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wish i could turn back time
Barbara Massey
Scott Brennan
17.04.2019 Haus der Masseys
"I am no longer of this world. I am a dilapidated monument of humanity, alone, frightened and vulnerable, I fight for survival. They are everywhere. . . cold and deadly, but I live."
35 Jahre alt, geschieden und gerade noch so am Leben. Scott führt derzeit das Weiße Haus an, wo er den Menschen so etwas wie Hoffnung und Normalität bietet. Es ist nicht einfach, sich um ein Haufen voller Menschen zu kümmern, die den Sinn ihres Lebens verloren haben und auf der Suche nach ihrem alten Ich sind. Der Texaner im besten Alter flog extra aus Los Angeles ein, wo er einst mit seiner Ex-Frau lebte, um seinen Plan zu verfolgen. Stellt sich heraus, dass ein paar Leute so etwas wie eine Chance in seinem Plan sehen und ihm das Vertrauen schenken. Scott weiß nicht, ob seine Frau und ihre beste Freundin noch leben. Er glaubt aber nicht an deren Tod, denn seine Philosophie ist einfach festzuhalten - solange er sie nicht tot gesehen hat, sind sie nicht tot. Obschon der Mann kein geborener Anführer ist, versucht er das Bestmögliche für jeden zu erzielen.
Offline
#4
wish i could turn back time
to the good old days




Sein Fluch war es, dass er zwei Kriege auf einmal zu führen hatte. Sobald seine Vorgesetzten in den schicken Anzügen nach ihm fragten, musste Scott so gesehen alles stehen und liegen lassen. Kampfmontur überziehen, Panzerungen anbringen, alle Schusswaffen nochmal gründlich warten und anschließend wurden sie über das gebrauchte Gebiet abgeworfen. Früher ging Scott relativ naiv in seine Berufung; Geld machen, sich und Carrie finanziell absichern, danach würde er schnellstmöglich Urlaub kriegen und bei jedem Urlaub seine Zeit mit ihr nutzen. Nach jedem Einsatz musste Scott die dunkelsten Facetten der Realität an sich ran lassen, um zu verstehen, wie dumm eigentlich seine Gedanken waren. Eine Beförderung winkte ihm zu, er nahm sie an, danach kamen die Hoffnungen, dass er bei der CIA wohl etwas mehr Luft bekam. Falsch gedacht. Die Luft, die er zum atmen hätte brauchen können, wurde ihm von weiteren Einsätzen genommen. Sie gehörten zu einer verdeckten Einheit, einer Abteilung, die es offiziell nicht wirklich gab. Seit seinen jüngsten Rückkehr stellte Scott eine andere Familie auf seine Agenda in den Top 3 und schämte sich für einen derartigen Einsatz nicht. Viele Leute interpretierten seine Hingabe falsch, nur die wenigsten Leute würden wohl den wahren Grund hinter seinem Tun für die Familie Massey sehen. Barbara zählte zu den stärkeren Frauen, Stärke war schließlich keine Männersache. Ganz gleich wie Barbara es beiläufig zu klingen lassen versuchte, Scott und sie wussten um die Wichtigkeit. Trennungen waren nie einfach, egal wie wenig Zeit man mit einer Person verbrachte. Es ging darum, wie tief die Verbindung zu dem Menschen war. Die verbrachte Zeit ist ein Bonus.

Ihr Drücken an seiner Hand signalisierte ihm, dass sie in dem Sinne ehrlich handeln würde. Barbara versteckte sich nicht, nicht ihm gegenüber, wo sie sich in der Hinsicht sogar stark ähnelten. Scott erzählte auf seiner Arbeit auch nicht jedem x-beliebigen Kollegen, was er gerade durchmachte. Sie waren nicht für jeden ein offenes Buch. Scott nickte einmal stumm, bejahte ihren Vorschlag auf die Veranda zu gehen, worauf er den ersten Schritt tätigte und auf die Veranda ging. Keine Überraschung, dass das Mädchen nicht nach unten stürmte. Sie hatte Besuch, Scott kramte in seinem Kopf nach und fand die besagte Akte zu dem genannten Burschen. "Guter Junge.", sagte der Mann über den Jungen, er hatte ihn hin und wieder sehen dürfen, Lincoln wirkte nicht wie ein Junge von seinen Hormonen gesteuert. Man wusste nie so genau, wie sich Jungs in dem Alter gegenüber Mädchen verhielten. Dasselbe Spiel galt auch andersrum. Er hatte letztendlich auch eine Verantwortung gegenüber der Tochter und dem Sohn von Barbara. "Sie wird schnell erwachsen.", fiel ihm um ein Haar wehleidig von den Lippen, er blickte in seine Flasche hinein und hätte schwören können, dass das Mädchen bis vor Kurzem noch nicht wirklich mit Jungs zu tun hatte. Nun kam sie langsam in das Alter hinein, wo gerade so etwas interessant wurde. Interessant für den Körper, für die Gefühle, möglicherweise für eine kurze oder lange Zukunft. Um genau das runter zu spülen trank Scott einen größeren Schluck aus der Flasche. Scott hatte in gewisser Weise ein paar väterliche Gefühle für sie entwickelt, genauso wie für den Sohn. In seinen Augen hätte Cecy für immer ein kleines Mädchen bleiben sollen, dass sich eben nicht um sowas hätte kümmern müssen. Noch war sie blutjung, doch mit jeder weiteren Zahl auf dem Konto verging die Zeit schneller... und ehe man sich versah, war man schon zu alt für gewisse Dinge. Das brachte ihn ins Grübeln, Scott sah dennoch wieder zu der Frau mit der Decke um ihren Schultern zurück.

Er konnte die Stimmen von oben hören, das Zimmer von den Beiden nicht allzu weit entfernt. Gedämpft, recht ruhig. Nicht auffällig verdächtig. Scott glaubte, dass Barbara ihre Kinder ohnehin gut erzieht. Wohlerzogen und gebildet. Abklopfender Zeigefinger an der Flasche, er wiederholte das Klopfen in größeren Abständen. Was sollte er der Frau sagen, sie waren wieder nach langer Zeit vereint. In seinem letzten Einsatz hätte Scott schwören können, dass er nicht zurückkehrte. Es war das erste Mal seit langer Zeit, dass er so etwas wie einen Funken Angst verspürte. Angst war wie ein Tumor, er wuchs entweder in Sekunden, Minuten oder Stunden an, das hing alles von den Umständen ab. Scott hatte Angst gehabt, dass er die Frau nicht mehr wiedersehen würde. Sie, die Kinder. Er wusste nur nicht, dass er genau die Angst auf sich warten ließ. Sie wuchs, so wie es ein Tumor tun musste, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Noch ein Schluck, die Flasche näherte sich dem Ende. "... hatte mir überlegt, dass ich vielleicht zur Kasse von Cecy beisteuern könnte. Ich mein, falls sie jemals aufs College geht. Jeden Monat einen bestimmten Betrag, zu ihrem Geburtstag noch etwas mehr.", so der Mann an das gelehnte Geländer der Veranda, Scott bunkerte seine Finanzen sicher und hatte nie überteuerte Ausgaben. Das Haus gehörte ihm, er bezog sogar eigenständig Strom und konnte den Rest selbstständig an das Stromwerk verkaufen gehen, sodass er nochmal sparte und etwas zurück bekam. Mit seinen Investitionen lag Scott so gesehen goldrichtig. "Sollte sie es nicht tun, dann könnte sie es für einen Führerschein benutzen. Sie kommt langsam in das besagte Alter.", gemischte Gefühle wohnten ihm bei. Das matte Lächeln unter dem kleinen Licht gaben dem sprechenden Mann einen fast nostalgischen Touch. Vor einer Weile holte er sie von der Schule ab, inzwischen kannte sie den Weg alleine. Zeit war ein ... mysteriöses sowie furchterregendes Konstrukt.
Cecy noch ein Auto aufdrücken käme wohl übertrieben. Scott hatte in seiner Garage zum Beispiel ein Wunschauto stehen, welches er nur im Sommer benutzt. Dafür hatte der Mann etwas ausgeben müssen, doch es lohnte sich. Jeder Sommer war ein Erlebnis. Den Genuss reguliert einsetzen, nicht übermässig. Alles hat seine Grenzen. Bei all dem Thema rundum die Tochter klang Scott wie der Vater von ihr, das fiel ihm in dem Moment nicht auf.



Nachrichten in diesem Thema
wish i could turn back time - von Barbara Massey - 20-06-2020, 02:20 AM
RE: wish i could turn back time - von Scott Brennan - 21-06-2020, 06:42 AM
RE: wish i could turn back time - von Barbara Massey - 27-06-2020, 01:26 AM
RE: wish i could turn back time - von Scott Brennan - 28-06-2020, 02:02 PM
RE: wish i could turn back time - von Scott Brennan - 01-08-2020, 12:23 AM
RE: wish i could turn back time - von Barbara Massey - 30-07-2020, 06:51 PM

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