auf dem Weg mit seinen noch verbliebenen und neuen Gefährten ist er nun auf der Suche nach einen neuen Ziel. Etwas, wofür es sich lohnt zu kämpfen.
Abwesend
#3
Dexter hörte die Worte seiner letzten Gefährten, jedoch ignorierte er sie. Natürlich wuste er, dass sie keine Puppe war. Jedoch galt es jetzt einfach ihm zu vertrauen und genügend Distanz zum Roadhouse zu gewinnen. Ihrem Zuhause. Es war verloren und es war an der Zeit das Weite zu suchen. Sich geschlagen zu geben stand beiden nicht. Doch Dexter hatte genügend von seiner Vergangenheit gelernt, um einen Notfallplan ausgearbeitet zu haben. Erst als sie seinen Arm berührte und sanft zudrückte, sah er ihr ins Gesicht. Hielt ihren Blick stand. Dennoch schwieg er. Es war nicht an der Zeit für Erklärungen, sondern dass sie alles ein Ende setzten. Die Bikergang dachte, sie hatte gewonnen. Aber diesen Triumph würde weder er, noch gewiss Sage, ihnen nicht gönnen. Dexters Blick verhärtete sich, er biss seine Zähne zusammen und schweig. Er würde es ihr später erklären. Dann, wenn es zumindest für einen Augenblick ruhig war. Jetzt konnten sie noch nicht durchatmen. Aber Sage war nicht dumm. Den typischen Blondinenwitz konnte man bei der Montague nicht bringen. Nicht dass er sich generell je dazu herablassen würde.

Erneut führte er sie wortlos weiter, nachdem er sich sicher war, dass sie beide niemand beobachtete. Stur wollte er niemals den Wichsern dass gönnen, was sich die Outlaws über die letzten Monate so hart erarbeitetet hatten. Das Roadhouse hatte zugegeben sicher schon bessere Tage erlebt als heute. Doch drei Jahre Apokalypse und Zeit der wandelnden Toten kosteten ihren Tribut. Wie er auch den Menschen abverlangt wurde. Sage wusste, dass sein Plan das Beste war, was beide aktuell hatten. Es hielt sie hier nichts mehr. Die wenigen Menschen, die ihrer Gruppe angehört hatten, gab es nicht mehr. Sie lagen entweder im Sterben oder waren bereits tot.

Im Augenwinkel nahm er die Bewegung ihres Fingers wahr. Und dann... kein ein Atemzug später ging das Gebäude in Flammen auf. Glas zerbrach, Holz zerbarste und Flammen umzüngelt jeden Winkel. Die Schreie waren grauenvoll und erinnerten Dexter an alte Zeiten. Seine Miene verdunkelte sich sogar ein wenig mehr, als er das Schauspiel beobachtete. Einer der Männer rannte schreien und in Flammen aus dem Gebäude. Er versuchte sich zu retten und doch würde er den Kampf verlieren und unter Qualen sterben. Ihr Zuhause war tot. Genauso wie seine Freunde. Ebenfalls die von Dexter und Sage. Der Hayes nahm die Flasche mit dem brennbarem Inhalt wieder an sich. Verstaute sie sicher in seiner Tasche und nahm dabei jedoch noch immer nicht den Blick von der brennenden Gestalt. Wollte seine letzten Augenblicke noch erleben und richtete sich auf. Trat damit auch aus dem Schutz des Verstecks und für einen Moment musste Dexter wirklich überlegen. Er hatte die leisen Worte gehört, doch nicht verstanden. Trotzdessen wusste er, was sie sagte. Dass sie hier verschwinden mussten. Und mit Sicherheit hatte sie damit Recht. Doch die ruhige, hasserfüllte Wut hatte bereits ihren eiseren Griff um den einstigen Anführer, der sich bereits der heulenden Figur näherte. Dexter wollte sichergehen, dass er der Letzte war, den er vor seinem Tod noch zu Gesicht bekam. Schweigend ragte der einstige Feuerwehrmann über ihm auf, der ihn panisch ansah. Die Flammen sorgten zwar für einen verhältnismäßig schnellen Tod, jedoch fühlte er sich ganz sicher nicht danach an und auf jeden Fall nicht gnädig. Dexter sah zu, wie die Haut und das Fleisch verbrannte und roch den süßlichen, widerwärtigen Geruch, bevor er sich wieder abwand und zu Sage zurück kehrte. "Gehen wir." sprach er rau, schulterte seine Tasche, die er zuvor bei der Blonden gelassen hatte und setzte sich in Bewegung.

Lymi
blood thirsty little vixen
“Oh contraire, I’m able to annoy everyone in ten syllables or less. Sometimes, I don’t even have to speak at all. I just walk into the room and it rankles them.”
Im ersten Augenblick übersieht man gerne mal die 1,55m große Frau, wenn sie im Schatten von Dexter Hayes steht und doch ist mit Sage Montague nicht unbedingt zu Scherzen. Die 28-Jährige ist ja immerhin nicht umsonst seine Rechte Hand und von einer eher chaotischen Gesinnung. Auf der Suche nach ihrem Bruder, Valerian Montague, ist Sage auf dem Weg nach Baltimore und bewies damit einen starken Überlebensdrang. Auch wenn die misstrauische Frau niemals offen legen würde, was sie fühlt, sollte man die Finger von Dex lassen, wenn man sich nicht eine Kugel einfangen oder den Walkern zum Fraß hinterlassen werden will. Wer sagt denn, dass man bei einem Weltuntergang nicht doch noch wen finden kann, der wichtiger wird, als das eigene Leben? Die Outlaws sind ihre neue Familie und es gibt sehr wenig, was sie nicht für sie machen würde, da die winzige Montague bis auf dem Tod loyal ist.
Online
#4
Obwohl Dexter ihr Beschwerde ignorierte und sich weiterhin dafür entschied, dass er sie wie eine Puppe behandeln wollte, gab es im Augenblick keinen Mann, den Sage mehr mit ihrem Leben vertraute, wie der Hüne und das wusste Dexter. Trotz – vielleicht aber auch wegen – seinen ganzen Geheimnissen vertraute sie Dexter blind und würde mit ihm jede Zeit in die Hölle absteigen, da ihr klar war, dass er immer ihren Rücken haben würde. Wie sie seinem. Es war also auch nicht schwer zu erkennen, welche tobenden Abgründe in sie beide vorgingen, aufgrund der Tatsache, dass sie ihr Zuhause verloren hatten. Sages Augen blitzten, vor Wut, vor Schmerz und irgendwie auch vor Trauer, während sie Dexter weiterhin ansah. Kein Wort wechselten die beiden Outlaws, die Letzten ihrer kleinen Gruppen, die einfach zu stur zum Sterben waren und auch der Plan von Dexter brauchte keine Erklärung. Die Fragen, die Sage jedoch hatte, diese konnten warten, bis sie sich in Sicherheit wussten. Stattdessen konzentrierte sich die Blondine auf Dexters unerklärten Plan und neigte ihren Kopf dabei an dem ehemaligen Anführer der Outlaws… Sie konnte nicht zusehen, wie das Haus, welches sie Zuhause genannt hatte, in die Luft flog, auch wenn es ihr Genugtuung gab, dass sie nicht ganz verloren hatten. Sie hatte zwar das Roadhouse verloren, doch am Ende waren sie beide – Dex und sie – am Leben und diese Biker-Bastarde nicht. Langsam atmete Sage aus, als das Roadhouse dem Erdboden gleich gemacht wurde. Sie öffnete nur sehr langsam, während sie den Schreien lauschte, den Geruch von verbranntem Fleisch und Holz einatmete, die Augen.

Als Dexter sich erhob seufzte die Montague innerlich, da ihr sein Blick nicht entgangen war. Sie folgte es sogar auf dem Mann, der noch schreien und brennend langsam und qualvoll verreckte. Mitleid? Das spürte die junge Frau nicht. Nicht nachdem was die Biker ihnen angetan hatte. „Dex!“, zischte die Blondine, als er dann auch noch aus dem Schutz der Bäume auf dem Mann zutrat und hätte dem Hünen am liebsten in den Arsch getreten. „Lass den Bullshit!“ Doch der Hayes hörte nicht auf sie und ging zielstrebig auf dem brennenden Wichser zu, der noch zuckte, blieb jedoch selbst im Schatten der Bäume versteckt, auch wenn sie sich etwas schwergängig vom Boden erhob und ihrem Idioten den Rücken freihielt. Wer wusste ob diese Wichser nicht doch noch mehr Leuten in den Bäumen versteckt hielten? So hätte sie es jeden Falls gemacht… Doch dieses eine Mal schienen das ungleiche Paar Glück zu haben. Denn als der Wichser am Boden seinen letzten Atemzug nahm, kehrte Dexter zu ihr zurück. Sage blickte ihn böse an und hätte ihn am liebsten für seine dumme, impulsive und eindeutig aus wutgeforderte Handlung geschlagen. Doch dafür blieb ihnen einfach nicht die Zeit, denn selbst wo die Biker alle hingerichtet wurden waren, bestand die Möglichkeit, dass die Walker von der Explosion angelockt sein würden und ihnen somit den Fluchtweg absperren könnte. Mit einer blutigen Hand fuhr sich Sage durchs Haar und blickte noch ein letztes Mal auf das Roadhouse, welches vor sich her brannte, aus dem die Schreie immer weniger wurden, als ein Bastard nach dem Anderen an den Flammen und seine Verletzungen erlag, bevor sie nickte und sich ebenfalls in Bewegung setzte, ihrer Schritte jedoch langsamer als zuvor, während ihr Körper den Adrenalinschub zu verlieren schien, den sie vorher noch bekommen hatte.

Sie wusste nicht, wie lange sie mit Dexter einfach schweigend lief, vielleicht waren es nur wenige Minuten, vielleicht aber auch ungefähr eine Stunde, aber als die Geräusche von dem Roadhouse komplett verstummt waren, öffnete sie ihrer zusammengepresste Lippen. „Dex…“, gab sie leise zu verstehen. „Ich brauche eine Pause.“ Und einen Plan, fügte sie unzufrieden gedanklich hinzu, während sie sich an den nächst bestem Baum lehnte, der ihr Halt gab. Kurz blickte sie zu ihrer Hüfte hinab, der Top, welches sie unter ihrer Jacke getragen hatte, hatte sich schon mit ihrem Blut vollgezogen und gab einen noch viel grauenhafteren Eindruck ab, als sie sowieso schon abgab. „Und ein neuen Oberteil…“, scherzte die Blondine schwach und blickte wieder zu dem Hünen auf.

Ally
Member
My attitude's born out of necessity. I've made mistakes. I've made decisions I regretted. I know what it's like to live with regret. But if I let it take over, I'd never get out of bed in the morning.
Der Hüne macht seit Beginn an keinen freundlichen Eindruck. Dexter Hayes ist ein Mann, der viel in seinen Alter bisher erlebt hatte. Seit es die Hell Week der Navy Seals oder ein schief gelaufener Einsatz, bei dem gute Männer verloren gegangen sind. Das ist jedoch etwas, was er nicht preis gibt. Nach einigen temperamentvollen Wochen quittierte er den Job. Dexter ging es früher immer nur um den Job. Tode waren Kollatheralschäden. Aber Kammeraden sterben zu sehen und es die eigene Schuld war? Das ist dann doch etwas anderes. Er verschloß diesen Teil seiner Vergangenheit und wurde das letzte Jahr vor dem Ausbruch Berufsfeuerwehrmann. Lange konnte er den vermeintlichen Frieden nicht genießen. Als die Seuche begann sich auszubreiten, gehörte er zu den Überlebenden einer Safezone in Los Angeles und letztlich überlebte er auch sie. Dexter suchte sich eine kleine Gruppe zusammen. Er nannte sie die "Outlaws" und fand ihnen ein Zuhause. Ein Roadhouse im National Forest außerhalb der Stadt der Engel, welches von Operation Cobalt verschont blieb. Ein Zuhause, welches nach fast 3 Monaten fiel und nun zur verkohlten Asche geworden ist. Auf dem Weg mit seinen noch verbliebenen und neuen Gefährten ist er nun auf der Suche nach einen neuen Ziel. Etwas, wofür es sich lohnt zu kämpfen.
Abwesend
#5
Er wusste, dass sie seine Entscheidung nicht gutheißen würde. Dass er seinem Impuls nachgab und das Letzte sein wollte, was der Wichser vor seinem qualvollem Ende noch zu Gesicht bekam. Doch das war Dexter in dem Moment völlig egal. Vielleicht tat sie es später. Später, wenn sie in Sicherheit waren. Und selbst wenn nicht, dass war sein eigener Moment. Ein Triumph, den er genießen musste. Zumal der Arsch bereits beim ersten Überfall Hand an Sage gelegt hatte. Nicht, dass er Gefühle für sie entwickelt hatte... Doch, aber sie waren aktuell nicht das Thema. Selbst wenn sie indirekt mitschwangen. Aber das würde er auch nicht zugeben. Der Hayes war kein Held der großen Worte. Er handele und sagte durch seine Taten viel mehr als durch tausende Worte, für die er womöglich Monate brauchen würde. Sein grimmiges Gesicht wollte sich einfach nicht mehr aufhellen. Auch nicht mit dem brennenden Roadhouse im Rücken. Eine Hand strich über seinen Kopf und durch die längeren Haare. Er fischte dabei kleine Asche- und Holzstückchen aus ihnen, die kommentarlos auf dem dreckigen und rissigem Asphalt des Parkplatz fielen. Seine knirschenden Schritte wurden von den Hintergrundgeräuschen erstickt, bis er auf den ohnehin weichen Waldboden trat und zu Sage zurück kehrte.

Den Blick der Blonden hatte er wahrgenommen. Verflucht, er konnte sich denken was die kleine Blonde dachte. Aber sie wusste genauso gut wie er, dass sie jetzt andere Probleme hatten. Dass der Pick Up und alles zerstört wurde, was sie sich in den letzten Jahren aufgebaut hatten, nagte an dem Hünen. Es störte ihn, dass sie alles verloren hatten. Sie fingen wieder von vorne an und mussten sich etwas neues aufbauen. Mit nichts bis auf sich selbst und einer Tasche mit wenigen Sachen. Hauptsächlich Kleidung. Dunkel und Stur war sein Blick in den Wald gerichtet und ließ dabei Sage hinter sich. Er hörte jedoch, wie auch sie sich in Bewegung setzte, wenn auch nach ihm. Hätte sie länger gebraucht, hätte er sie vermutlich einfach stumpf geholt und auf ihre Beschwerden nicht geachtet, dass er sie nicht wie eine Puppe behandeln sollte. Was sollte er auch großartig sonst machen? Oh ja Baby. Kein Problem, wir bleiben solange du willst? Nein, verfickte Scheiße! Sie mussten los. Und wenn sie sich nicht bewegte, dann zog er sie. Sollte sie sich dabei wie eine Puppe vorkommen, dann war es nun einmal so. Dex wollte doch auch nur, dass sie verdammt noch einmal in Sicherheit war. Wenn das wirklich schwer zu verstehen war, dann war es ihm sichtlich egal.

Es dauerte auch noch nicht einmal lange, da testete Sage unbewusst seine Geduld. Der Dunkelhaarige verhärtete seine Kiefermuskulatur, als er ihre Stimme hinter sich nach einem langen Schweigen wieder hörte. Eine Pause, hm? Dexter blieb stehen und wand sich jedoch nicht um. Stattdessen schaute er, beobachtete die Umgebung und achtete auf jede etwaige Bewegung. Der Hüne versuchte abzuwegen, ob sie sich das leisten konnten. "Fuck.." knurrte er und beschloss dann doch zu der Blonden zu gehen. Wortlos ging er vor ihr in die Hocke und kramte aus seinem Seesack ein Hemd von sich heraus und eine Jacke, welches er ihr beides hinhob. Den Blick weigerte er sich zunächst auf sie zu richten, blieb dann jedoch ohnehin an ihrer Wunde hängen. Erneut kroch die eisige Wut in ihm hoch, sodass er sie versuchte zunächst herunter zu schlucken. "Hier. Bis du etwas neues bekommst." Seine Stimme war zwar zu erwarten dunkel, jedoch weicher, als man zunächst glauben mochte. "Wenn du dich umgezogen hast, gehen wir weiter. Wir können hier nicht rasten." beschloß Dexter und würde sich auch nicht umstimmen lassen. Seine große Hand fasste an Sages Kinn und brachte sie dazu ihm ins Gesicht zu schauen. "Notfalls trage ich dich. Ob du dir wie eine Puppe vorkommst, oder nicht.", verkündetete er ruhig und griff nach seiner Axt. Er würde solange aufpassen dass sich nichts und niemand an sie anschleichen konnte.

Lymi
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“Oh contraire, I’m able to annoy everyone in ten syllables or less. Sometimes, I don’t even have to speak at all. I just walk into the room and it rankles them.”
Im ersten Augenblick übersieht man gerne mal die 1,55m große Frau, wenn sie im Schatten von Dexter Hayes steht und doch ist mit Sage Montague nicht unbedingt zu Scherzen. Die 28-Jährige ist ja immerhin nicht umsonst seine Rechte Hand und von einer eher chaotischen Gesinnung. Auf der Suche nach ihrem Bruder, Valerian Montague, ist Sage auf dem Weg nach Baltimore und bewies damit einen starken Überlebensdrang. Auch wenn die misstrauische Frau niemals offen legen würde, was sie fühlt, sollte man die Finger von Dex lassen, wenn man sich nicht eine Kugel einfangen oder den Walkern zum Fraß hinterlassen werden will. Wer sagt denn, dass man bei einem Weltuntergang nicht doch noch wen finden kann, der wichtiger wird, als das eigene Leben? Die Outlaws sind ihre neue Familie und es gibt sehr wenig, was sie nicht für sie machen würde, da die winzige Montague bis auf dem Tod loyal ist.
Online
#6
Aus der Entfernung hatte sie nicht sehen können, welches der Wichser gerade brennenden auf dem Boden lag, aber die Blondine machte sich auch viel mehr sorgen um Dexter, der sich vollkommen im Offenene zeigte, obwohl sie nicht wusste, wer oder was noch in den Bäumen um das Roadhouse versteckt waren. Es gefiel ihr nicht. Noch weniger als zu sehen, wie das Roadhouse und alles was sie aufgebaut hatten, gerade lichterloh brannte. Sie mussten weg, mussten sich was neues suchen, was neues aufbauen und dabei hatte sie noch nicht einmal einen Plan! Doch ihrer Anspannung kam nicht davon, dass sie planlos waren und nichts mehr hatten, obwohl die Blondine sich das einredete, sondern viel mehr, weil der Hüne sich bewusst in Gefahr brachte für ein paar Sekunden Genugtuung. Erst als sie Dexter wieder sicher bei sich im Schutz des Waldes wusste, entspannte sich die Blondine für wenige Momente, bevor sie sich von dem Baum abstieß und einfach wortlos den grimmigen Hünen in den Wald folgte. Sie wusste das es nichts bringen würde, jetzt mit Dexter zu reden oder zu diskutieren und sie hatte auch nicht die Energie noch die Lust darauf. Sie mussten weg, mussten sich was sicheres suchen, wo sie neu anfangen konnte. Also zwang sie sich, trotz der Verletzung, der jeden Schritt schwer machte, zu gehen und ihn zu folgen.

Zumindest bis sie das Gefühl hatte, dass ihrer Füße sie gerade nicht mehr tragen wollten. Dann erst sprach Sage auch und blieb kurz an einem Baum gelehnt stehen. Blut tropfte von der Wunde, durch ihrem Oberteil auf dem Waldboden und dennoch versuchte die Montague scherze zu machen, locker zu klingen. Hauptsächlich um den Hünen nicht noch mehr anzupissen oder Sorgen zu machen, sie wollte aber auch ihrer eigene Angst nicht zeigen, denn sie wusste noch nicht, wie schlimm die Verletzung war, da sie sich keine Zeit genommen hatte, sich dieses anzusehen oder vorrübergehend zu flicken. Auch als sie standen, schaute Sage nicht lange an sich runter, sondern hielt ihren Blick auf Dex gerichtet, wartete seine Reaktion ab und versuchte zu Atem zu kommen. Immerhin waren seine Beine gefühlte drei Meter länger als ihre und mit ihm Schritt zu halten, war auch an Tagen, wo sie nicht wie ein abgestochenes Schwein saftete nicht einfach.

Sage hörte sein Knurren und seufzte leise, während die für einen kurzen Augenblick die Augen schloss, bevor sie wieder zu den Hünen blickte, als sie seine Bewegungen wahrnahm. Als sie seinen Blick auf ihrer Wunde sah, seufzte Sage leise und strich ihm mit blutverschmierten Fingern kurz und sanft über die Wange. „Es sieht schlimmer aus, als es ist.“, murmelte sie ihm zu, ihrer Stimme überraschend sanft, obwohl sie auch nicht so sicher war, ob sie die Wahrheit sagte, oder nicht. Stattdessen nahm sie einfach das Hemd und auch die Jacke und nickte leicht, bevor sie sich von dem Baum löste. „Irgendwann klebe ich dir einen ‚Sage am Steuer‘-Zettel auf die Stirn, so oft, wie du mich meinst tragen zu müssen.“, murmelte die Blondine und verdrehte die Augen, bevor sie sich ihr Oberteil über den Kopf zog und gegen sein Hemd austauschte. Das Top, welches sie vorher getragen hatte, ballte die Blondine zusammen und presste es mit einem leisen zischen auf die Wunde, bevor sie etwas umständlich das Hemd so knotete, dass sie wenigstens etwas Druck gegen die Wunde aufbauen konnte. Erst dann zog sie sich die Jacke über und kam sich wie ein kleines Kind vor, da die Sachen ihr viel zu groß waren. „Dex?“, fragte sie und blickte dem Hünen wieder an. „Was ist der Plan? Wir können nicht einfach durch den Wald geistern...“

Ally
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My attitude's born out of necessity. I've made mistakes. I've made decisions I regretted. I know what it's like to live with regret. But if I let it take over, I'd never get out of bed in the morning.
Der Hüne macht seit Beginn an keinen freundlichen Eindruck. Dexter Hayes ist ein Mann, der viel in seinen Alter bisher erlebt hatte. Seit es die Hell Week der Navy Seals oder ein schief gelaufener Einsatz, bei dem gute Männer verloren gegangen sind. Das ist jedoch etwas, was er nicht preis gibt. Nach einigen temperamentvollen Wochen quittierte er den Job. Dexter ging es früher immer nur um den Job. Tode waren Kollatheralschäden. Aber Kammeraden sterben zu sehen und es die eigene Schuld war? Das ist dann doch etwas anderes. Er verschloß diesen Teil seiner Vergangenheit und wurde das letzte Jahr vor dem Ausbruch Berufsfeuerwehrmann. Lange konnte er den vermeintlichen Frieden nicht genießen. Als die Seuche begann sich auszubreiten, gehörte er zu den Überlebenden einer Safezone in Los Angeles und letztlich überlebte er auch sie. Dexter suchte sich eine kleine Gruppe zusammen. Er nannte sie die "Outlaws" und fand ihnen ein Zuhause. Ein Roadhouse im National Forest außerhalb der Stadt der Engel, welches von Operation Cobalt verschont blieb. Ein Zuhause, welches nach fast 3 Monaten fiel und nun zur verkohlten Asche geworden ist. Auf dem Weg mit seinen noch verbliebenen und neuen Gefährten ist er nun auf der Suche nach einen neuen Ziel. Etwas, wofür es sich lohnt zu kämpfen.
Abwesend
#7
Selbst wenn seine Aktionen impulsiv von seiner Wut und dem Hass geleitet wurden, hatte er seine Umgebung nicht vergessen. Die Biker hatten im brennenden Roadhouse genügend mit ihrem Kampf gegen den Tod zu tun, als dass sie die Zeit hätten aus dem Fenster zu schauen. Dass beide mit der Aktion Beißer anlockten, war eine logische Konsequenz. Lange konnten sie ohnehin nicht an Ort und Stelle bleiben. Die Wärme der Flammen spürte er auf seiner Haut, blendete es jedoch aus. Es war Winter und selbst für Kalifornien relativ frisch. Dennoch würde Dexter auf eine Jacke verzichten. Besonders da sie ohnehin später bei Sage bessere Verwendung fand. Sie verletzt am Baum gelehnt zu sehen störte den Hünen mehr, als man es ihm ansehen konnte. Einzig und allein die fest aufeinander gepressten Kiefer könnten ihn verraten. Die großen Hände hielten die Camping Axt fest, als er den Rück zu der Blonden drehte und den Blick weiter über die Umgebung schweifen ließ. Hinter sich konnte er Sage reden hören. Hören, wie sie sich den Stoff über den Kopf zog und sich sein Hemd anzog. Die Wunde sah tatsächlich nicht harmlos aus und ohne etwas zu definizieren würde sie sich entzünden. Wenn sie nicht bereits jetzt so schlimm war, wie so aussah, dann zumindest später. Dexter war kein Mediziner und hatte gewiss nicht als Arzt gearbeitet. Allerdings hatte er genügend Verletzungen gesehen und was passierte, wenn man sie nicht zumindest notdürftig versorgen konnte. Noch waren ihm die Hände gebunden. Der Grund, der ihm seine Stimmung noch mehr verhagelte.

Dass sie versuchte zu scherzen überging Dexter. Er hatte keinen Sinn dafür. Dafür steckten beide gerade zu tief in der Scheiße, als dass er sich das anhören konnte oder was darauf erwiderte. Erst als Sage nach einem Plan fragte, senkten sich seine angespannten Schultern ein wenig. Der Hayes neigte seinen Kopf etwas nach hinten. "Wir müssen deine Wunde versorgen und suchen uns ein Auto. Vorräte sammeln." Er brauchte keinen ausgearbeiteten Plan. Das hier war selbstverständlich und logisch. Etwas anderes war in seinen Augen unsinnig. Beide brauchten Essen. Munition. Medizin. Waffen. Ein Fahrzeug. Und dann galt es weit weg zu fahren und nach einem neuen Zuhause zu suchen, in welchem Sage sicher sein konnte. Das war Dexters Plan. So würde immer sein Plan lauten, wenn er mit nichts dastehen würde. Aufstehen und weitermachen lautete die Devise und er würde niemals aufgeben. Als einige Meter weiter sich etwas im Unterholz regte setzte sich Dexter direkt in Bewegung. Der Hüne zögerte nicht, wand sich um und schulterte seinen Seesack. "Wir müssen weiter." Er drückte ihr seine Axt in die Hände und schon seine Arme ohne weitere Worte unter ihre Knie und hinter ihren Rücken, um sie nun doch hochzuheben und zu tragen. Nicht nur dass Dexter größer als Sage war, er war auch unverletzt und würde schneller vorankommen. Die Blonde war zum Glück nicht nur klein, sondern schien kaum etwas zu wiegen. Ob es allein an der Apokalypse lag, oder ob sie schon immer so zierlich war, wusste er nicht. Es war auch nicht weiter wichtig. Mit festen Schritten lief er los und ließ den Beißer damit alleine, der mit Sicherheit von der Explosion angelockt wurde. Es gab hier sicherlich kleine Försterhäuser, in welchen man zumindest für einen Moment zu Atem kommen konnte. In der Regel fand man vielleicht sogar ein wenig Medizin. Ob das noch immer so war, konnten sie nur hoffen. Auch wenn er kein Risiko eingehen wollte.

Lymi
blood thirsty little vixen
“Oh contraire, I’m able to annoy everyone in ten syllables or less. Sometimes, I don’t even have to speak at all. I just walk into the room and it rankles them.”
Im ersten Augenblick übersieht man gerne mal die 1,55m große Frau, wenn sie im Schatten von Dexter Hayes steht und doch ist mit Sage Montague nicht unbedingt zu Scherzen. Die 28-Jährige ist ja immerhin nicht umsonst seine Rechte Hand und von einer eher chaotischen Gesinnung. Auf der Suche nach ihrem Bruder, Valerian Montague, ist Sage auf dem Weg nach Baltimore und bewies damit einen starken Überlebensdrang. Auch wenn die misstrauische Frau niemals offen legen würde, was sie fühlt, sollte man die Finger von Dex lassen, wenn man sich nicht eine Kugel einfangen oder den Walkern zum Fraß hinterlassen werden will. Wer sagt denn, dass man bei einem Weltuntergang nicht doch noch wen finden kann, der wichtiger wird, als das eigene Leben? Die Outlaws sind ihre neue Familie und es gibt sehr wenig, was sie nicht für sie machen würde, da die winzige Montague bis auf dem Tod loyal ist.
Online
#8
Walker, Biker, die sich noch im Wald versteckt hielten, sie waren für Sage alle gleich, weswegen sie Dexters Handlung für unverantwortlich hielt. Dennoch sagte sie nichts, sondern fiel brav hinter ihm Schritt, bis sie nicht einmal konnte. Der Geruch vom brennenden Roadhouse zog sich auch durch den Wald und wenn sie zurückblicken würde, würde sie den Qualm dessen über die Bäume sehen, doch sie weigerte sich zurückzuschauen. Es brachte nichts und machte nur wütend, irrational und im schlimmsten Falle unvorsichtig und das konnte sie sich aktuell nicht leisten. Dennoch war die Blondine um die wenigen Minuten froh, die Dexter ihr gab, damit sie wieder zur Ruhe kommen konnte und ihr blutgetränktes Top mit seinem Hemd austauschen konnte. Die Wunde würde warten müssen und bis dahin wollte Sage daran festhalten, dass sie schon schlimmeres in ihrem Leben hatte und es nicht die erste Messerwunde oder Kugel war, den sie sich im Leben schon eingefangen hatte. Dennoch musste sich den ein oder anderen Scherz machen, obwohl Dexter nicht darauf einging, es war einfach ihrer Art mit der Situation umzugehen, bis sie sich wieder komplett sammeln konnte. Zumal sie wusste, dass Dex, auch wenn er nichts sagte, das Bild missfiel, Sage missfiel es ja selbst, dass sie vermutlich ein schwaches Bild in dem Augenblick abgab, aber es störte sie am meisten, dass er es war, der es sah. Sein angespannten Kiefer, der Blick auf die Wunde und auch das er nicht darauf reagierte, als sie sagte, dass es nicht so schlimm war, ließ Sage innerlich seufzen, während sie sich wieder zu ihrer kompletten Höhe, was neben Dex immer noch kindlich aussah, aufrichtete und den Kiefer zusammenpresste um die Schmerzen zu ignorieren. Ja, Unachtsamkeit wurde bestraft, wie die Blondine jetzt bestätigen konnte.

Jetzt war sie aber alles andere als unvorsichtig, während sie zu Dex raufblickte und ihm ganz kurz über den Rücken strich. Sie sah seine Anspannung, fühlte sie regelrecht in der Luft hängen und es pisste Sage an, dass sie nichts dagegen machen konnte. Es kam ihr wie eine Ewigkeit vor, als sie beide das letzte Mal einfach gescherzt und gelacht haben, obwohl das erst wenige Stunden her war vielleicht. Kurz bevor sie alles verloren hatten auf jeden Fall. Nun schien Dex die Last der Welt auf seine Schulter tragen zu wollen und Sage sah keinen Grund, weswegen der Hüne sie alleine tragen sollte. Immerhin steckten sie zusammen in der Scheiße und bisher kamen sie auch zusammen immer ganz gut wieder daraus. „Die Werkstatt ist sicher, Dex.“, flüsterte sie beinahe, während ihr Blick weiterhin ruhig auf ihn haftet, unwillig Los Angeles komplett den Rücken zu kehren. „Da gibt es Verbandssachen, ich hab das was gebunkert gehabt, für den Notfall... oder meine alte Wohnung, wenn das Haus noch steht.“ Bis dahin waren sie bisher noch nie vorgedrungen. Sage hatte es nie gewollt. Es gab Sachen in ihrer Wohnung, Erinnerungen, die Sage selbst nach drei Jahren nicht wiedersehen wollte. Aber lange konnte die Blondine nicht darüber nachdenken, als etwas sich rührte. Ähnlich wie Dex schaute Sage sofort in dessen Richtung und zog ihren Colt aus dem Hosenbund. Viel mehr hatte sie in diesem Augenblick nicht. Dann blickte sie wieder zu Dexter, als er ihr seine Axt zum halten gab und seine starken Arme um sich herum spürte, bevor sie leise vor Schmerz zischte, als Dex sie einfach von den Beinen hob. „Ich bring dich irgendwann um.“, murmelte die Blondine, während sie den Hünen finster ansah. Dennoch wickelte sie bereitwillig ihrer Arme um seinen Hals, als er sich in Bewegung setzte, nachdem sie die Jacke etwas enger um ihren Körper zog, den sie etwas mehr an den Hünen presste.

Dieses Mal kam keine Puppen-Beschwerden, stattdessen neigte Sage ihren Kopf für ein kleinen Augenblick an Dexters, zeigte ihm damit hoffentlich, dass sie okay und noch immer da war, bevor sie ihren Blick hinter ihnen richtete und das im Auge behielt, was Dexter nicht sehen konnte. Gelegentlich ließ sie gedankenversunken ihrer Finger durch Dexters Haar gleiten, als würde sie irgendwas zu tun brauchen, während sie einfach nur getragen wurde. „Dex, stop...“, flüstere sie nach einiger Zeit und verengte sie Augen etwas, als würde sie versuchen etwas im Gestrüpp besser zu erkennen. „Ich glaube, da vorne ist irgendwas.“ Dabei deutet sie mit der Hand zu Dexters Linkem. „Oder ich sehe schon Hirngespinster.“ Sie konnte den Umriss von irgendwas sehen, da war sich die Blondine sicher, aber was es genau war konnte sie nicht sagen, dafür war es irgendwie zu weit weg. Vielleicht ein Campervan, einen Trailer... ein kleiner LKW?

Ally
Member
My attitude's born out of necessity. I've made mistakes. I've made decisions I regretted. I know what it's like to live with regret. But if I let it take over, I'd never get out of bed in the morning.
Der Hüne macht seit Beginn an keinen freundlichen Eindruck. Dexter Hayes ist ein Mann, der viel in seinen Alter bisher erlebt hatte. Seit es die Hell Week der Navy Seals oder ein schief gelaufener Einsatz, bei dem gute Männer verloren gegangen sind. Das ist jedoch etwas, was er nicht preis gibt. Nach einigen temperamentvollen Wochen quittierte er den Job. Dexter ging es früher immer nur um den Job. Tode waren Kollatheralschäden. Aber Kammeraden sterben zu sehen und es die eigene Schuld war? Das ist dann doch etwas anderes. Er verschloß diesen Teil seiner Vergangenheit und wurde das letzte Jahr vor dem Ausbruch Berufsfeuerwehrmann. Lange konnte er den vermeintlichen Frieden nicht genießen. Als die Seuche begann sich auszubreiten, gehörte er zu den Überlebenden einer Safezone in Los Angeles und letztlich überlebte er auch sie. Dexter suchte sich eine kleine Gruppe zusammen. Er nannte sie die "Outlaws" und fand ihnen ein Zuhause. Ein Roadhouse im National Forest außerhalb der Stadt der Engel, welches von Operation Cobalt verschont blieb. Ein Zuhause, welches nach fast 3 Monaten fiel und nun zur verkohlten Asche geworden ist. Auf dem Weg mit seinen noch verbliebenen und neuen Gefährten ist er nun auf der Suche nach einen neuen Ziel. Etwas, wofür es sich lohnt zu kämpfen.
Abwesend
#9
Die Idee in die Stadt zu gehen gefiel dem Hünen nicht. Wie könnte sie das auch? es war vorhin keine gute Idee gewesen und jetzt mit der Verletzung noch eine viel dümmere. Was glaubte Sage eigentlich? Er biss die Kiefer noch etwas mehr zusammen und wollte sich zunächst weigern auch nur darüber nachzudenken. Andererseits hatten sie dort vielleicht eine größere Chance Sage medizinisch zu versorgen. Dort wussten sie, dass es auf jeden Fall etwas gegeben hatte, im gegenzug zu anderen Gebäuden, die sie zufällig fanden. Eine Absicherung war es dennoch nicht. Dexter versuchte sie sanft etwas besser zu fassen, da sie ihm nach einiger Zeit durch den Wald stampfen ein wenig gerutscht war. "Wie glaubst du in die Stadt zu gelangen, wenn du kaum selbst laufen kannst, ohne wie ein Beißer von weitem auszusehen?", gab er zurück. Es hatte zwar gedauert, aber er antwortete ihr. Das sollte ihr genügen. Selbst wenn ihr die Worte nicht zusagten. Er wollte nicht riskieren, das ihr noch etwas schlimmeres passierte, als ohne hin schon. Dex konnte sie nicht auch noch verlieren, wie die gesamte restliche Truppe. Auch wenn sie ohnehin nicht mehr so viele gewesen waren. Manche waren innerhalb der letzten drei Jahre hinzugekommen und verschüttet worden. Sie hatten Überlebende begraben, die zu Freunden und festen Teammitgliedern geworden waren. Nicht zu letzt zu vergessen eben jene, die beim ersten Aufeinandertreffen mit der Biker Gang gestorben waren.

Dass sie ihn auch irgendwann umbringen würde, ließ er unkommentiert. Was das betraf hatte er ein Urvertrauen, dass die Kleine ihm nicht einmal eines seiner langen brauen Haare krümmen würde. Sonst hätte sie in den letzten Jahren mehr als nur eine perfete Gelegenheit gehabt, da sie nuneinmal auch die einzige Person war, die sich mit ihm nachts ein Bett teilte und auch sonst alles. Hatte ihn damit auch unbewaffnet bereits in ihrer Nähe gehabt, was kein anderer von sich behaupten konnte. Denn selbst nachts war die Axt nicht weit. Was ihn wieder daran erinnerte, dass er sich irgendwann ein Messer besorgen musste, da es auf Dauer nicht besonders bequem war. Ein Dolch war handlicher und fiel bei weitem nicht so auf die die Camping Axt. Als Sage ihren Kopf an seine Brust lehnte beugte er sich sogar kurz runter zu ihr und drückte ihr einen kurzen, beinahe schon beiläufigen Kuss auf das blonde Haar. Selbst wenn es selten danach aussah, Dexter machte sich Gedanken und Sage bedeutete ihm mittlerweile um einiges mehr, als er jemals vermutlich zugeben würde. Nicht nur, weil es gefährlich war, sondern auch, weil sie andere Probleme zur Zeit hatten und immer gehabt haben.

Als sie wollte, dass er anhielt, tat er es beinahe sofort und schaute direkt zu ihr herunter um zu sehen, ob sie wegen ihrer Wunde anhalten wollte. Stattdessen zeigte sie jedoch in eine Richtung, worauf er seinen Blick folgen ließ. Irgendetwas schimmerte zwischen den Bäumen hervor und schien zumindest ein festes Konstrukt zu haben. Vielleicht fest und hohl genug, damit sich beide für einen Moment ausruhen konnten. Wenn es sein musste, würde er Sage wohl noch durch den kompletten Wald tragen, aber wenn nicht, dann würde er auch für einen Augenblick Pause dankbar sein. Er verengte seine Augen ein wenig um besser sehen zu können und meinte eine Art Trailer zu erkennen. "Wir müssen und das anschauen. Leise.", raunte der Hayes dunkel und ließ Sage damit so vorsichtig, wie ein Hüne seinesgleichen es konnte, runter. Er nahm die Axt wieder an sich, fasste sie fester und blickte sich um. "Bleib hinter mir.", befahl er und würde wieder keine Widerrede gestatten. Sie war einfach nicht in der Verfassung mehr als Feuerschutz bieten zu können. In leicht gebückter Haltung schlich er sich näher und fühlte sich wieder einmal an vergangene Zeiten erinnert. Es fehlte nur noch die professiolle Ausrüstung. Feindliches Gebiet gab es schließlich genügend, seit dem die Beißer umherstreiften. Langsam näherte er sich und lehnte sich zunächst gegen einen Baum, um alles zu betrachten. Wie es schien war hier ein kleines Lager aufgebaut. Ein fester Trailer, eine Feuerstelle und ein, zwei Campingstühle. Aber nichts deutete darauf hin, dass hier irgendetwas umherwanderte. Still winkte er Sage näher zu sich um ihr zu zeigen, dass es auf den ersten Blick sicher schien. Dexter schlich näher, blickte in die verdreckten Fensterm konnte jedoch noch immer keinen erkennen. Dafür eine wackelnde Toilettentür (?) im inneren. Seine Haltung richtete sich wieder auf und ging Sage entgegen, um sie etwas zu entlasten und führte sie zu den Campingstühlen, damit sie sich zunächst hinsetzen konnte. Er selbst reinigte den Innenraum des Trailers. Machte es schnell, als er dem tatsächlich dort drinnen eingesperrten Walker den Schädel spaltete und wieder einmal Blut bespritzt wieder ins Freie trat.

Lymi
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“Oh contraire, I’m able to annoy everyone in ten syllables or less. Sometimes, I don’t even have to speak at all. I just walk into the room and it rankles them.”
Im ersten Augenblick übersieht man gerne mal die 1,55m große Frau, wenn sie im Schatten von Dexter Hayes steht und doch ist mit Sage Montague nicht unbedingt zu Scherzen. Die 28-Jährige ist ja immerhin nicht umsonst seine Rechte Hand und von einer eher chaotischen Gesinnung. Auf der Suche nach ihrem Bruder, Valerian Montague, ist Sage auf dem Weg nach Baltimore und bewies damit einen starken Überlebensdrang. Auch wenn die misstrauische Frau niemals offen legen würde, was sie fühlt, sollte man die Finger von Dex lassen, wenn man sich nicht eine Kugel einfangen oder den Walkern zum Fraß hinterlassen werden will. Wer sagt denn, dass man bei einem Weltuntergang nicht doch noch wen finden kann, der wichtiger wird, als das eigene Leben? Die Outlaws sind ihre neue Familie und es gibt sehr wenig, was sie nicht für sie machen würde, da die winzige Montague bis auf dem Tod loyal ist.
Online
#10
Sage widerstand den Drang ihrer Augen zu verdrehen, während der Hüne deutlich anti gegen ihren Vorschlag in die Stadt zu gehen. Natürlich brachte das ein größeres Risiko mit sich, aber auch eine Möglichkeit sich halbwegs sicher unterzubringen und sich um die blutende Wunde an ihrer Hüfte zu kümmern. Es pochte und brannte und auch mit dem Top, welches sie dagegen presste, konnte die winzige Blondine fühlen, wie es nicht aufhörte zu bluten. Wenn es so weiterging, dann würde auch das Top nur all zu bald durch geblutet sein. So eine fuck! Die Blondine biss die Zähne zusammen, als der Hüne sie besser zu fassen versuchte und lehnte ihren Kopf für einen Moment an seinen Kiefer, bevor sie ihn wieder ansah. „Wir finden ein Weg.“, sagte sie leise. „Wir haben immer einen Weg gefunden...“ Auch wenn ihr bewusst war, dass sie tatsächlich nicht viel besser aussah wie ein Walker in dem Augenblick. Nicht das es Sage sonderlich juckte, wie sie aussah. Himmel, sie war nie eines diese Weiber gewesen, die sich um ihr Aussehen gekümmert hatte, aber so lief sie auch die Gefahr hinaus, dass ein lebender Mensch – wenn es in Los Angeles noch solche gibt – sie für eine Gefahr hielt und abknallte. Auch nicht unbedingt das, was Sage wollte. Zumal ihr auch sehr bewusst war, dass Dexter nicht wollte, dass ihr auch noch etwas geschah. Genauso wenig, wie sie wollte, dass ihm etwas passierte. Besonders nachdem sie jeden anderen verloren hatten, der ihnen wichtig gewesen war. Nun waren sie auf einander angewiesen, noch mehr als eh schon und Sage hatte nicht vor dem Hünen zu verlieren. Auch wenn Dexter es nicht wusste und vermutlich auch nie erfahren würde, brauchte sie ihn um durch den Tag zu kommen. Nicht als Partner, sondern weil die Gefühle für ihn nun einmal da und stark waren. Lange hatte sie das nicht gefühlt und nachdem sie es schon mal verloren hatte, hatte Sage nicht vor es noch einmal zu verlieren.

Sie lächelte leicht, als sie seinen Kuss spürte, ihrer Finger strichen wie von selbst über seiner Brust. Auch wenn Sage manchmal das Bedürfnis hatte den Hayes umzubringen, waren es so kleine Berührungen oder Handlungen, die sie wieder zum Lächeln brachte und von alles andere kurzzeitig ablenkte. Selbst mit den Schmerzen, die Trauer und die Angst, die sie verspürte, schaffte Sage es leicht zu Lächeln, auch wenn dies nicht lange anhielt, da ihr etwas ins Augen fiel. Den Kiefer angespannt stemmte die Montague sich auf die Beine, als Dexter sie wieder runter ließ und ignorierte das Drehen ihres Magens und dem Schwindel. Darum würde sie sich später kümmern. „Nee, ich dachte, wir machen jetzt einen Feuerwerk und schmeißen ne Party.“, gab die Blondine trocken und sarkastisch zurück, während sie ihren Colt aus der Halterung zog und an ihrem Bein presste. Sie war einfach nur froh, dass sie hinter Dexter nur selten zu sehen war, selbst wenn er sich bückte. Was war der Kerl auch einfach 2 Meter groß und gebaut wie einen Tank? Damit er sich nicht noch zusätzlich wie ein Mädchen anstellte, weil sie sich ungerne herum kommandieren ließ, blieb sie hinter ihm. Sie schob gar ihrer schmalen Finger in der Gürtellasche seiner Hose, während sie ihm vorsichtig – den Schmerz jeden Schrittes ignorieren – folgte. „Hinter dir genug?“, murmelte sie ihm unzufrieden zu, bevor sie ihn gehen ließ, als sie nahe genug dran waren, dass Sage auch ein guten Schussfeld hatte, sollte das von Nöten sein.

Erst bei Dexters Winken, bewegte sich die Blondine näher, vorsichtig, langsam und zu ihrer Unzufriedenheit ein wenig schwankend, während sie versuchte die Umgebung weiterhin aufmerksam im Auge zu halten. Aber ehrlich gesagt, war sie froh darum, als Dexter wieder zu ihr gekommen war um ihr zu helfen. Es wurde zunehmend anstrengender sich aufrecht zu erhalten, weswegen der Campingstuhl für Entlastung sorgte und Sage leise aufatmete, als Dexter in den Trailer verschwand. Kurz ließ sie ihren Blick zu ihre Hüfte wandern und entfernte den Top, nur um das Gesicht leicht zu verziehen. Wenigstens schien es jetzt gerade nicht mehr so viel zu bluten, auch wenn es nicht komplett aufgehört hatte. Als Sage von in dem Trailer Kampfgeräusche wahrnahm, die nur Sekunden später verstummten, spannte sie sich an und blickte finster zur Türe des Trailers, als Dexter in dem wieder auftauchte. „Jetzt siehst du auch nicht viel besser aus, als ein Walker.“, gab sie mit schwacher Stimme zu verstehen und richtete sich im Campingstuhl ein wenig auf.

Ally
Member
My attitude's born out of necessity. I've made mistakes. I've made decisions I regretted. I know what it's like to live with regret. But if I let it take over, I'd never get out of bed in the morning.
Der Hüne macht seit Beginn an keinen freundlichen Eindruck. Dexter Hayes ist ein Mann, der viel in seinen Alter bisher erlebt hatte. Seit es die Hell Week der Navy Seals oder ein schief gelaufener Einsatz, bei dem gute Männer verloren gegangen sind. Das ist jedoch etwas, was er nicht preis gibt. Nach einigen temperamentvollen Wochen quittierte er den Job. Dexter ging es früher immer nur um den Job. Tode waren Kollatheralschäden. Aber Kammeraden sterben zu sehen und es die eigene Schuld war? Das ist dann doch etwas anderes. Er verschloß diesen Teil seiner Vergangenheit und wurde das letzte Jahr vor dem Ausbruch Berufsfeuerwehrmann. Lange konnte er den vermeintlichen Frieden nicht genießen. Als die Seuche begann sich auszubreiten, gehörte er zu den Überlebenden einer Safezone in Los Angeles und letztlich überlebte er auch sie. Dexter suchte sich eine kleine Gruppe zusammen. Er nannte sie die "Outlaws" und fand ihnen ein Zuhause. Ein Roadhouse im National Forest außerhalb der Stadt der Engel, welches von Operation Cobalt verschont blieb. Ein Zuhause, welches nach fast 3 Monaten fiel und nun zur verkohlten Asche geworden ist. Auf dem Weg mit seinen noch verbliebenen und neuen Gefährten ist er nun auf der Suche nach einen neuen Ziel. Etwas, wofür es sich lohnt zu kämpfen.
Abwesend
#11
Dexter war bewusst, dass es der Blonden absolut nicht gefiel, wie die Lage gerade um sie gestellt war. Verletzt und in gewisser Weise hilflos zu sein würde ihm ebenso anstinken wie dem kleinen Dickkopf. Was die Sturheit betraf, hatten die beiden definitiv eine Gemeinsamkeit gefunden. Auch wenn das bedeutete, dass er manchmal das kleine Verlangen verspürte sie KO schlagen und über die Schulter werfen zu müssen. In gewisser Weise hatte er das gerade ja auch bekommen, wenn er sie tragen musste. Aber sie verletzt zu sehen war das letzte, was er gewollt hatte und nicht einmal das. Die Rache hatte Dex und auch Sage jedoch schon bekommen. Besonders er, auch wenn der Mann für einen Moment seine Deckung hatte verlassen müssen. Aber es war ihm wert gewesen und seine rechte Hand wusste, dass sie ihn hatte nicht aufhalten können. Ihre sarkastischen Spüche unterstrichen nur ihre Unzufriedenheit, weshalb der Hüne nicht wirklich darauf reagierte. Er war selbst nicht in der großartigsten Stimmung und die Gefahr dass beide nur aneinander geraten würden, wäre zu wahrscheinlich. Etwas, was keiner von ihnen im Moment gebrauchen konnte. Sie mussten zusammenhalten und sich nicht gegenseitig auf die Füße treten. Davon abgesehen, dass er den kleinen Terrorkrümel nicht einfach hätte aussetzen können, wie er es sonst auch ohne mit der Wimper zu zucken hätte gemacht. Sage war aber nun einmal nicht irgendwer, weshalb sich beide miteinander arrangieren mussten. Wenn es bedeutete mal die Klappe zu halten, dann nahm das Dexter in Kauf.

Im Wohnwagen gab es auf den ersten Blick nichts bemerkenswertes. Das würde also Suchen bedeuten. Der kleine Zusammenprall mit dem wohl einzigen momentanen Bewohner wurde blutig und schnell beendet. Das Blut tropfte noch immer von seiner Akt. Mürrisch wischte der Hayes über sein Gesicht und trat zurück ins Freie. Sage anzuhalten gefälligst still zu sitzen war völlig unnötig, weshalb sie lediglich einen wütenden Blick von dem Älteren abbekam. Das konnte noch lustig werden. Vielleicht musste er ihr doch die Seite seiner Axt über den Schüdel ziehen, an der er sie normalerweise hielt. Den Gedanken behielt er auf jeden Fall mal im Hinterkopf, sollte Sage es provozieren. Mit einem mürrischen Grunzen zerrte er den stinkenden Walker aus dem Wohnwagen und schleifte ihn ein paar Meter weiter in den Wald, wo er ihn achtlos zum verrotten liegen ließ. Im Wageninneren war zunächst eine schöne, dunkelrote Blutspur, die der ehemalige Feuerwehrmann schweigend für eine Sekunde betrachtete. Er überlegte, ob beide nicht eher hier bleiben sollten. Zumindest bis die Montague sich erholt hatte. Drinnen war es jetzt zumindest sicher. Die Entscheidung war für ihn daher recht schnell gefallen und er trat wieder zu seiner Freundin dem letzten Mitglied seiner Gruppe. "Komm hoch.." Seine starken Arme umfassten die zierliche Gestalt der viel Kleineren um ihr beim Aufstehen zu helfen. So musste sie sich nicht zu sehr anstrengen, was in ihrem Zustand alles andere als hilfreich wäre. "Drinnen kannst du dich ausruhen." Auf eventuelles Gezeter würde der Hüne nicht eingehen und ließ weder mit sich verhandeln nach drinnen zu gehen, noch dass er ihr half. Das stand fest. Im Wohnwagen setzte er sie sogar für seine Verhältnisse sanft und vorsichtig auf der Bank im Essensbereich ab und machte sich daran alle Schränke geräuschvoll zu durchsuchen, nachdem er die Tür geschlossen hatte. Irgendwo musste doch irgendetwas sein! Der Dunkelhaarige verschränkte die Arme vor der Brust und überlegte, wo noch etwas sein könnte. Sein Blick glitt wieder zu Sage. War da etwa Sorge darin? Wohl ein wenig. Ansonsten besaß sein Gesicht keinerlei Ausdruck, wie man es von ihm gewöhnt war. Dexter riss sich einen langen Streifen von seinem Shirt ab und kniete sich vor der Blonden. "Zeig mal her.", brummte er ungeduldig und half noch nach, als es ihm nicht schnell genug war. Die Blutung hatte sich etwas gelegt, aber sie musste noch immer gestoppt werden. Die Frau hatte schon viel zu viel davon verloren. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren machte er sich daran die Wunde so gut es ging zu verbinden und zog den Stoff fest, was vorstellbar unangenehm war. Selbst für einen ausgebildeten Navy Seal, er hatte nur gelernt mit dem Schmerz umzugehen. Um Sage vom Schreien abzuhalten richtete sich der Hüne auf und drückte ihr seine Lippen auf ihre.

Lymi
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“Oh contraire, I’m able to annoy everyone in ten syllables or less. Sometimes, I don’t even have to speak at all. I just walk into the room and it rankles them.”
Im ersten Augenblick übersieht man gerne mal die 1,55m große Frau, wenn sie im Schatten von Dexter Hayes steht und doch ist mit Sage Montague nicht unbedingt zu Scherzen. Die 28-Jährige ist ja immerhin nicht umsonst seine Rechte Hand und von einer eher chaotischen Gesinnung. Auf der Suche nach ihrem Bruder, Valerian Montague, ist Sage auf dem Weg nach Baltimore und bewies damit einen starken Überlebensdrang. Auch wenn die misstrauische Frau niemals offen legen würde, was sie fühlt, sollte man die Finger von Dex lassen, wenn man sich nicht eine Kugel einfangen oder den Walkern zum Fraß hinterlassen werden will. Wer sagt denn, dass man bei einem Weltuntergang nicht doch noch wen finden kann, der wichtiger wird, als das eigene Leben? Die Outlaws sind ihre neue Familie und es gibt sehr wenig, was sie nicht für sie machen würde, da die winzige Montague bis auf dem Tod loyal ist.
Online
#12
An jeden anderen Tag der Woche hätte Sage vermutlich einen heftigen Streit mit Dexter heraus provoziert. Einfach nur damit sie beide ihre Wut und ihren Trauer etwas loslassen konnten, doch gerade aktuell, war das nicht so drin. Zum einen, weil sie sich schon zu schwach fühlte, durch dem Blutverlust, und zum Zweiten waren die Wunden noch viel zu frisch. Vielleicht Morgen. Dann würde sie auch vermutlich klarer denken können. Vielleicht würden sie aber gar nicht sprechen, sondern einfach weitermachen. Überleben. Wie sie es bisher getan hatten. Trotz allem war die Blondine froh, dass sie noch immer Dex hatte. Egal wie sehr der Hüne ihr auf die Nerven ging und sie ihm am liebsten erdrosseln wollte, wenn er sie mal wieder über die Schulter werfen und wie ein Höhlenmenschen durch die Gegend schleppen wollte. Beinahe so im Form von: ‚Ich, Dexter. Du, Sage. Ich hab Schwanz. Du hören.‘ Doch auch wenn es Sage auf den Senkel ging, schaffte Dex es ja doch ihr Herz damit zu erweichen, da er es ja nur aus sorge machte. Zumindest nahm die blonde Montague dies einfach an. Es hatte ja auch einige Situationen in der Vergangenheit gegeben, wo sich Sage gewünscht hätte, dass sie die Sorge um den Hünen abstellen könnte. Wie all die Male, wo er sie einfach zurückgelassen hatte… nicht das sie ihre Sorge um ihn jemals nach außen getragen hatte. Das versteckte man natürlich hinter einer schmollenden Fassade und sarkastischen Worte. So wie sie auch ihre Hilflosigkeit damit im Augenblick zu überdecken versuchte.

Noch während Dex in dem Türrahmen des Wohnwagens stand, richtete Sage sich im Stuhl ein wenig auf. Besorgt konnte man vielleicht die Züge beschreiben, die kurzzeitig Sages blasses Gesicht kennzeichnete, bevor sie erneut die Augen verdrehte, ob seinen finsteren Blickes. Was erwartete er denn bitte? Dass sie ruhig da saß, während er sich mit Beißen anlegte und noch blutiger wurde, als sowieso schon. Ja, dann hatte er sich ja wirklich die falsche Frau ins Bett geholt. Dennoch blieb sie sitzen, als der Hüne den Walker aus dem Wohnwagen herauszerrte und zog ihren Oberteil gekonnt über ihre Verletzung, damit er nicht den direkten Ausmaß sah, als Dexter wieder zu ihr rüberkam. Für einen Moment zuckte ein beinahe zartes Lächeln an ihre Mundwinkel, als Dexter sie umfasste und sie erhob sich. „Bis das nicht genäht ist, kann ich mich nicht ausruhen.“, murmelte sie dennoch, denn beinahe alles in ihr Schrie, dass sie schlafen sollte. Ein gefährlicher Gedanke, wie Sage wusste und wenn sie sich zu sehr ausruhte, dann wusste sie auch nicht, ob sie den Drang die Augen zu schließen nicht doch nachgeben würde. Es war für sie noch ein Wunder, dass sie überhaupt noch einen klaren Gedanken fassen konnte. Besonders weil es unheimlich schwer war, einen Fuß vor dem anderen zu setzen und in den Wohnwagen zu klettern, da sich alles drehte und langsam verschwamm.
So war es also eine Erleichterung für Sage, dass sie sich auf Dexter verlassen konnte, dass dieser sich sicher und auch überraschend sanft auf die Bank setzte. Erst da atmete Sage wirklich durch und fuhr sich mit eine blutige Hand durchs lange Haar. Sie brauchten beide ganz dringend eine duschen, sobald sie wieder zusammengeflickt war. Müden Augen folgten den einzige Mann in ihrem Leben, während er durch die Schränke suchte und sie atmete ruhig ein und aus, bevor sie erneut versuchte ein sachtes und vor allem beruhigendes Lächeln in seine Richtung zu schicken. Warum konnte ein kurzer Blick, der mit Sorge bedeckt war, ihr Herz für einen Moment höher schlagen lassen? Himmel!
„Es geht schon wieder.“, murmelte sie beinahe beruhigend, als Dex zu ihr kam und zischte leise, als er sein Hemd einfach hob schob. Die Montague wusste es besser, als gegen Dexs Händen zu kämpfen, immerhin hatte er nicht zum ersten Mal nun ihre Wunden flicken wollen. „Du schaust mich an, als würde ich gleich tot umfallen, Dex. Hör auf damit, okay?“, flüsterte sie ihm zu und strich kurz über seine Wange, während sie das ganze Blut und die Schmerzen zu ignorieren versuchte. „Du verlierst mich nicht.“ Deswegen verweigerte Sage ihm auch nicht, dass er ihr das zerrissene Stück Stoff um den Bauch wickelte und bereitete sich mehr oder weniger darauf vor, was als nächstes passieren würde.
Doch noch bevor sie vor Schmerzen aufschreien konnte, spürte Sage seine Lippen auf ihre und ihre Hand glitt von seiner Wange grob in seinem Haar. Zeitgleich jedoch machte sie einen deutlichen Geräusch, das ihm klar machte, dass er ihr weh tat und es kostete ihr viel ab, dass sie nicht versuchte vor ihm wegzurutschen. Schmerz war für Sage längst kein Fremdgefühl mehr, schon ihr ganzes Leben hatte sie sich damit abfinden müssen, dass dieses Gefühl auf der einen oder anderen Art und Weise sie begleitet hatte. Dennoch atmete sie sehr schwer und musste ein paar Mal blinzeln, als der Schmerz nachließ und sie sich von seinen Lippen löste. „Arschloch.“, stieß sie von sich und blickte ihn von unter dichten, dunkeln Wimpern aus an.

Ally
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Abwesend
#13
Nicht den Eindruck zu vermitteln, als würde er sich Sorgen um die kleine Blonde zu machen war schwer. Natürlich gab es Chancen dass sie überlebte. Es gab jedoch auch Chancen dass sie es nicht tat. Davon abgesehen hatte Dexter keinerlei Interesse daran, dass sie überhaupt verletzt wurde. Die untypisch impulsive Rache hatte er bereits hinter sich, doch seine Wut war noch nicht gänzlich verschwunden. Das Gebäude in die Luft zu jagen, in welcher sich die kleine Gruppe bereits eingerichtet hatte war hart gewesen. Noch härter die anderen zu verlieren und nicht akzeptabel dass seine Frau hier den dreckigen Boden voll blutete. Seine.. nun was auch immer. Er brummte nur auf als Antwort. Mit mehr brauchte Sage nicht zu rechnen und musste damit zufrieden sein. Aber sie kannte ihn nicht viel gesprächiger. Sie konnte einiges von ihm verlangen. Aber nicht dass er aufhörte sich um sie Gedanken zu machen. Dexter war kein besonders emotionaler Mensch und bewahrte meistens die Ruhe und verlor selten den Kopf, wie zuvor. Die gesamte Situation war einfach beschissen. Sein Blick verdunkelte sich und seine Aufmerksamkeit legte sich wieder auf ihre Wunde, als er sich um sie kümmerte.

Ihre Hand in seinem Haar zeigte, dass sie noch genügend Kraft hatte. Ein kleines Lächeln war im Kuss zu spüren und das schiefe Grinsen war auch noch zu sehen, als sie ihn 'beleidigte'. Dexter richtete sich auf und lehnte sich einen Meter hinter ihm gegen die Trailerküche. Der Hühne verschränkte seine Arme und überlegte. Sie mussten hier weg, das war klar. Einerseits wollte er Sage nicht alleine lassen und auf der anderen Seite konnte er sie in dem Zustand schwer ertragen. In seinem Kopf blitzten Bilder von seinem letzten Auftrag. Gefallene Kameraden, Brüder, deren Blut an seinen Händen klebte. "Ich sehe nach dem Pick-up.", knurrte er zwischen zusammen gebissenen Zähnen hervor und verschwand aus dem Wohnwagen. Die Tür drückte er hinter sich zu und atmete die tote Luft ein. Dexter drückte seine Augen für einen Moment zu und räusperte sich, bevor er zu dem Fahrzeug ging und Schlüssel, Tank und Motor überprüfte. Dabei achtete er auf seine Atmung und zwang sich dazu sich maximal auf das was er Tat und den Sauerstoff durch seine Lungen zu konzentrieren. Die Rauchwolke vor seinem Gesicht ignorierte er. Es war scheiße kalt, aber das interessierte den Hayes nicht. Er musste Sage und sich hier wegbekommen. Er musste die anderen finden. Er musste ein neues Zuhause finden. So sah der Plan aus. Manchmal war es so einfach wie es aussah. Der Motor schien tatsächlich in Ordnung zu sein und die Schlüssel steckten. Sollten sie heute tatsächlich Glück haben? Die Bilder vor seinen Augen waren verschwunden und die reine Realität, der kalte verschneide Wald und der Pick-up mit dem Wohnwagen waren da. Dexter startete den Wagen und kehrte kurz zu Sage zurück. "Leg dich ins Bett. Wir fahren hier weg." Seine Stimme machte deutlich, dass er nicht mit ihr diskutieren wollte. Nicht darüber dass sie ins Bett sollte. Nicht darüber dass sie lieber neben ihm sitzen würde. Mittlerweile kannte er sie schließlich. "Du blutest mir nicht den Beifahrersitz voll."

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Im ersten Augenblick übersieht man gerne mal die 1,55m große Frau, wenn sie im Schatten von Dexter Hayes steht und doch ist mit Sage Montague nicht unbedingt zu Scherzen. Die 28-Jährige ist ja immerhin nicht umsonst seine Rechte Hand und von einer eher chaotischen Gesinnung. Auf der Suche nach ihrem Bruder, Valerian Montague, ist Sage auf dem Weg nach Baltimore und bewies damit einen starken Überlebensdrang. Auch wenn die misstrauische Frau niemals offen legen würde, was sie fühlt, sollte man die Finger von Dex lassen, wenn man sich nicht eine Kugel einfangen oder den Walkern zum Fraß hinterlassen werden will. Wer sagt denn, dass man bei einem Weltuntergang nicht doch noch wen finden kann, der wichtiger wird, als das eigene Leben? Die Outlaws sind ihre neue Familie und es gibt sehr wenig, was sie nicht für sie machen würde, da die winzige Montague bis auf dem Tod loyal ist.
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#14
Es war quasi eine stumme Vereinbarung zwischen ihnen, nicht über das zu sprechen, was zwischen ihnen lag und Sage bevorzügte es auch so. So würde es weniger weh tun, sollte sie ihn irgendwann verlieren. Zumindest konnte man sich das ziemlich erfolgreich einreden. Doch die Sorgen, die Dexter für sie hatte, teilte Sage, wenn es um ihn ging. Man versuchte es einfach zu überspielen, zu verdecken und einander den Rücken frei zu halten. Auch ihr war sich sehr bewusst, dass die Chancen nicht für sie sprachen. Selbst wenn sie nicht verblutete, konnte sich die Wunde entzünden und die Chancen dafür Antibotika zu finden waren nicht so hoch, wie Sage es sich gerne zurechnen würde. Vor allem nicht jetzt, wo sie doch alles verloren hatten. Ein leises Seufzen war die einzige Reaktion, die Dex auf sein Brummen bekam, wie auch das Rollen ihre Augen, das jedoch auch Hand in Hand mit Schwindel kam. Klasse. Dennoch berührte es Sages Herz, wie er sich sorgte und sich um sie kümmerte. Egal wie nervige der Hüne war, er war ihrs. So wie sie seins war. Dafür brauchte man einfach nicht viele Worte, die Taten und Handelungen des Hünen sprachen einfach dafür, als er sich um sie und die Wunde kümmerte. Und doch hielt es Sage nicht davon ab, ihn zu beleidigen und sich fest in seinem Haar zu krallen. Die hellen Augen folgten Dexters Bewegungen als er sich löste, Sorge blitze in diesen auf, weil sie erkennen konnte, dass dieser Wut noch immer in ihn war. Sie konnte nur gerade nicht viel dagegen machen. „Okay.“, sprach sie nur leise aus und schob sein Shirt wieder über die Wunde. Sie konnte ihn gerade ja sowieso nicht davon abhalten. Weiterhin besorgt blickte die Blondine ihm hinterher, als Dexter den Wohnwagen verließ und sie allein ließ.

Erst als Dexter die Türe hinter sich zudrückte, schloss Sage die Augen und lehnte sich gegen den Wohnwagen zurück. „Fuck...“, murmelte sie leise und strich sich durch das Gesicht. Die Chancen standen schlecht. Für sie beide. Zumindest noch während sie in einem Zustand war, wo sie nichts hilfreiches beitragen konnte. Fieberhaft dachte die Blondine nach, über die letzten Monate, wo sie an Dexters Seite gewesen war, darüber wie es weitergehen sollte, wie sie ihren Bruder sagen sollte, dass sie vermutlich drauf gehen würde. Sage schluckte schwer und blinzelte. Sie wusste, dass sie es sich nicht erlauben konnte, so zu denken, aber die Wahrscheinlichkeit war groß, dass es so kommen würde. Zumindest wenn sie nichts finden konnten, womit sie diese Wunde schließen konnten. Sie zitterte leicht, während sie durch dem Wohnwagen starrte und jegliches Zeitgefühl verlor. Erst als Dexter wieder die Türe öffnete, blickte die Blondine zu ihm und riss sich aus ihren Gedanken. „Der Pickup läuft also noch?“, fragte sie und neigte wieder den Kopf zur Seite. Sie wusste, ihm war nicht nach diskutieren, sie hörte es in seiner Stimme und doch schüttelte die Montague mit dem Kopf. „Und ich sterbe sicherlich nicht alleine in einem Bett.“ Sie blickte ihn an, ihr Blick machte deutlich, dass sie ebenfalls nicht mit sich diskutieren lassen würde. Schwankend und sich am Wohnwagen festhaltend zog Sage sich wieder auf die Beine. „Wir brauchen Waffen und irgendwas, womit wir die Wunde schließen können.“ Sie blinzelte wieder, versuchte sein Gesicht zu fixieren, was echt nicht so einfach war, während es plötzlich zwei von ihm gab. Verdammte scheiße. Sie hatte Angst und doch musste es weitergehen. Zumindest für Dexter.

Ally
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My attitude's born out of necessity. I've made mistakes. I've made decisions I regretted. I know what it's like to live with regret. But if I let it take over, I'd never get out of bed in the morning.
Der Hüne macht seit Beginn an keinen freundlichen Eindruck. Dexter Hayes ist ein Mann, der viel in seinen Alter bisher erlebt hatte. Seit es die Hell Week der Navy Seals oder ein schief gelaufener Einsatz, bei dem gute Männer verloren gegangen sind. Das ist jedoch etwas, was er nicht preis gibt. Nach einigen temperamentvollen Wochen quittierte er den Job. Dexter ging es früher immer nur um den Job. Tode waren Kollatheralschäden. Aber Kammeraden sterben zu sehen und es die eigene Schuld war? Das ist dann doch etwas anderes. Er verschloß diesen Teil seiner Vergangenheit und wurde das letzte Jahr vor dem Ausbruch Berufsfeuerwehrmann. Lange konnte er den vermeintlichen Frieden nicht genießen. Als die Seuche begann sich auszubreiten, gehörte er zu den Überlebenden einer Safezone in Los Angeles und letztlich überlebte er auch sie. Dexter suchte sich eine kleine Gruppe zusammen. Er nannte sie die "Outlaws" und fand ihnen ein Zuhause. Ein Roadhouse im National Forest außerhalb der Stadt der Engel, welches von Operation Cobalt verschont blieb. Ein Zuhause, welches nach fast 3 Monaten fiel und nun zur verkohlten Asche geworden ist. Auf dem Weg mit seinen noch verbliebenen und neuen Gefährten ist er nun auf der Suche nach einen neuen Ziel. Etwas, wofür es sich lohnt zu kämpfen.
Abwesend
#15
Es war für den ehemaligen Navy SEAL kaum möglich die Sorge zu verbergen, die er empfand. Er hatte Angst um Sage. Ein Gefühl, welches er bereits seit langer Zeit nicht mehr gefühlt hatte. Und kaum für jemand anderen. Natürlich machte er sich Gedanken auch Gedanken um seine Schwester. Doch er glaubte fest daran, dass sie überlebte. Bei der Jüngeren war er sich sicher, dass sie zumindest gerade litt und dass es ihr zunehmend schlechter ging. Sich keine Sorgen zu machen käme ihn nicht in den Sinn. Denn auch wenn er es nie laut aussprach, so empfand er doch genug für sie um ihr die Schmerzen nehmen zu wollen. Innerlich fluchte der große Mann und er ließ zu dass die Wut langsam jedes andere Gefühl überschattete. Es war um einiges besser als sich von Sorge und Furcht blenden zu lassen. Den ersten Fehler hatte er bereits schon getan und das konnte er sich nicht leisten. Nicht für Sage, nicht in diesem Zustand. Seine Mine verdunkelte sich, als sie ihre Wunde ansprach. Ein leises Knurren war zu hören, als er sich wieder abwendete und nach einem Nähset oder dergleichen suchte. Irgendetwas, mit was er die Wunde verschließen konnte. Dexter hatte ein vollständiges Training für derlei Situationen hinter sich. Er wusste was zu tun war, ganz egal wie lange es her war. Ablenken lassen war keine Option. So öffnete er die Schränke, auf der Suche nach Alkohol. Als er keinen direkt fand füllte er Wasser in einen kleinen Topf und stellte ihn auf den schnell eingeschalteten integriertem Herd. "Wir reinigen zu erst deine Wunde.", erklärte er ruhig. Mehr um die Ruhe selbst zu bewahren als Sage tatsächlich aufzuklären. Ein Deckel fand sich schnell um das Wasser anzuregen schneller zu Kochen. "Rede mit mir Sage.", sagte er fest und warf einen Blick zu ihr. Mit schnellen Schritten war er bei ihr, um sie wieder mindestens zum Sitzen zu bekommen. Ihr Gesicht wieder fest in seinen Händen. "Wach bleiben, hörst du? Ich setze Wasser auf, um was zu tun? Führe den Gedanken weiter aus. Konzentriere dich!" Sage ließ sich nichts befehlen, doch in diesem Fall würde sie vielleicht eine Ausnahme machen.

"Okay.", murmelte er zuversichtlich und nickte. Für einen Moment behielt er seinen Blick noch immer bei ihr um sicher zu gehen, dass sie auch tatsächlich sprach. Erst dann prüfte er kurz das Wasser und durchsuchte den Wohnwagen weiter. Er war nicht besonders. Nur ein Wohnwagen mit einer Sitzecke ganz hinten, welche sich einfach zu einem Bett umfunktionieren ließ. Auf dem Sofa selbst konnte auch jemand zur Ruhe kommen und im Überhang über der Anhängerkupplung es Pick-Ups gab es eine Schlafnische mit einer 180 x 200 cm Matratze. Genügend Platz für sie beiden. Aber er interessierte sich wenig für Schlafmöglichkeiten. Er wollte Alkohol. Das würde für sie vermutlich humaner sein als kochendes Wasser. Und sie konnte ihn trinken. Irgendetwas hochpronzentiges ... Dexters Kiefer spannte sich mit jeder leeren Schublade an und das Schließen wurde immer kräftiger. Es konnte doch verdammt noch einmal nicht sein, dass keine verfluchte Flasche ... Ooh na endlich. Eine kleine Bar befand sich in einer Ecke recht gut versteckt. Um sie zu öffnen hatte er eine Tafel der Verkleidung angedrückt, die nur geringfügig anders aussah als der Rest. Vodka, Whiskey und Schnaps. Letzteres mit 73% schien ein guter Anwärter für das, was er vorhatte. Old Pascas war eine zierliche Flasche und der Inhalt hatte eine rötlichbraune Farbe. "Trink.", forderte er sie auf und öffnete ihr die Flasche, die er ihr reichte. Die Zeit darin verschwenden ihr ein Glas einzuschenken würde er nicht. Stattdessen kümmerte er sich um das mittlerweile kochende Wasser. Dexter zog ein Geschirrtuch aus einen der zuvor bereits geöffneten Schubladen und riss es in Streifen. "Trink. Rede.", sprach er über die Schulter und tränkte den Stoff in dem sprudelnden Wasser, bevor er ins Bad marschierte und weiter nach Nähzeug suchte.

Lymi
blood thirsty little vixen
“Oh contraire, I’m able to annoy everyone in ten syllables or less. Sometimes, I don’t even have to speak at all. I just walk into the room and it rankles them.”
Im ersten Augenblick übersieht man gerne mal die 1,55m große Frau, wenn sie im Schatten von Dexter Hayes steht und doch ist mit Sage Montague nicht unbedingt zu Scherzen. Die 28-Jährige ist ja immerhin nicht umsonst seine Rechte Hand und von einer eher chaotischen Gesinnung. Auf der Suche nach ihrem Bruder, Valerian Montague, ist Sage auf dem Weg nach Baltimore und bewies damit einen starken Überlebensdrang. Auch wenn die misstrauische Frau niemals offen legen würde, was sie fühlt, sollte man die Finger von Dex lassen, wenn man sich nicht eine Kugel einfangen oder den Walkern zum Fraß hinterlassen werden will. Wer sagt denn, dass man bei einem Weltuntergang nicht doch noch wen finden kann, der wichtiger wird, als das eigene Leben? Die Outlaws sind ihre neue Familie und es gibt sehr wenig, was sie nicht für sie machen würde, da die winzige Montague bis auf dem Tod loyal ist.
Online
#16
Für Wut hatte die Blondine in diesem Moment keine Kraft mehr. Sämtliches Adrenalin, welches zuvor geholfen hatte, sie durchzubekommen, war nun verschwunden und sie klammerte an jedes noch so kleine Strohhalm, welches sie kriegen konnte. Langsam atmete Sage ein und aus, während sie die Angst zu unterdrücken versuchte, die immer deutlicher in ihr aufkeimte. Sie klammerte an Dexter, als er wieder bei ihr war um sie zum sitzen zu bekommen. Ein deutliches Zeichen dafür, dass sie Angst hatte, obwohl sie nichts sagte und auch jedes Zeichen aus ihrem Gesicht zu verbannen versuchte, der Dexter das deutlich machen würde. Das würde ihnen beide nicht helfen. Sie war sich noch nicht einmal mehr sicher, ob Dexter für sich oder für sie sprach, aber die Worte, die Berührung halfen der Montague um sich wieder etwas zu sammeln und sie blinzelte noch ein weiteres Mal, bis sie ihn wieder klar vor Augen hatte. „Du weißt, dass ich dir jetzt nicht nachplappern werde, oder?“ fragte sie leise und hob eine kühle Hand an, um diesen auf seinen zu legen. Sie hasste sich gerade selbst dafür, dass sie recht schwach und gar nicht, wie sie selbst klang. „Wir sollte lieber absprechen, wie es weitergehen wird...“ Sie brauchten einen Ziel, einen Plan... irgendwas, woran Sage sich gedanklich klammern konnte. Sie musste ihm nicht sagen, was er nun tun würde. Sie wusste, dass egal was er tat, es schmerzen würde. Sie wünschte sich Alkohol, obwohl sie in den letzten Monaten nur sehr wenig gebraucht hatte, um durch den Tag zu kommen. Wegen ihm. Nicht das Sage das laut aussprechen würde... aber sie war sich ziemlich sicher, dass Dexter von dem Problem gewusst hatte, als sie sich in August getroffen hatten.

Ihr heller Blick folgte Dexter durch den Wohnwagen, als er sich auf der Suche nach etwas machte und sie rutschte soweit auf der Bank der Sitzecke zurück, dass sie mit dem Rücken wieder an dem Wohnwagen gelehnt war. Immer wieder blinzelte sie und versuchte ihn wieder in ihrem Fokus zu bringen, wenn dieser verschwamm. „Ich kenne einen Ort, wo wir uns vielleicht neu ausrüsten könnten...“, sagte sie, die Stimme weiterhin schwach und leise. „Und dann sollten wir Los Angeles hinter uns lassen...“ Ihnen hielt doch nichts mehr hier. Sie hatte ja verstanden, dass Dexter den Winter abwarten und den Roadhouse nicht aufgeben wollte, weswegen sie auch ihre Reise nach Baltimore nicht angetreten war, aber nun hatten sie nichts, was sie noch verlieren konnten. Außer einander. Sie erzittern leicht, dank der Kälte, der sich nun langsam in ihrem Körper ausbreitete. „Baby, mir ist kalt...“ Sie blickte in sein Gesicht, als er wieder zu ihr kam und ihr die Flasche mit dem Alkohol regelrecht in die Hand presste. Sie umschloss die Flasche mit ihre zitternden Finger und nickte leicht, bevor sie es einfach ansetzte und einen großen Schluck zu sich nahm. Sie schloss die Augen wieder und atmete wieder durch. „In meiner Wohnung hätten wir genug Waffen...“ Unzufrieden blickte sie ihn dann an und beobachtete, wie er sich um das Wasser kümmerte und verschwand. „Und Verbandszeugs...“ Sie nahm einen weiteren Schluck aus der Flasche.

Ally
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My attitude's born out of necessity. I've made mistakes. I've made decisions I regretted. I know what it's like to live with regret. But if I let it take over, I'd never get out of bed in the morning.
Der Hüne macht seit Beginn an keinen freundlichen Eindruck. Dexter Hayes ist ein Mann, der viel in seinen Alter bisher erlebt hatte. Seit es die Hell Week der Navy Seals oder ein schief gelaufener Einsatz, bei dem gute Männer verloren gegangen sind. Das ist jedoch etwas, was er nicht preis gibt. Nach einigen temperamentvollen Wochen quittierte er den Job. Dexter ging es früher immer nur um den Job. Tode waren Kollatheralschäden. Aber Kammeraden sterben zu sehen und es die eigene Schuld war? Das ist dann doch etwas anderes. Er verschloß diesen Teil seiner Vergangenheit und wurde das letzte Jahr vor dem Ausbruch Berufsfeuerwehrmann. Lange konnte er den vermeintlichen Frieden nicht genießen. Als die Seuche begann sich auszubreiten, gehörte er zu den Überlebenden einer Safezone in Los Angeles und letztlich überlebte er auch sie. Dexter suchte sich eine kleine Gruppe zusammen. Er nannte sie die "Outlaws" und fand ihnen ein Zuhause. Ein Roadhouse im National Forest außerhalb der Stadt der Engel, welches von Operation Cobalt verschont blieb. Ein Zuhause, welches nach fast 3 Monaten fiel und nun zur verkohlten Asche geworden ist. Auf dem Weg mit seinen noch verbliebenen und neuen Gefährten ist er nun auf der Suche nach einen neuen Ziel. Etwas, wofür es sich lohnt zu kämpfen.
Abwesend
#17
Am liebsten hätte Dexter gebrüllt. Seinen Frust freien Lauf gelassen. Das Feuer und das Temperament waren immer noch vorhanden und schlugen in seiner Brust. Seine Ausbildung und sein Training ließen es jedoch nicht zu, dass er aus der Haut fuhr. Aber nichts war garantiert was er tun würde, sollte ihm Sage jetzt tatsächlich wegsterben. Wenn ihr Herz aufhörte zu schlagen, dann würde auch seins verstummen. Das war nichts, worüber er sich erst klar werden müsste. Es war ein ungeschriebener Fakt an welchen er nicht denken wollte, der aber immer präsent war. Wie der Mond am Tag. Der verbissene Gesichtsausdruck meißelte sich ein und verfestigte seine Mimik. Das hier war eine verschissene Situation und Sage schaffte es noch immer einen dummen Spruch über die Lippen zu bringen. Für einen Moment hielt er inne, warf ihr einen Blick zu der ein leichtes abzulesen war: Ernsthaft, Sage? Jetzt? Jeder andere hätte sich die Kraft gespart. Aber die kleine Blondine natürlich nicht. Ihr letztes Wort würde vermutlich noch irgendeine Provokation sein. Dexter hatte bereits bei ihrer ersten Begegnung gewusst, dass sie Probleme bedeutete. Dass sie selbst ein Problem darstellte. Nicht nur, weil sie selbst eines hatte. Genügend Aufmerksamkeit schenkte er schließlich seiner Umgebung. Das hinderte ihn jedoch auch nicht daran ihr Alkohol anzubieten, wenn er es für notwendig befand. Es war manchmal einfach wichtig. Man brauchte es. Das hier war einer der Momente, in denen man etwas trinken musste.

„Baby, mir ist kalt...“ Nichts was sie sagen konnte traf ihn so wie diese Worte. Er musste sich beeilen. Versuchte zugleich seine Miene regungslos zu halten um wenigstens ein wenig Sicherheit für sie ausstrahlen zu können. Worte wie 'Du wirst schon wieder' und sonstige Phrasen ließ er direkt stecken. Nicht nur weil er sie verachtete und jedem der ihm das sagen würde er wohl direkt den Kopf spalten würde, nein er wusste dass sie viel zu intelligent dafür war. Einer der Gründe, warum er den kleinen Teufel an seiner Seite wissen wollte. Seine Schritte hielt er noch immer ruhig, doch war er auch zu gleich schneller geworden. Dexter ignorierte ihre letzten Worte. Hauptsache sie redete. Dass er nach Verbandszeug suchte war offensichtlich. Wenn er es nicht fand musste es eben provisorisch nach Überlebensausbildung gehen. Das gab dann am Ende eine hässliche Narbe, aber zumindest hatte sie ein Andenken dafür überlebt zu haben. Manche machte das stolz. Andere versteckten ihre Narben als seihen es Schandmale. Dem war aber nicht so. An seinem Körper hatten sich auch einige Narben angesammelt. Keine davon versteckte er mit Absicht oder generell. Bei ihr zurück begann er ohne direkte Vorwarnung ihre Wunde zu säubern. "Halt dich an mir fest." Erneut antwortete er auf keine ihrer Pläne für die Zukunft. Darüber wollte er nicht reden, das war nicht seine Priorität. Stattdessen nahm er kurz die geöffnete Flasche und nutzte den Alkohol zusätzlich zum desinfizieren. Erneut ohne Vorwarnung und beim nächsten Versuch über einen Plan zu sprechen wurde er sauer und dieses Mal verlor er seine Ruhe. "Ich kann darüber jetzt nicht reden Sage, ok?" Mit einem Mal war seine Stimme lauter und er schaute ihr ins fahle Gesicht. Das brachte ihn nicht ruhiger, schaffte eher das Gegenteil: "Ich kann jetzt nicht über Waffen reden, während die Frau die ich Liebe in meinen Händen weg stirbt!" Dexters Blick fixierte ihren. Ließ sie nicht los und war sich seiner Worte bewusst, realisierte sie jedoch nicht. Als ob Dexter Hayes noch einmal zugeben wollte Gefühle für eine Person zu haben. Er war der Eisblock den nichts erschütterte. Und dann.. dann war es als würde er die Bedeutung seiner eigenen Worten verstehen. Sein Blick wurde etwas weicher, bevor er sich wieder um ihre Wunde kümmerte. Schweigsam entfernte er das Blut und konnte nun endlich das Ausmaß besser sehen. "Nimm noch einen Schluck." Seine Stimme war nun wieder ruhig. Ruhiger und leiser als zuvor. Erst nach dem weiteren Schluck begann er die Nadel die er gefunden hatte anzusetzen. In dem scheiß Wohnwagen gab es kein Verbandszeug. "Halt dich an mir fest und drücke zu.", riet er ihr. Das konnte nun verdammt weh tun.

Lymi
blood thirsty little vixen
“Oh contraire, I’m able to annoy everyone in ten syllables or less. Sometimes, I don’t even have to speak at all. I just walk into the room and it rankles them.”
Im ersten Augenblick übersieht man gerne mal die 1,55m große Frau, wenn sie im Schatten von Dexter Hayes steht und doch ist mit Sage Montague nicht unbedingt zu Scherzen. Die 28-Jährige ist ja immerhin nicht umsonst seine Rechte Hand und von einer eher chaotischen Gesinnung. Auf der Suche nach ihrem Bruder, Valerian Montague, ist Sage auf dem Weg nach Baltimore und bewies damit einen starken Überlebensdrang. Auch wenn die misstrauische Frau niemals offen legen würde, was sie fühlt, sollte man die Finger von Dex lassen, wenn man sich nicht eine Kugel einfangen oder den Walkern zum Fraß hinterlassen werden will. Wer sagt denn, dass man bei einem Weltuntergang nicht doch noch wen finden kann, der wichtiger wird, als das eigene Leben? Die Outlaws sind ihre neue Familie und es gibt sehr wenig, was sie nicht für sie machen würde, da die winzige Montague bis auf dem Tod loyal ist.
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#18
Ob es ihr so gut gelingen würde, die Ruhe zu bewahren, wenn ihre Positionen anderes wären? Wahrscheinlich eher nicht. Sie besaß keinen kühlen Kopf, wenn es um die Leute ging, die sie lieb... die eben Familie waren. Die Montague bewunderte sie ihn dafür. Fakt war aber auch, dass es sie wahnsinnig machte, diese Sorge in seinen Augen zu sehen, diese Unruhe in seinen ruhigen Bewegungen zu erkennen. Ein Fremder würde sich wahrscheinlich täuschen lassen, aber nicht Sage. Sie kannte ihn, aber sie wusste auch, dass sie gerade nichts machen konnte, um ihn zu besänftigen. Sie brauchten einander. Noch ein Fakt, den Sage selbst sich selbst gegenüber nur widerwillig eingestand. Ihr heller Blick traf den von Dexter und trotz der aktuellen Situation hob sich eine Augenbraue leicht an, die Mundwinkel zuckten sogar minimal. „Du wolltest, dass ich rede.“, sprach sie leise aus, denn sie konnte seinen Gedankengang durchaus in seinem Blick lesen, als er wieder zu ihr kam. Das hatte er jetzt davon. Hätte er lieber sagen sollen, dass sie schweigen sollte. Selbst Schuld. So war es aber auch schon seit ihrem ersten Abend zusammen, die Blondine konnte ihren Mundwerk nur schlecht geschlossen hatte. Noch schlimmer war es, wenn sie verletzt oder verängstigt war. Und gerade war sie beides. Die verfickte Situation kam noch dazu und sie brauchte dringend den Alkohol, den Dexter ihr brachte. Sie trank ein paar Schluckte und stellte die Flasche auf dem Tisch neben sich ab, während sie die Kälte in ihre Knochen spürte, der nicht nur von den kühlen Temperaturen von Kalifornien im Winter kam. Sie war nicht dumm, sie wusste, was das zu bedeuten hatte und das machte ihr nur noch mehr Angst. Ähnlich wie Dexter.

Sage rechnete es Dexter hoch an, dass er sie nicht belog und sagte, dass alles gut gehen würde. Sie beide wussten, dass das in beide Richtungen gehen konnte und das es gerade eher in Richtung des Bösen ging, als das es gut war. Sie beobachtete ihn weiterhin, während er ihre Worte ignorierte und als er wieder bei ihr war und sprach, nickte Sage nur schwach. Ihre Hand griff nach dem harten Arm des Hünen und sie zischte laut auf, als sie das heiße Wasser an ihrer Haut spürte. „Fuck, Dex!“, keuchte sie nach einem Moment und krallte sich in seinem Arm. Ihr ganzer Körper spannte sich an, während sie den Drang unterdrückte ihn weg zu schieben. Es war nicht das erste Mal, dass sie eine ähnliche Behandlung durchmachen musste, aber das bedeutete nicht, dass es weniger weh tat. Narben und Schmerzen folgten Sage ihr Leben lang. Sie versteckte sie nicht und konnte bei den Meisten sogar noch sagen, woher sie kamen. Sie stand eben dazu, dass sie eine Vergangenheit hatte, die weniger rosig war. Das Brennen der Wunde ließ Sage nur noch mehr keuchen und schwer atmen, als Dexter den Alkohol nahm um es zu desinfizieren. Einen Fan davon war sie sicherlich nicht. Doch das konnte sie hinnehmen, ohne sich zu beschweren, da es notwendig war.

Genauso wenig, wie sie ein Fan davon war, von Dexter angeschrien zu werden. Ihre Augen verengten sich und am liebsten hätte sie dazu was gesagt, doch Dexter sprach war und die Worte, die er sagte, ließ Sages Gesicht vollkommen entgleiten. "Ich kann jetzt nicht über Waffen reden, während die Frau die ich Liebe in meinen Händen weg stirbt!" Ihr Mund öffnete sich, während ihre helle Augen die dunkeln traf, und schloss sich gleich danach. Dexter Hayes hatte es geschafft die Blondine vollkommen sprachlos zu machen. Zumindest für einen Moment lang. Sie blinzelte, unsicher, ob sie sich vielleicht verhört hatte. Konnte es sein, dass er diese Worte wirklich gesagt hatte? Ihr Herz schlug wie verrückt in ihre Brust und Sage spürte, wie ihre Augen sich gegen ihren Willen füllten. „Du liebst mich?“, flüsterte sie ihm entgegen und schluckte noch einmal. Sie brauchte noch einen Moment um wirklich zu verinnerlichen, was er gesagt hatte. Dieser Eisberg von Mann liebte sie. Trotz den Macken und Problemen, die sie mit sich brachte. Das waren Worte, die Sage nie wieder hören wollte und doch gaben sie ihr Kraft. Der Ausdruck in Sages Augen wurde sanfter, während sie ihre Unterlippe zwischen ihre Zähne zog und die freie Hand nach seiner Wange ausstreckte. „Ich sterbe dir nicht weg, Dex.“, flüsterte sie ihm zu, während sie sanft über die warme Haut des Hünen strich, die Finger über den Bart gleiten ließ, während sie ihn einfach nur ansah und nach der Flasche griff. Sie nahm wieder einen Schluck und wandte ihren Blick von ihm ab. Überfordert von sich selbst, dass sie auch noch ohne zu Zögern diese Gefühle für ihn erwidern konnte, die sie bisher zu ignorieren versuchte.
Der erste Stich ließ Sage wieder laut zischen und sie presste wieder ihre Nägel in seiner Schulter, während sie ihren Kopf nach hinten kippte, gegen die Wand des Wohnwagens und sich erneut zum zerbrechen anspannte. Die Flasche wurde gleich wieder angesetzt und einen tiefen Schluck zu sich genommen. Die Augen schlossen sich und sie atmete schwer. „Hey, Dex...“ sprach sie leise zwischen den Stichen und den Schlucken Alkohol, ohne sich von seiner Schulter zu lösen. „Ich dich auch.“ Drei Worte, die Sage niemals wieder zu einem anderen Mann sagen wollte, aber von denen sie wusste, dass sie die Wahrheit waren. Das Letzte, was Sage jemals wieder für sich wollte, was noch einmal jemanden zu lieben. Und doch hatte Dexter fucking Hayes einfach ihr Herz komplett für sich beansprucht. So sehr sie ihn wohl zu lieben scheint, genauso sehr hasste sie ihn, weil er ihr das angetan hatte. Er hatte sie wieder verletzlich gemacht – etwas, das sie nie wieder sein wollte. Arschloch!

Ally
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Der Hüne macht seit Beginn an keinen freundlichen Eindruck. Dexter Hayes ist ein Mann, der viel in seinen Alter bisher erlebt hatte. Seit es die Hell Week der Navy Seals oder ein schief gelaufener Einsatz, bei dem gute Männer verloren gegangen sind. Das ist jedoch etwas, was er nicht preis gibt. Nach einigen temperamentvollen Wochen quittierte er den Job. Dexter ging es früher immer nur um den Job. Tode waren Kollatheralschäden. Aber Kammeraden sterben zu sehen und es die eigene Schuld war? Das ist dann doch etwas anderes. Er verschloß diesen Teil seiner Vergangenheit und wurde das letzte Jahr vor dem Ausbruch Berufsfeuerwehrmann. Lange konnte er den vermeintlichen Frieden nicht genießen. Als die Seuche begann sich auszubreiten, gehörte er zu den Überlebenden einer Safezone in Los Angeles und letztlich überlebte er auch sie. Dexter suchte sich eine kleine Gruppe zusammen. Er nannte sie die "Outlaws" und fand ihnen ein Zuhause. Ein Roadhouse im National Forest außerhalb der Stadt der Engel, welches von Operation Cobalt verschont blieb. Ein Zuhause, welches nach fast 3 Monaten fiel und nun zur verkohlten Asche geworden ist. Auf dem Weg mit seinen noch verbliebenen und neuen Gefährten ist er nun auf der Suche nach einen neuen Ziel. Etwas, wofür es sich lohnt zu kämpfen.
Abwesend
#19


Dexter wollte dass sie redete und nicht schwieg. So dass er auch ohne sie anzublicken wusste dass sie nicht dabei war das Bewusstsein zu verlieren. Und andererseits wollte er einfach nur dass sie schwieg und aufhörte weiter von Plänen zu sprechen die er im Augenblick nicht für wichtig genug erachtete. Er hatte einen Plan. Er wusste wohin es ihn zog und was ihn - hoffentlich - dort erwartete. Aber das wollte er nicht ohne Sage an seiner Seite. Oder zumindest würde es seine Freude darüber schmälerin. Die kleine Montague war ihm rasch ans Herz gewachsen. Ganz gleich ob er es nicht darauf angelegt hatte. Schließlich gab es wichtigeres in der aktuellen Zeit als das hübsche Lächeln und der Körper einer Frau. Dexters Prioritäten lagen wo anders. Auf das Wohl seiner Leute. Nun.. auch wenn einige verstorben und andere versprengt wurden waren sie noch immer seine Leute un Sage.. Sage war etwas vollkommen eigenes. Sie war ein Teil seiner Gruppe, war ihm wichtig geworden. Wichtiger als die anderen? Nein, anders. Vielleicht lag es da ran dass sie im Road House angefangen haben miteinander zu schlafen. Dass das alles weitere in Gang gesetzt hatte ohne dass beide ein Ziel vor Augen hatten. Es passierte. Und dass es passiert war machte die aktuelle Situation so viel schlimmer. Schlimm genug dass er zu gleich wütend war.

Damit zog der Hühne es vor zu Schweigen und sich auf das zu konzetrieren was seine mittlerweile blutigen Hände taten. Blut. Rot. Es gab nur einen Moment an welches es ihm je etwas ausgemacht hatte. Damals war es sinnbildliches Blut. Stellenweise. Aber die Bedeutung schmälerte es keineswegs. Er konnte die Schreie hören als seine Mannschaft getötet wurde. Ein Massaker welches er selbst nur stark verletzt überleben können. Noch ein Schrei. Und noch einer. Dexters Kiefer spannte sich weiter an und spürte Sages fahrige Berührungen wie durch Watte. Einzig ihre fünf letzten Worte ließen ihn für einen Moment aufblicken. Zögern bevor er die Nadel erneut ansetzte. Es gab nichts mehr zu sagen. Es musste nichts mehr gesagt werden. Denn wenn sie diese Nacht nicht überlebte würde es darüber nichts mehr zu sagen geben. Geschweige denn zum Nachdenken. Und wenn sie seine Gefühle tatsächlich erwiderte, dann galt das für ihn noch mehr, weshalb er zustach. Keine Vorwarnung. Es wäre dadurch ohnehin nicht besser gewesen. Also wozu. Frisches Blut lief über seine Finger während er konzentriert die Wunde zunähte. Wieder vernahm er bei dem Anblick die Schreie längst vergangene Kammeraden erneut in seinem Kopf starben. Darunter auch @Lincoln Fox. Ein Mann der ihm wie ein Bruder gewesen war. Doch dieses mischte sich Sages Stimme in seine eingebildeten Schreie. Wie sie darum bat nicht zu sterben. Oder eher im drohte ihn nicht sterben zu lassen. Unter anderen Umständen ein Moment des Schmunzelns. Doch nicht in diesem. Hin und wieder säuberte er mit fixen Handgriffen die schließende Wunde. Einzig der Ausbildung zu verdanken dass seine Hand noch immer ruhig blieb. Lange genug bis er fertig war. Dexter biss den Faden durch und vernähte das restliche Stück sauber. Der Geschmack von Blut auf den Lippen, was er vehement ignorierte. Den Blick zu Sage um zu prüfen ob sie noch immer bei ihm war, die Hände erneut dabei die Wunde zu säubern und mit Alkohol abzutupfen. Er ruhte nicht eher bis sie vollständig und ihren Möglichkeiten entsprechend versorgt war. Der Hüne trug sie so vorsichtig wie es ihm möglich war in die Schlafnische und schaute sie einfach an.

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Im ersten Augenblick übersieht man gerne mal die 1,55m große Frau, wenn sie im Schatten von Dexter Hayes steht und doch ist mit Sage Montague nicht unbedingt zu Scherzen. Die 28-Jährige ist ja immerhin nicht umsonst seine Rechte Hand und von einer eher chaotischen Gesinnung. Auf der Suche nach ihrem Bruder, Valerian Montague, ist Sage auf dem Weg nach Baltimore und bewies damit einen starken Überlebensdrang. Auch wenn die misstrauische Frau niemals offen legen würde, was sie fühlt, sollte man die Finger von Dex lassen, wenn man sich nicht eine Kugel einfangen oder den Walkern zum Fraß hinterlassen werden will. Wer sagt denn, dass man bei einem Weltuntergang nicht doch noch wen finden kann, der wichtiger wird, als das eigene Leben? Die Outlaws sind ihre neue Familie und es gibt sehr wenig, was sie nicht für sie machen würde, da die winzige Montague bis auf dem Tod loyal ist.
Online
#20
Es war nicht das erste Mal, dass Dexter und Sage sich wegen Sachen in den Haaren kriegten. Es war jedoch das erste Mal, wo einer von den Beiden dabei draufgehen konnte. Auch wenn Dexter gerade keine Pläne brauchte, weil er einen hatte, brauchte Sage ein. Sie brauchte etwas, wo sie sich dran klammern konnte. Der Gedanken an ihrem Bruder, der irgendwo da draußen war und... was auch immer, das mit Dexter war. Sage fuhr sich mit der Zunge über die Lippen und versuchte sich auf sein Gesicht zu konzentrieren, während sie mit ihm sprach. Wenn sie zurückdachte, wie es in den ersten Minuten zwicshen ihr und Dexter war, dann war sie selbst überrascht, wie nahe sie ihn an sich heran gelassen hatte. Er stand, von jedem aus der Gruppe, an erster Stelle. Nicht, weil er der Anführer war... sondern, weil er ihrs war. Sie hatte zwar auch Val gegenüber nie die Art ihre Beziehung zu dem Anführer offenbart, aber die Blondine wusste selbst, dass der Hüne ihr ans Herz gewachsen war und auch das sie mit ihm durch die Hölle gehen würde. Nur um sicher zu gehen, dass er an der anderen Seite heile wieder rauskam. Er brauchte nichts sagen, denn sie wusste, dass es ihm ähnlich erging. Sie sah es in seinem Blick, jedes Mal, wenn er sie sich ansahen. Zumindest wenn sie sich nicht gegenseitig die Köpfe einschlagen wollten.

Doch das war nicht das, was Sage die Luft zu atmen nahm. Die Schmerzen, die Dexter ihr zufügte, während er sie wieder zusammenflickte, waren es auch nicht. Natürlich, es schmerzte und der Schnaps in ihre Hand leerte sich verdächtig schnell, während ihr Herzschlag schneller wurde. Diese Wörter von Dexter zu hören, hätte sie für gewöhnlich in Panik versetzt, so dass sie weggelaufen wäre. Das war aber gerade nicht drin. Sie brauchte einige Momente, bevor sie seine Worte auf ihre Art erwidert und mit ihre Hand seiner Wange berührte. Es war aber nicht nur, dass Dexter dieses Wort ausgesprochen hatte, das Sage seit einigen Jahren wie verrückt mied, sondern der Ausdruck, der sich in sein Augen geschlichen hatte. Sie kannte es. Es war nicht das erste Mal, dass die Montague von einem solchen Ausdruck saß. Sie traf sein Blick und deutete ein Lächeln an, bevor sie die Flasche wieder ansetzte und noch einen tiefen Schluck nahm, bevor sie zischte, als Dexter zustach. Sicherlich war das nicht ihre beste Idee, aber der Alkohol betäubte. Sie atmete tief ein und aus, versuchte den Schmerz zu ignorieren und still zu halten, während der Hüne sich wieder zusammenflickte. Am liebsten hätte sie Dexter in den Arm gezogen, ihm zugeflüstert, dass doch alles wieder werden würde. Wie sie es oft tat, wenn er Albträume gehabt hatte... Sie sprachen nie darüber, aber sie wusste davon, konnte sich denken, wovon er träumte, wenn der Horror zu ihm wiederkam. Es gab mehr als eine Nacht gehabt, wo sie ihn davon abhalten musste zu schreien. In diesen Momenten, war es ihr auch egal, ob er ihr weh tat, sie machte nur das, was sie für das Beste hielt. Für Dexter und auch der Gruppe.
Während Dexter in seiner Arbeit vertieft war, sprach die Blondine einfach. Über irgendwas, das erste, was ihr einfiel. Irgendwas, was Dexter davon abhalten würde, zu tief in diesen Gedanken zu fallen, die ihn von ihr entfernte. Manchmal versank er darin und sie hatte Angst, dass sie nicht den Mann wiederbekommen würde, den sie liebte. Sie hatte Angst ihn irgendwann komplett an seiner Vergangenheit zu verlieren. Sein Blick traf dann wieder ihren, als er fertig und sie neigte ihr Kopf leicht zur Seite. Sie fühlte sich schwach und war eindeutig müde, aber ihre Lippen formten sich zu einem „Ich bin okay...“ Denn auf eine seltsame Art und Weise war sie das auch. Auch wenn sie die Zähne zusammenbiss, als Dexter sie hochhob und ins Bett legte. Ihre Finger vergruben sich etwas zitternd in sein Haar und sie lehnte ihre Stirn an seinen. „Wir sind okay.“, hauchte sie ihm entgegen, während der Ausdruck in ihren Augen weich und sanft wurde, bevor diese dann auch schon zufielen und die Blondine in seinen Armen einschlief.



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